idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Medienpartner:
Wissenschaftsjahr


Teilen: 
09.11.2007 09:53

Heilung durch Einbildung?! - Kann der Placebo-Effekt "echte" Medikamente und Operationen ersetzen?

Dr. Christian Jung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
VolkswagenStiftung

    Internationales Symposium vom 28. bis 30. November 2007 an der Evangelischen Akademie in Tutzing. - Einladung zum Pressegespräch am Freitag, 30. November, 13.00 bis 14.30 Uhr

    Noch bis vor einigen Jahren herrschte Skepsis bei den Medizinern, wenn vom Placebo-Effekt die Rede war. Heilung durch Einbildung? Konnte man tatsächlich Leiden lindern, indem man die Patienten mit Zuckerkügelchen oder Kochsalzlösung "täuschte" und sie nur scheinbar medikamentös behandelte? Das leuchtete nicht ein. Doch immer wieder wird genau dieser Placebo-Effekt beobachtet, und mittlerweile kann man ihn zumindest teilweise auch erklären. So wird der aktive Prozess im Gehirn, durch den beispielsweise körpereigene, Schmerz lindernde Stoffe ausgeschüttet werden, durch psychologische Mechanismen wie die Erwartungshaltung oder Lernprozesse bestimmt. Es gibt ihn also, den Placebo-Effekt, doch: Wie lässt er sich gezielt zum Wohle von Patienten nutzen, und warum entfaltet er nicht bei allen Menschen die gleiche Wirkung?

    Um die Kenntnisse zum Placebo-Effekt zu vertiefen und zu erweitern, findet vom 28. bis 30. November 2007 an der Evangelischen Akademie in Tutzing ein von der VolkswagenStiftung mit 53.000 Euro gefördertes internationales Symposium statt. Unter der Leitung von Professor Dr. Manfred Schedlowski vom Universitätsklinikum Essen, Professor Dr. Paul Enck vom Universitätsklinikum Tübingen und Professor Dr. Fabrizio Benedetti von der Universität Turin, Italien, tauschen sich rund 40 Experten aus.

    Die Teilnehmer setzen sich zum einen mit dem Grundverständnis der Funktionsweise des Placebo-Effekts auseinander; gleichermaßen diskutieren sie die Wirkung bei bestimmten Erkrankungen wie etwa der Parkinson'schen Krankheit, bei Depressionen und anderen chronischen und akuten Erkrankungen. Auch die Schmerztherapie ist ein Forschungsfeld in diesem Kontext, das die Wissenschaftler erörtern wollen. Das Tagungsprogramm finden Sie unter http://www.volkswagenstiftung.de/fileadmin/downloads/placebos_programm.pdf. Eine durch Abstracts ergänzte Programmfassung wird in der kommenden Woche ebenfalls unter der genannten Adresse auf unserer Homepage abrufbar sein.

    Das Symposium selbst ist nicht öffentlich. Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind jedoch herzlich zum Pressegespräch eingeladen; es findet statt im Anschluss an die Tagung am Freitag, dem 30. November 2007 von 13.00 bis 14.30 Uhr in den Tagungsräumen der Evangelischen Akademie Tutzing. Für die Teilnahme kontaktieren Sie bitte per E-Mail Professor Dr. Manfred Schedlowski: manfred.schedlowski@uk-essen.de.

    Kontakt Symposium
    Universitätsklinikum Essen
    Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie
    Prof. Dr. Manfred Schedlowski
    Telefon: 0201 723 - 4500
    E-Mail: manfred.schedlowski@uk-essen.de

    Veranstaltungsort:
    Von Mittwoch, den 28. November bis Freitag, den 30. November an der
    Evangelischen Akademie Tutzing
    Schlossstr 2 + 4
    82327 Tutzing
    http://www.ev-akademie-tutzing.de

    Kontakt VolkswagenStiftung
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Dr. Christian Jung
    Telefon: 0511 8381- 380
    E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de

    Der Text der Presseinfor¬mation steht im Internet zur Verfügung unter http://www.volkswagenstiftung.de/service/presse.html?datum=20071109


    Weitere Informationen:

    http://www.volkswagenstiftung.de/fileadmin/downloads/placebos_programm.pdf - Tagungsprogramm


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Informationstechnik, Medizin, Psychologie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).