Wissenschaftler schalten das Gen FOXP2 bei Zebrafinken stumm und kriegen was zu hören
Dass der Mensch Worte und Sätze bilden kann, verdankt er seinem Gehirn. Komplexe Netzwerke aus Nervenzellen weisen Worten Bedeutung zu und steuern Mund, Zunge und Kehlkopf. Das Gen FOXP2 ist offenbar für die korrekte Ausbildung und Funktion dieser Schaltkreise notwendig, denn Personen mit defektem FOXP2 haben Artikulationsstörungen und es mangelt ihnen auch am grammatikalischen Verständnis. Was der Trankriptionsfaktor FOXP2 jedoch genau reguliert, konnten die Wissenschaftler bislang nicht zeigen. Das Lernverhalten von Singvögeln gilt als Modell für den menschlichen Spracherwerb. Ein Forscherteam, dem auch Max-Planck-Wissenschaftler angehören, hat deshalb FOXP2 bei jugendlichen Zebrafinken stumm geschaltet. Die Vögel lernten daraufhin schlechter singen. Das Experiment ist das erste, das einen kausalen Zusammenhang zwischen einem Gendefekt und dem korrekten Erwerb von Lautäußerungen nachweist. (PLoS Biology Online, 4. Dezember 2007)
http://goto.mpg.de/mpg/pri/20071128/
Männliche Zebrafinken (rechts und Mitte), bei denen das Gen FOXP2 stumm geschaltet wurde, lernten sc ...
Quelle: Max-Planck-Gesellschaft
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Informationstechnik, Medizin, Meer / Klima, Sprache / Literatur, Umwelt / Ökologie
überregional
Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
Deutsch

Männliche Zebrafinken (rechts und Mitte), bei denen das Gen FOXP2 stumm geschaltet wurde, lernten sc ...
Quelle: Max-Planck-Gesellschaft
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