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06.12.2007 14:25

Gesundheitsforschungsrat dokumentiert Workshop über "Nutzenbewertung im Gesundheitswesen"

Dipl.-Met. Birgit Bott Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Projektträger im DLR

    Wie kann medizinischer Nutzen bewertet werden? Um die kontroversen Auffassungen hierzu einander anzunähern, haben der Gesundheitsforschungsrat (GFR) und das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) ein gemeinsames Diskussionsforum zur Nutzenbewertung im Gesundheitswesen ins Leben gerufen. Dessen erste Tagung fand am 4. September 2007 in Berlin statt und behandelte "Begriffsdefinitionen und Einführung". Die Dokumentation des Workshops liegt nun vor.

    In Deutschland besteht ein breites Spektrum von Auffassungen über Definition, Methoden und Verfahren zur Nutzenbewertung medizinischer Leistungen. Um ein besseres Verständnis und eine breitere Akzeptanz der wissenschaftlichen Methoden auf diesem Gebiet zu erreichen, ist ein intensiver Dialog erforderlich, der den internationalen Stand der Methodendiskussion einbezieht. IQWiG und GFR wollen mit der gemeinsamen Initiative zur intensiveren Diskussion und zur methodischen Verbesserung der Forschung beitragen.

    Der GFR sieht in dem Diskussionsforum ein Instrument zur Teilhabe der Wissenschaft an der Gestaltung rationaler Bewertungsmethoden sowie einen Beitrag zur Transparenz der eingesetzten Methoden und Verfahren. Insbesondere die patientenorientierte klinische Forschung muss aus Sicht des Gremiums in den Dialog einbezogen werden und sollte sich verstärkt mit dem Stand der Methodendiskussion vertraut machen. Anderenfalls, so ist der GFR überzeugt, bleibt die Zusammenarbeit zwischen der patientenorientierten klinischen Forschung und den Instanzen zur Bewertung und Entscheidung von medizinischen Leistungen weiterhin von wechselseitig enttäuschten Erwartungen geprägt.

    Zum Inhalt der Dokumentation: Prof. Robert Francke (Universität Bremen) erläuterte sozialrechtliche Begriffsbestimmungen des medizinischen Nutzens. Prof. Edzard Ernst (Universities of Exeter & Plymouth) veranschaulichte zahlreiche Begriffsbestimmungen von "Nutzen" in der Wissenschaft und machte die Zuhörer mit der grundlegenden Terminologie der Nutzendiskussion vertraut. Anschließend wurde der Zusammenhang zwischen Nutzenbegriff und Bewertungsmethodik erörtert. Prof. Jürgen Windeler (Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen e. V.) betonte die Bedeutung randomisierter klinischer Studien für die Nutzenbewertung. Prof. Matthias Augustin (Universität Hamburg) referierte über die Rolle weiterer Methoden für die Nutzenbewertung.

    Die 48-seitige Tagungsdokumentation finden Sie unter: http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/1473.php

    Bestellungen bitte an:

    Geschäftsstelle des Gesundheitsforschungsrates
    Projektträger Gesundheitsforschung im DLR
    Heinrich-Konen-Str. 1
    53227 Bonn
    Tel.: 0228 3821-221 (Frau Liebenow)
    E-Mail: gesundheitsforschung@dlr.de


    Bilder

    Dokumentation des ersten gemeinsamen Workshops von GFR und IQWiG
    Dokumentation des ersten gemeinsamen Workshops von GFR und IQWiG
    Gestaltung: sku:l communication, Reichshof-Nosbach
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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Gesellschaft, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Publikationen, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Dokumentation des ersten gemeinsamen Workshops von GFR und IQWiG


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