idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project
idw-News App:

AppStore



Teilen: 
22.11.2007 16:06

Streit um die "Bibel in gerechter Sprache": RUB-Fakultätstag lädt zum offenen Dialog ein

Dr. Josef König Pressestelle
Ruhr-Universität Bochum

    Streit um die "Bibel in gerechter Sprache"
    Heiliger Text korrekt übersetzt
    Fakultätstag der Evangelisch-Theologischen Fakultät

    Seit ihrer Veröffentlichung im Oktober 2006 hat die "Bibel in gerechter Sprache", die sich den Kriterien der Gendergerechtigkeit, der sozialen Gerechtigkeit sowie der Gerechtigkeit gegenüber dem Judentum bei der Übersetzung verpflichtet weiß, einen neuen "Streit um die Bibel" entfacht. Auf der einen Seite wird sie breit rezipiert und von vielen in Kirche und Gemeinde als wegweisende Bibelübersetzung betrachtet. Auf der anderen Seite hat sie einen wahren Proteststurm entfacht mit wochenlangen kritischen Leserbriefen u. a. in der FAZ und mit polemischen Stellungnahmen verschiedener akademischer Fachkollegen. Einige Mitglieder der Evangelisch-Theologischen Fakultät der RUB haben an dieser Bibelübersetzung mitgewirkt, andere stehen dem Projekt eher distanziert gegenüber. Im Rahmen des Fakultätstages am 28. November 2007 (ab 9.30 Uhr, GA 03/142) lädt die Fakultät zu einem offenen und fairen Dialog um diese Übersetzung ein, der zur eigenen Urteilsbildung verhelfen kann.

    Vom Umgang mit "heiligen Texten"

    Nach einer Vorstellung des Projekts "Die Bibel in gerechter Sprache" kommen Fürsprecher und Kritiker zu Wort. Sie fragen zum Beispiel "Was heißt: übersetzen?" und analysieren Aufgabe und Problematik von Übersetzungen und die auseinanderklaffenden Ansprüche von philologischer und politischer "Korrektheit". In mehreren Arbeitsgruppen werden dann die Kriterien der "gerechten" Bibel diskutiert: Gendergerechtigkeit, Gerechtigkeit gegenüber dem Judentum und "soziale Gerechtigkeit". Zudem widmen sich Arbeitsgruppen den Themen "Die "Bibel in gerechter Sprache" in Predigt, Seelsorge und Unterricht" und dem "Umgang mit "heiligen Texten" im religionswissenschaftlichen Vergleich".

    Programm

    9.30 Eröffnung
    9.35 Prof. Dr. J. Ebach, Die Bibel in gerechter Sprache - Vorstellung des Projekts
    10.10 Prof. Dr. L. Hölscher, Die Bibel - Urtext oder Erinnerungsort?
    11.20 Prof. Dr. P. Wick: "Was heißt: übersetzen?" - Zur Aufgabe und Problematik von Übersetzungen
    11.55 Statement Prof. Dr. H. Roetz: "Was heißt: übersetzen?" - Divergierende Ansprüche von philologischer und politischer "Korrektheit"?
    13.30 Arbeitsgruppen
    AG 1: Das Kriterium der Gendergerechtigkeit
    AG 2: Das Kriterium der Gerechtigkeit gegenüber dem Judentum
    AG 3: Das Kriterium der "sozialen Gerechtigkeit"
    AG 4: Die "Bibel in gerechter Sprache" in Predigt, Seelsorge und Unterricht
    AG 5: Zum Umgang mit "heiligen Texten" - ein religionswissenschaftlicher Vergleich
    15.00 Schlussplenum: Perspektiven zum wissenschaftlichen und kirchlichen Umgang mit der "Bibel in gerechter Sprache", Statements von: Prof. Dr. C. Frevel, Prof. Dr. M. Weinrich, Prof. Dr. G. Thomas

    Weitere Informationen

    Prof. Dr. Traugott Jähnichen, Dekan der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-22500, E-Mail: traugott.jaehnichen@rub.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Philosophie / Ethik, Religion, Sprache / Literatur
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).