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23.01.2008 17:45

Schülerinnen schalten sich ein. Projekttag "Mädchen machen Technik" an der TFH Georg Agricola

Stephan Düppe Pressestelle
Technische Fachhochschule Georg Agricola

    Dass Mädchen für Technik genauso begabt sind wie Jungen, sollte inzwischen eigentlich selbstverständlich sein. Trotzdem haben Schülerinnen im naturwissenschaftlichen Unterricht oft das Nachsehen - besonders wenn es um die Praxis geht. Oft genug drängen sich ihre männlichen Mitschüler beim Experimentieren in den Vordergrund und nehmen den Mädchen die Chance, ihre technischen Fähigkeiten selbst auszuprobieren. Gelegenheit und Freiräume dazu bot die Technische Fachhochschule Georg Agricola am Projekttag "Mädchen machen Technik", der am 21. Januar stattfand.

    14 Schülerinnen aus der Jahrgangsstufe 10 der Märkischen Schule Wattenscheid hatten dazu das elektrotechnische Labor der TFH ganz für sich alleine. In ungewohnt lockerer Arbeitsatmosphäre konnten sie dort die im Physikunterricht gelernte Theorie in die Praxis umsetzen. Mit viel Fingerspitzengefühl und technischem Verständnis bauten Sie Lichtschranken, Klatsch-Schalter, Mini-Lichtorgeln und andere elektronische Schaltungen selbständig zusammen.

    "Von Frau zu Frau" hatte Diplom-Ingenieurin Petra Ptok den Schülerinnen zuvor Mut gemacht, auch auf dem Gebiet der Technik die Stärken des eigenen Geschlechts zu entdecken. "Frauen haben ein ganz andere Herangehensweise als Männer, und sicherlich keine schlechtere. Sie arbeiten besser im Team, sind kommunikativer und gehen oftmals strukturierter vor. Wir lesen zum Beispiel erst einmal die Bedienungsanleitung, statt einfach drauflos zu probieren, und kommen dadurch mit weniger Fehlern zum Ziel."
    So war denn auch weniger das theoretische Berechnen, sondern vielmehr die praktische Arbeit mit elektrotechnischem Werkzeug Neuland für die Schülerinnen. "Im Unterricht ist es oft schwer, die Schülerinnen zur praktischen Mitarbeit zu motivieren", merkte dazu Andreas Sliwa, Physiklehrer am Märkischen Gymnasium an. Der Projekttag "Mädchen machen Technik" sei eine hervorragende Gelegenheit für die Schülerinnen, den Spaß am Umgang mit Lötkolben, Platinen und Widerständen für sich zu entdecken. Mit Erfolg: "In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der Schülerinnen im Physik-Leistungskurs verdoppelt. Projekte wie 'Mädchen machen Technik' haben sicher zu dieser erfreulichen Entwicklung beigetragen."

    Mit dem Projekttag "Mädchen machen Technik" setzt die TFH Georg Agricola auch in diesem Jahr ihr Engagement für den weiblichen Ingenieurnachwuchs fort. Bereits seit 2002 veranstaltet die Technische Fachhochschule diesen Projekttag in Kooperation mit der Märkischen Schule Wattenscheid. Die Teilnahme am bundesweiten Aktionstag "Girl's day" (in diesem Jahr am 24.4.) sowie das gemeinsam mit der Ruhr-Universität betriebene Thekla-Mentorinnen-Projekt für Studierenden der Ingenieurwissenschaften sind weitere Maßnahmen der TFH zur gezielten Förderung von Mädchen und Frauen.


    Bilder

    Diplom-Ingenieurin Petra Ptok von der TFH (rechts) gibt den Schülerinnen Tipps für die Laborarbeit
    Diplom-Ingenieurin Petra Ptok von der TFH (rechts) gibt den Schülerinnen Tipps für die Laborarbeit
    Quelle: Foto: TFH-Pressestelle

    Im Team besonders stark: Schülerinnen erkunden ihre elektrotechnischen Talente
    Im Team besonders stark: Schülerinnen erkunden ihre elektrotechnischen Talente
    Quelle: Foto: TFH-Pressestelle


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Elektrotechnik, Energie, Mathematik, Physik / Astronomie
    regional
    Studium und Lehre
    Deutsch


     

    Diplom-Ingenieurin Petra Ptok von der TFH (rechts) gibt den Schülerinnen Tipps für die Laborarbeit


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    Im Team besonders stark: Schülerinnen erkunden ihre elektrotechnischen Talente


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