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20.12.2007 14:00

acatech wächst weiter

Jann Gerrit Ohlendorf Geschäftsstelle München
acatech - Konvent für Technikwissenschaften der Union der deutschen Akademien der Wissenschaften e. V.

    München, 20. Dezember 2007. acatech, die zukünftige Deutsche Akademie der Technikwissenschaften, hat vor dem Start als nationale Akademie die inhaltliche Arbeit durch die Zuwahl neuer Mitglieder verstärkt. Sieben weitere Wissenschaftler - allesamt Persönlichkeiten mit herausragenden Kenntnissen in ihren Fachgebieten - werden die inhaltliche Arbeit in den zehn Themennetzwerken der Akademie bereichern.

    acatech begrüßt die folgenden neuen Mitglieder im Kreis der Akademie:

    Frank Behrendt, Technische Universität Berlin
    Christian Boit, Technische Universität Berlin
    Hans-Heinrich Gatzen, Universität Hannover
    Norbert Gronau, Universität Potsdam
    Ellen Ivers-Tiffée, Universität Karlsruhe, Mitglied der Leopoldina
    Karl Homann, Universität München
    Thomas Lengauer, Max-Planck-Institut für Informatik Saarbrücken

    Biographische Informationen zu den neuen Mitgliedern:

    Prof. Dr. Frank Behrendt, Jg. 1959, studierte Chemie an der RWTH Aachen und der Universität Heidelberg. Dort beschäftigte er sich mit der Simulation von Verbrennungsprozessen unter Verwendung detaillierter Reaktionsmechanismen, über welche er auch 1989 promovierte. Nach Forschungsaufhalten in Schweden und in den Vereinigten Staaten mit der katalytischen Zündung und Verbrennung als Themenschwerpunkt, habilitierte er im Jahre 1999 für das Fach "Technische Verbrennung" an der Universität Stuttgart. Seit 2001 leitet er das Fachgebiet "Energieverfahrenstechnik und Umwandlungstechniken regenerativer Energien" an der TU Berlin. Der Schwerpunkt seiner Arbeiten liegt auf der experimentellen Untersuchung der Vergasung von Biomasse, der Modellierung und numerischen Simulation derartiger Prozesse und ihrer ökonomisch- ökologischen Bewertung. An der TU Berlin engagiert sich Prof. Behrendt als Mitglied des Akademischen Senats und des Konzils. Seit 2007 ist er Sprecher des "Innovationszentrums Energie" der TU Berlin, in dem alle Aspekte der energiebezogenen Forschung der TU Berlin zusammengefasst sind.

    Prof. Dr.-Ing. Christian Boit, Jg. 1952, studierte Physik mit Diplom über ZnSe Dioden an der Technischen Universität Berlin, wo er in Elektrotechnik 1987 über Infrarot-Inspektion von Leistungsbauelementen promovierte. Anschließend arbeitete er im Siemens-Forschungslabor auf dem Gebiet Charakterisierung und Analyse von Halbleiter-Technologien und Integrierten Schaltkreisen, unter anderem im 64M DRAM Joint-Venture Projekt mit IBM in den Vereinigten Staaten. 1994 wurde er Manager und errang internationale Anerkennung als treibende Kraft innovativer Projekte. Er war leitender Angestellter bei Infineon, als 2001 der Ruf auf die Halbleiterbauelemente-Professur der Technischen Universität Berlin erfolgte, die er bis heute innehat. Seit 2006 ist er Prodekan der Fakultät IV "Elektrotechnik und Informatik" an seiner Heimatuniversität. Prof. Boit ist Mitglied des VDE, der IEEE und Gründungsmitglied der EDFAS (Electronic Device Failure Analysis Society), in deren Direktorium er bis 2007 als Vize-Präsident tätig war. Er ist in den Komitees einschlägiger Konferenzen aktiv (2002 als General Chairman der EDFAS - Konferenz ISTFA) und erhielt zahlreiche Preise für seine Publikationen.

    Prof. Dr.-Ing. Hans-Heinrich Gatzen, Jg. 1943, studierte Allgemeinen Maschinenbau an der Technischen Universität München. Während seiner Ingenieurstätigkeit bei Siemens promovierte er 1976 zum Thema "Bestimmung der Nutz- und Störbeschleunigungen bei Kurvengetrieben" an der RWTH Aachen. Nach längerer Industrie- und Lehrtätigkeit in den Vereinigten Staaten, wo er unter anderem firmenweite Verantwortung für Schreib-/Leseköpfe bei der Firma Seagate Technology hatte und Lehrbeauftragter an der Santa Clara University war, wurde er 1992 an die Universität Hannover berufen. Dort gründete Professor Gatzen das Institut für Mikrotechnologie, welches er auch leitet. Er war für sechs Jahre Mitglied der zentralen Studien- und Weiterbildungskommission der Universität Hannover und wurde 2006 zum Fellow der American Society of Mechanical Engineers gewählt.

