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06.02.2008 13:06

Juristen im Kreuzverhör: Stifterverband prüft Vorschläge zur Reform der Juristenausbildung

Michael Sonnabend Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft

    Prominente Befürworter und Gegner eines Bachelorabschlusses für Juristen treffen am 13.2. in Bonn aufeinander - Hochrangige Stifterverbandskommission erarbeitet Reformempfehlungen für "traditionelles Verlegenheitsstudium der Unentschlossenen"

    Essen/Bonn, 6.2.2008. Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft debattiert am 13.2.2008 im Wissenschaftszentrum Bonn neue Wege der Juristenausbildung. Eine hochrangig besetzte Expertenkommission des Stifterverbandes prüft die unterschiedlichen Reformmodelle in einer öffentlichen Anhörung auf Herz und Nieren.

    NRW-Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter verteidigt ihren Vorstoß zu Gunsten der Einführung von Bachelor- und Masterabschlüssen im klassischen Jurastudium. Die baden-württembergische Spitzenjuristin Christine Jacobi vertritt den gemeinsamen Reformvorschlag der Justizminister Ulrich Goll (Baden-Württemberg) und Geert Mackenroth (Sachsen), das Staatsexamen durch den Masterabschluss zu ersetzen. Drei weitere Reformmodelle stehen zur Diskussion. "Die Stimmen für eine Ausweitung des Bologna-Prozesses auf die Juristenausbildung mehren sich, ein Konsens ist derzeit nicht in Sicht, aber wir wollen die Debatte versachlichen", sagt Stifterverbandsgeneralsekretär Andreas Schlüter. Eine hochrangige Kommission des Stifterverbandes erarbeitet bis zum Herbst Reformempfehlungen für die Juristenausbildung, ein - laut der Kommissionsvorsitzenden Barbara Dauner-Lieb -"traditionelles Verlegenheitsstudium der Unentschlossenen".

    Medienvertreter sind zur Tagung herzlich eingeladen:
    Mittwoch, 13. Februar 2008, 10.00 bis 16.00 Uhr
    Wissenschaftszentrum, Ahrstr. 45, 53175 Bonn

    Die Tagung bietet die seltene Gelegenheit, den maßgeblichen Akteuren im Streit um die Ausbildungsreform für Juristen auf den Zahn zu fühlen. Nach der Mittagspause stellen sich die Verteidiger der Reformmodelle zum Kreuzverhör.

    Programm

    ab 10.00 Uhr Anmeldung, Begrüßungskaffee

    10.30 Uhr Begrüßung
    Dr. Andreas Schlüter, Generalsekretär des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft, Essen

    Einführung
    Prof. Dr. Barbara Dauner-Lieb, Lehrstuhl für Bürgerliches Recht, Handels- und Gesellschaftsrecht, Arbeitsrecht und Europäische Privatrechtsentwicklung, Universität zu Köln

    11.00 Uhr Kurzpräsentationen der Bachelor-/Master-Modelle für die Juristenausbildung
    o Roswitha Müller-Piepenkötter, Justizministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
    o Das "Stuttgarter Modell" - Christine Jacobi, Leiterin des Landesjustizprüfungsamtes Baden-Württemberg, Stuttgart
    o Bologna für Juristen - Prof. em. Dr. Horst Konzen, Hattenheim-Eltville
    o Die Juristenausbildung nach dem 4-Stufen-Modell - Dr. Jens Jeep, Notar, Hamburg
    o Mannheimer Modell eines Bachelor-/Master-Studiengangs mit Staatsprüfungsoption - Prof. Dr. Carsten Schäfer, Sprecher der Abteilung Rechtswissenschaft, Fakultät für Rechtswissenschaft und Volkswirtschaftslehre, Universität Mannheim

    12.30 Uhr Mittagsimbiss

    13.30 Uhr Bachelor-/Mastermodelle im Kreuzverhör

    "Cross Examiners":
    o Rüdiger Frohn, Vorsitzender des Beirats der Stiftung Mercator, Essen
    o Prof. Dr. Peter Huber, Vorsitzender des Deutschen Juristen-Fakultätentages, Ludwig-Maximilians-Universität München
    o Brigitte Kamphausen, stellvertretende Vorsitzende des Deutschen Richterbundes, Duisburg
    o Dr. Sibylle Steiner, Vorsitzende der British German Jurists' Association, London
    o Flavio Trilló, Student der Rechtswissenschaft, Freie Universität Berlin

    15.45 Uhr Zusammenfassung
    Prof. Dr. Jutta Limbach, Präsidentin des Goethe-Instituts, München

    Ausblick
    Dr. Andreas Schlüter

    Moderation:
    Prof. Dr. Jutta Limbach

    16.00 Uhr Ende der Veranstaltung

    Rückfragen, Anmeldungen und Interviewwünsche:
    Frank Stäudner
    Telefon: 0201 / 8401 158
    E-Mail: frank.staeudner@stifterverband.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


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