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06.02.2008 12:37

Chat als "Brücke in den Alltag"

Norbert Dörholt Pressestelle
Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg

    Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg geht neue Wege bei der ambulanten Nachsorge von Patienten mit chronischen Rückenschmerzen / Bundesforschungsministerium finanziert ab Februar 2008 Multicenter Studie

    Patienten, die an chronischen Rückenschmerzen leiden, können nach einem Klinikaufenthalt effektiv über das Internet betreut werden: Im Chatroom können sie den Kontakt mit dem Therapeuten aufrechterhalten und die Umstellung auf ihr Leben zu Hause meistern. Das ungewöhnliche Nachsorgeprogramm der Orthopädischen Universitätsklinik Heidelberg "Brücke in den Alltag" hat sich in einer erste Studie bislang als effektiv erwiesen und wird ab Februar 2008 in einer Multicenterstudie an fünf klinischen Schmerzzentren in Deutschland unter Federführung der Heidelberger Klinik untersucht.

    Das Nachsorgeprogramm ist ein gemeinsames Projekt der Orthopädischen Klinik Heidelberg unter Leitung der Psychologin Dr. Eva Neubauer und der Forschungsstelle für Psychotherapie am Psychosozialen Zentrum des Universitätsklinikums Heidelberg unter Leitung von Dr. Hans Kordy. Eine einjährige Studie wurde vom Sozialministerium Baden-Württemberg unterstützt. Untersucht wurde, ob die Gruppe der Patienten, die im Anschluss an eine "multimodale" Schmerztherapie, die sowohl medizinische als auch psychotherapeutische Elemente enthält, durch Chat einmal pro Woche, die erlernten Techniken im Alltag besser umsetzen kann als Patienten ohne Chat. Erste Ergebnisse weisen auf eine Effektivität des Programms hin.

    An der neuen bundesweiten Multicenter-Studie - die weiteren Studienorte neben Heidelberg sind das DRK Schmerzzentrum Mainz, die Fachklinik Enzensberg, die Amperkliniken in Dachau und das Klinikum in Neuperlach bei München - können Rückenschmerzpatienten teilnehmen, die eine ein- bis dreiwöchige Behandlung in der Klinik absolvieren. Voraussetzung zur Teilnahme an der "Brücke in den Alltag", dass die Patienten zu Hause über einen Internet-Anschluss verfügen und ausreichend Deutsch verstehen und schreiben können. Auch ältere Menschen ohne Computererfahrung können sich meist problemlos einarbeiten.

    Schon nach einer Woche nehmen die Patienten an einer moderierten Chatsitzung teil. Vor Betreten des Chatrooms müssen sie einen Fragebogen ausfüllen, der danach fragt ob sie ihre guten Vorsätze in der letzten Woche in die Tat umgesetzt haben. Dann erkundigt sich die Moderatorin nach dem Befinden und nach Problemen und erinnert daran, die gelernten Übungen auszuführen. An dem "Gespräch" nehmen jeweils drei bis vier Patienten teil, wobei die Patienten mit ihren erfundenen Nicknamen anonym bleiben; nur die Therapeutin weiß, mit wem sie kommuniziert. Eine Sitzung dauert etwa 90 Minuten. Im Anschluss gibt es für 30 Minuten die Möglichkeit, die Moderatorin anzurufen, um besondere Probleme am Telefon zu besprechen.

    Ansprechpartner:
    Dr. Eva Neubauer
    Sektion Schmerztherapie
    Orthopädische Universitätsklinik Heidelberg
    Schlierbacher Landstraße 200a
    69118 Heidelberg
    Tel. 06221/96 9289
    E-Mail: eva.neubauer@ok.uni-heidelberg.de

    Webseite der Orthopädischen Universitätsklinik:
    www.orthopaedie.uni-hd.de

    Bei Rückfragen von Journalisten:
    Dr. Annette Tuffs
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Universitätsklinikums Heidelberg
    und der Medizinischen Fakultät der Universität Heidelberg
    Im Neuenheimer Feld 672
    69120 Heidelberg
    Tel.: 06221 / 56 45 36
    Fax: 06221 / 56 45 44
    E-Mail: annette.tuffs(at)med.uni-heidelberg.de

    Diese Pressemitteilung ist auch online verfügbar unter
    http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/presse


    Weitere Informationen:

    http://www.orthopaedie.uni-hd.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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