    Univ.-Prof. Dr.-Ing. Norbert Gronau, JG 1964, studierte Maschinenbau und Betriebswirtschaftslehre an der TU Berlin, wo er im Fachbereich Informatik promovierte und sich anschließend für das Lehrgebiet Wirtschaftsinformatik habilitierte. Seit 2004 ist er Lehrstuhlinhaber an der Universität Potsdam mit den Forschungsschwerpunkten Betriebliches Wissensmanagement und wandlungsfähige ERP-Systeme. Prof. Gronau ist Mitherausgeber einiger wissenschaftlicher Fachzeitschriften und Autor zahlreicher wissenschaftlicher Veröffentlichungen und Bücher.

    Prof. Dr. Ellen Ivers-Tiffée, Jg. 1951, ist Lehrstuhlinhaberin und Leiterin des Instituts für Werkstoffe der Elektrotechnik an der Universität Karlsruhe (TH). Nach einem Studium der Mineralogie/Kristallographie an der Philipps-Universität Marburg und anschließender Promotion im Bereich Werkstoffwissenschaften an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen (1980) war sie bis 1996 unter anderem als Projektleiterin verschiedener nationaler und europäischer Forschungsprojekte bei der Siemens AG, Zentrale Technik, im Fachgebiet Elektronische Keramik tätig. Ihre Forschungsziele liegen in den Bereichen funktionskeramischer Werkstoffe für Hochtemperatur-Brennstoffzellen (SOFC) und resistive Abgassensoren. Sie ist u. a. Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher - Leopoldina (Sektion Technikwissenschaften), des Senats der Helmholtz-Gemeinschaft (HGF) sowie des Innovationsrats Baden-Württemberg.

    Prof. Dr. Dr. Karl Homann, Jg. 1943, Von 1963 bis 1972 Studium der Philosophie, Germanistik und Katholischen Theologie an der Universität Münster, 1972 Promotion zum Dr. phil.; 1971 bis 1979 Studium der Volkswirtschaftslehre an der Universität Münster, 1979 Promotion zum Dr. rer. pol.; 1985 Habilitation für Philosophie an der Universität Göttingen. Von 1986 bis 1990 Professor für Volkswirtschaftslehre und Philosophie an der privaten Universität Witten/Herdecke. 1990 bis 1999 Professor für Wirtschafts- und Unternehmensethik an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät Ingolstadt der Katholischen Universität Eichstätt, erster Inhaber eines Lehrstuhls dieser Art in der Bundesrepublik Deutschland. Seit 1999 Professor für Philosophie unter besonderer Berücksichtigung der philosophischen und ethischen Grundlagen der Ökonomie (Wirtschaftsethik) an der Ludwig-Maximilians-Universität München.

    Prof. Dr. Thomas Lengauer, Ph.D., Jg. 1952, studierte Mathematik an der Freien Universität Berlin sowie Informatik in Stanford, USA. In den neunziger Jahren trug er maßgeblich zum Aufbau der Bioinformatik als wissenschaftlicher Disziplin bei. Von 1984 bis 1992 war Herr Lengauer Professor für Informatik an der Universität-GH-Paderborn; von 1992 bis 2001 war er Direktor am Institut für Algorithmen und Wissenschaftliches Rechnen der GMD - Forschungszentrum Informationstechnik in Sankt Augustin bei Bonn und ordentlicher Professor für Informatik an der Universität Bonn. Er erhielt die Konrad Zuse-Medaille der Gesellschaft für Informatik sowie den Karl Heinz Beckurts Preis. Er ist Mitglied und Senator der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. Derzeit ist er Direktor am Max-Planck-Institut für Informatik in Saarbrücken sowie Honorarprofessor an der Universität des Saarlandes und der Universität Bonn.


    Weitere Informationen:

    http://www.acatech.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Elektrotechnik, Energie, Informationstechnik, Maschinenbau, Philosophie / Ethik, Religion, Wirtschaft
    überregional
    Organisatorisches, Personalia
    Deutsch


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