Die Jacobs University Bremen überzeugt den Wissenschaftsrat mit ihrem breiten Angebot an Bachelor-Studiengängen, der frühen Heranführung der Bachelor-Studierenden an Forschungsprojekte, ihrer internationalen Atmosphäre, dem großen Engagement aller Beteiligten sowie mit ihren vorzüglichen Betreuungsverhältnissen. Auch in der Forschung hat sich die Hochschule seit der Konzeptakkreditierung im Jahr 2001 gut weiterentwickelt. Das ehrgeizige Ziel einer international sichtbaren Forschungsuniversität konnte jedoch innerhalb der kurzen Aufbauzeit noch nicht realisiert werden. Mit der Benennung von fünf Schwerpunkten der Forschung und Entwicklung im Jahr 2006 hat die Universität aber einen Konzentrationsprozess angestoßen, dessen Ergebnisse in den nächsten Jahren sichtbar werden dürften.
Der von der Universität geplante Ausbau der Graduierten-Programme (Master- und PhD) muss nach Auffassung des Wissenschaftsrates mit Augenmaß und ausreichenden Personalressourcen erfolgen, um die hervorragende Undergraduate-Ausbildung nicht zu gefährden. Er sollte daher mittelfristig bei einem Verhältnis von 1:2 (Graduate-Studierende zu Undergraduate-Studierenden) bleiben. Neue Master-Programme sollten nur dann eingeführt werden, wenn sie eng an den existierenden Forschungs- und Entwicklungs-Schwerpunkten ausgerichtet sind und ihre Finanzierung gesichert ist.
Verglichen mit der Erstakkreditierung 2001 hat sich die finanzielle Situation der Universität wesentlich verbessert. Die Zuwendung der Jacobs Foundation in Höhe von insgesamt 200 Millionen Euro hat zu einer deutlichen Konsolidierung der finanziellen Basis geführt.
"Wenn es der Universität künftig auch noch gelingt", so der Vorsitzende des Wissenschaftsrates, Professor Peter Strohschneider, resümierend, "ihre zu Teilen bereits jetzt bemerkenswerten Forschungsaktivitäten weiter zu entwickeln und insbesondere die bislang unbefriedigenden Drittmitteleinwerbungen zu steigern, ist der Beweis erbracht, dass auch eine private Universität mit einem breiten Fächerspektrum eine erfolgreiche und vielversprechende Ergänzung des Hochschulsystems in Deutschland darstellen kann."
Mit der "BSA-Private Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement" (BSA) in Saarbrücken hat der Wissenschaftsrat eine Hochschule akkreditiert, die sich in Lehre und Forschung mit dem immer wichtiger werdenden Thema Gesundheit beschäftigt. Die jetzige Fernhochschule BSA (Beruf-Studium-Ausbildung) hat sich weiterentwickelt aus der seit 2001 bestehenden Berufsakademie gleichen Namens. Sie überzeugt sowohl durch ihr tragfähiges Leitbild als auch durch die akkreditierten Studiengänge, deren Absolventen auf einem expandierenden Gesundheitsmarkt gute Berufsaussichten haben. Gegenwärtig bietet die BSA vier Bachelor- und demnächst einen Master-Studiengang als Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen an. Die Finanzierung der Hochschule ist auf absehbare Zeit gesichert und seriös kalkuliert.
Der Wissenschaftsrat empfiehlt der BSA, besonders die Forschungen, die bisher vorwiegend der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen sowie älteren Menschen gewidmet waren, zu intensivieren und durch die Einwerbung von Drittmitteln für die weitere wissenschaftliche Qualitätssicherung zu sorgen. Aufgrund der guten Bewertung des Konzepts der BSA wird die Akkreditierung für fünf Jahre ausgesprochen.
Hinweis: Die "Stellungnahme zur Reakkreditierung der Jacobs University Bremen" (Drs. 8312-08) und "Stellungnahme zur Akkreditierung der BSA-Private Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement i.Gr." (Drs. 8316-08) werden im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie können aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.
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Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Wissenschaftspolitik
Deutsch

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