Gefährdet der Demografische Wandel unsere Sicherheit?

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12.12.2007 14:00

Gefährdet der Demografische Wandel unsere Sicherheit?

Silvia Leek Öffentlichkeitsarbeit und Pressestelle
Max-Planck-Institut für demografische Forschung

    Gefährdet der Demografische Wandel unsere Sicherheit?
    Internationale Experten diskutieren in Berlin

    Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit haben erkannt, dass die Bewältigung des Demografischen Wandels zu den großen Herausforderungen unserer Gegenwart gehört. Vielen ist jedoch nicht bewusst, dass die globale Veränderung der Bevölkerungszusammensetzung auch Einfluss auf die Sicherheitspolitik haben wird. Eine gemeinsame Konferenz der Bundesakademie für Sicherheitspolitik und des Max-Planck-Instituts für demografische Forschung bringt deshalb internationale Experten zu diesem Thema zusammen. Der Bundesminister des Inneren, Dr. Wolfgang Schäuble, wird die Konferenz eröffnen.

    Die Bevölkerungsentwicklung und die anhaltende Ressourcenknappheit in vielen Entwicklungs- und Schwellenländern verstärken dort Binnenmigration und Urbanisierung. Die damit oftmals verbundene Entwurzelung und wirtschaftliche Perspektivlosigkeit insbesondere der jüngeren Bevölkerung tragen zu regionaler Instabilität bei. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit gewaltsamer Konflikte. Auf der anderen Seite müssen sich Industrienationen im Zuge der wachsenden Zuwanderung über die Zielgruppe und die bestmöglichste Form ihrer staatlichen Integrationsmaßnahmen im Klaren werden. Zunehmende Kriminalität, Arbeitslosigkeit und gesellschaftliche Isolation in den Zuwanderermilieus könnten ein Zeichen dafür sein, dass wir noch keine befriedigende Antwort auf die sich dadurch stellenden innenpolitischen Probleme gefunden haben. Zugleich verknappen die sinkenden Geburtenzahlen das Rekrutierungspotential von Polizei und Bundeswehr und stellen damit deren Einsatzfähigkeit langfristig in Frage.

    Experten aus Bevölkerungswissenschaft und Sicherheitspolitik diskutieren auf der Konferenz vor allem über drei Themenkomplexe: 1. Demografische Trends und gewaltsame Konflikte; 2. Immigration und nationale Sicherheit; 3. Alternde Gesellschaften und Streitkräfte. Referenten sind unter anderem Rudolf Adam (Bundesakademie für Sicherheitspolitik, Berlin), James W. Vaupel (Max-Planck-Institut für demografische Forschung, Rostock), Joachim Krause (Institut für Sicherheitspolitik, Universität Kiel), Henrik Urdal (International Peace Research Institute, Oslo), Steffen Angenendt (Stiftung Wissenschaft und Politik, Berlin), Christian Pfeiffer (Kriminologisches Forschungsinstitut Niedersachsen, Hannover), Christoph Hauschild (Bundesinnenministerium, Berlin), Hans Hermann Paape (Bundesverteidigungsministerium, Bonn), Christian Leuprecht (Royal Military College of Canada, Ontario), Thomas Will (Zentrum für Transformation der Bundeswehr, Strausberg) und Frank Herterich (Planungsstab Auswärtiges Amt, Berlin).

    Datum: Mittwoch, 12. Dezember 2007, 15-18 Uhr (mit anschließendem Empfang);
    Donnerstag, 13. Dezember 2007, 9-17 Uhr.

    Ort: Bundesakademie für Sicherheitspolitik, Ossietzkystrasse 44/45, D-13187 Berlin

    Ansprechpartner: Dr. Peter Rosken (rosken@baks.bund.de; +49 (0) 30 / 40046-230); Wenke Apt (apt@demogr.mpg.de; +49 (0) 381 / 2081-220).

    Interessierte Journalisten werden gebeten, sich bei rosken@baks.bund.de anzumelden.

    Wir bitten die teilnehmenden Journalisten für den 2. Konferenztag um Beachtung der Chatham House Rules (http://de.wikipedia.org/wiki/Chatham_House_Rule).


    Weitere Informationen:

    http://www.baks.org - Bundesakademie für Sicherheitspolitik
    http://www.demogr.mpg.de - Max-Planck-Institut für demografische Forschung, Rostock


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Politik, Recht
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftspolitik
    Deutsch


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