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07.02.2008 08:52

Leopoldina-Präsidiumsmitglied Professor Dr. Herbert Gleiter wird Ehrendoktor der Universität Münster

Prof.Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina

    Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina gratuliert ihrem Präsidiumsmitglied Herbert Gleiter zur Verleihung der Ehrendoktorwürde durch den Fachbereich Physik der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Mit dieser Auszeichnung wird der Physiker für seine wegweisenden Ansätze zur Entwicklung von nanoskaligen Materialien und dadurch von völlig neuen Materialienklassen geehrt. In der Begründung heißt es weiterhin, Professor Gleiter hat mit seinen kreativen Arbeiten das hohe technologische Potential von Nanomaterialien demonstriert und weltweit zahlreiche Forschungsaktivitäten auf diesem Gebiet initiiert. Er hat die Nanowissenschaften maßgeblich mitgestaltet.

    Herbert Gleiter promovierte in Physik an der Universität Stuttgart. Danach ging er als Post-Doc an die Universität Göttingen, bevor er auf Professuren an der Universität Bochum, der Harvard University und am Massachusetts Institute of Technology (MIT) in den USA berufen wurde. 1973 wurde er Inhaber des Lehrstuhls für Materialwissenschaften an der Universität des Saarlandes. Als Gastprofessor forschte er am Technion in Israel, in den Bell Laboratories, Murray Hill, an der University of Wisconsin (beide USA), der Monash University und der University of New South Wales (beide Australien), der Tohoku University (Japan), und der Beijing University in China. 1994 wurde er in den Vorstand des Forschungszentrums Karlsruhe berufen und war dort zuständig für Grundlagenforschung und neue Technologien. 1998 wurde er zum Geschäftsführenden Direktor des neugegründeten Instituts für Nanotechnologie des Forschungszentrums Karlsruhe berufen. Für die Entdeckung nanokristalliner Materialien und seine bahnbrechenden Arbeiten dazu wurde Herbert Gleiter mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen und Ehrungen ausgezeichnet, u. a. erst kürzlich im Jahr 2007 mit der Gold-Medaille der Acta Materialia.

    Herbert Gleiter ist seit 1999 Mitglied der Leopoldina-Sektion Physik und seit März 2007 Mitglied des Präsidiums der Akademie. Er hat federführend für das Präsidium der Leopoldina die wissenschaftliche Vorbereitung des ersten gemeinsamen Symposiums der Leopoldina und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften im Juni 2007 in Peking, China, übernommen: Das Sino-German Joint Symposium on Nanotechnology fand im Rahmen der ChinaNANO 2007 International Conference statt und beinhaltete Vorträge zu Methoden der Erfassung von Nanostrukturen sowie zu neuen Entwicklungen und zur Bedeutung von Nanostrukturen in biologischen Systemen.

    Vergabe der Ehrendoktorwürde:
    Die akademische Feier anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde durch den Fachbereich Physik der WWU Münster an Prof. Dr. Herbert Gleiter findet am Donnerstag, 7. Februar 2008, um 16 Uhr in der Aula des Schlosses, Schlossplatz 2, 48149 Münster statt.

    Die Akademie Leopoldina
    Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (gegründet 1652 in Schweinfurt) mit Sitz in Halle an der Saale (seit 1878) ist eine überregionale Gelehrtengesellschaft mit gemeinnützigen Aufgaben und Zielen. Sie fördert inter- und transdisziplinäre Diskussionen durch öffentliche Symposien, Meetings, Vorträge, die Arbeit von Arbeitsgruppen, verbreitet wissenschaftliche Erkenntnisse, berät die Öffentlichkeit und politisch Verantwortliche durch Stellungnahmen zu gesellschaftlich relevanten Themen, fördert junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, und sie betreibt wissenschaftshistorische Forschung.
    Der Leopoldina gehören zurzeit etwa 1 300 Mitglieder in aller Welt an. Drei Viertel der Mitglieder kommen aus den Stammländern Deutschland, Schweiz und Österreich, ein Viertel aus 30 weiteren Ländern. Zu Mitgliedern werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen sowie aus den Kultur-, Technik-, empirischen Geistes-, Verhaltens- und Sozialwissenschaften gewählt, die sich durch bedeutende Leistungen ausgezeichnet haben. Unter den derzeit lebenden Nobelpreisträgern sind 32 Mitglieder der Leopoldina.


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Personalia
    Deutsch


     

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