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30.11.2007 17:00

Deutscher Pfizer Preis 2007 Medizin für jungen Kardiologen der Universitätsmedizin Göttingen

Stefan Weller Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsmedizin Göttingen - Georg-August-Universität

    PD Dr. Lars Maier erhält den mit 8.000 Euro dotierten Preis für seine bisherige wissenschaftliche Arbeit und zukunftsweisenden Forschungsleistungen.

    SPERRFRIST: 30. NOVEMBER 2007, 17:00 UHR

    (umg) Wissenschaftlich "Spitze" und noch keine 36 Jahre alt - das ist der Göttinger Kardiologe, Privatdozent Dr. Lars S. Maier. Der Oberarzt in der Abteilung Kardiologie und Pneumologie im Herzzentrum der Universitätsmedizin Göttingen hat heute, am 30. November 2007, in Freiburg den Deutschen Pfizer Forschungspreis für Medizin 2007 erhalten. Die Auszeichnung würdigt den jungen Forscher für seine bisherige wissenschaftliche Arbeit und zukunftsweisenden Forschungsleistungen. Der Preis ist mit 8.000 Euro dotiert und wurde in diesem Jahr zum dritten Mal von der Freiburger Albert-Ludwigs-Universität vergeben.

    Lars Maier erhält die Auszeichnung für sein besonderes Engagement in der Herz-Forschung und insbesondere für seine wissenschaftlichen Arbeiten, in denen er neuartige Mechanismen bei der Entstehung der Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) beschreibt. Seine Forschungsarbeiten an der Universitätsmedizin Göttingen haben für die zukünftigen Behandlungsmöglichkeiten der Erkrankung neue Erkenntnisse gebracht. Der Forscher und Arzt gehört zu den Nachwuchsgruppenleitern der Medizinischen Fakultät der Universitätsmedizin Göttingen, die wissenschaftlich sehr erfolgreich arbeiten. Mit seinen Arbeiten hat er dazu beigetragen, den neuen Forschungsschwerpunkt Herz-Kreislauferkrankungen an der Universitätsmedizin Göttingen aufzubauen.

    Lars Maier, Jahrgang 1972, geboren in Mönchweiler/Schwarzwald, hat an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg/i.Br. Medizin studiert und wurde dort promoviert. Seit 1998 absolviert er seine weitere Medizin-Ausbildung in der Abteilung Kardiologie und Pneumologie (Direktor: Prof. Dr. Gerd Hasenfuß) an der Universitätsmedizin Göttingen. Neben seiner klinischen Ausbildung hat er parallel sehr erfolgreich wissenschaftlich gearbeitet. Im Jahr 2000 wurde er in das renommierte Emmy Noether-Exzellenz-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) aufgenommen. Zum Förderungsprogramm gehörte ein Forschungsaufenthalt bei dem Herz-Physiologen Prof. Donald M. Bers in Chicago, USA. Dort erlernte Maier von 2001 bis 2002 neue Methoden zur Messung des subzellulären Kalzium-Stoffwechsels in Herzmuskelzellen. Außerdem konnte Maier in beeindruckender Weise zeigen, dass das Kalzium-abhängige Protein CaMKII bei der Entstehung der Herzinsuffizienz eine wichtige Rolle spielt. Am Tiermodell konnte er nachweisen, dass dieses Protein ein Kalzium-Leck verstärkt und es so zu einem Kalzium-Verlust aus den intrazellulären Kalzium-Speichern der Zelle kommt.

    Seit 2003 leitet PD Dr. Lars Maier an der Universitätsmedizin Göttingen eine eigene und selbstständige Nachwuchsforschergruppe, die im Rahmen des Emmy Noether-Programms gefördert wird. Mit seiner Arbeitsgruppe konnte Maier erstmals zeigen, dass auch der Natrium-Kanal, der als eine Art Impulsgeber entscheidend für die elektrische Aktivität des Herzens ist, durch die CaMKII reguliert wird und hierdurch lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen ausgelöst werden können. 2004 habilitierte er sich für das Fach Experimentelle Innere Medizin und erlangte im Juli 2007 die Facharzterkennung für Innere Medizin und Schwerpunkt Kardiologie. Eine seiner jüngsten Auszeichnungen ist das Hengstberger-Stipendium der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) - Herz- und Kreislaufforschung. Aktuell hat sich Lars Maier bei der DFG für das renommierte Heisenberg-Stipendium beworben.

    Der Deutsche Pfizer Forschungspreis für Medizin würdigt junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die hervorragende wissenschaftliche Leistungen und Publikationen vorweisen können. Nominiert werden können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die noch keine 36 Jahre alt sind. Ausgewählt wird die Preisträgerin/der Preisträger durch eine deutschlandweit zusammengesetzte Jury von Professorinnen und Professoren der Medizin. Bei der Auswahl spielen ausschließlich wissenschaftliche Gesichtspunkte eine Rolle. Pfizer Deutschland als Preisstifter nimmt auf die Auswahl keinen Einfluss. Vergeben wird der Preis durch die Albert-Ludwigs-Universität Freiburg.

    WEITERE INFORMATIONEN:
    Universitätsmedizin Göttingen, Georg-August-Universität
    Abt. Kardiologie und Pneumologie
    Priv.-Doz. Dr. Lars S. Maier, Telefon 0551 / 39-9481
    E-Mai: lmaier@med.uni-goettingen.de
    Robert-Koch-Straße 40, 37075 Göttingen
    www.universitaetsmedizin-goettingen.de
    www.herzzentrum-goettingen.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Personalia
    Deutsch


    Priv. Doz. Dr. Lars Maier


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