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14.02.2008 11:36

Welchen Menschen braucht die Zukunft?

Dr. Armin Flender Pressestelle
Kulturwissenschaftliches Institut

    Im Rahmen des Projekts "Der Humanismus in der Epoche der Globalisierung. Ein interkultureller Dialog über Kultur, Menschheit und Werte" findet am 18. Februar 2008, 18.15 Uhr, ein Werkstattgespräch im Kulturwissenschaftlichen Institut statt. Als Gast wird Prof. Dr. Horst-Eberhard Richter über das Thema "Welchen Menschen braucht die Zukunft?" sprechen.

    Horst-Eberhard Richter ist einer der namhaftesten Psychoanalytiker Deutschlands. Er war von 1962 bis zu seiner Emeritierung im Jahre 1992 Direktor der Psychosomatischen Universitätsklinik in Gießen und anschließend bis 2002 Direktor des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt am Main. Er ist Mitbegründer der Deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW). Einem breiten Publikum ist Richter durch seine Werke "Der Gotteskomplex" (1979), "Die Chance des Gewissens" (1986), "Bedenken gegen Anpassung - Psychoanalyse und Politik" (1995) und "Die Krise der Männlichkeit in der unerwachsenen Gesellschaft" (2006) bekannt geworden. Vor allem mit seinen Arbeiten zur psychoanalytischen Familienforschung und Familientherapie leistete Horst-Eberhard Richter wissenschaftliche Pionierarbeit, für die er weit über den deutschen Sprachraum hinaus große Anerkennung fand. International ausstrahlende Wirkung erzielte er durch seine wissenschaftlich fundierten Analysen, in denen er psychologische und philosophisch-theologische Aspekte miteinander verbindet. Seine Bücher wurden in 12 Sprachen übersetzt.
    Für Richter sind Kriege keine Naturereignisse und keine der menschlichen Existenz inhärente Konstante. Er bestreitet die Behauptung, der Mensch sei von Natur aus aggressiv und argumentiert, dass der Mensch in der Lage sei, seine aggressiven Impulse in sozial unschädliche Bahnen zu lenken.
    Im Rahmen des Werkstattgesprächs wird Horst-Eberhard Richter vor dem Hintergrund seiner Überlegungen und Erfahrungen in der friedens- und globalisierungskritischen Bewegung über einen zukunftsfähigen Humanismus sprechen.

    Das Werkstattgespräch ist Teil einer Reihe von öffentlichen Veranstaltungen, die im Rahmen des Projekts "Der Humanismus in der Epoche der Globalisierung. Ein interkultureller Dialog über Menschheit, Kultur und Werte" (http://www.kwi-humanismus.de) am KWI stattfinden. Zu den Werkstattgesprächen des Projekts werden bedeutende Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und den Medien eingeladen, um die zentralen Probleme eines zukunftsfähigen Humanismus zu diskutieren. Ziel des von der Stiftung Mercator geförderten Projekts ist es, ein Verständnis vom Menschen zu entwickeln, das alle Kulturen übergreift und sie zugleich in ihrer Eigenart und Vielfalt zur Geltung kommen lässt. Hierbei gilt es, Potenziale für einen neuen Humanismus in verschiedenen kulturellen Kontexten auszuloten und so der besonderen Fähigkeit der Kulturwissenschaften, die im Zeitalter der Globalisierung in ihrer Orientierungsfunktion liegt, gerecht zu werden.

    Die Veranstaltung ist öffentlich. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kwi-nrw.de oder unter der Telefonnummer 0201/7204-213.


    Weitere Informationen:

    http://www.kwi-nrw.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Philosophie / Ethik, Psychologie, Religion
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft
    Deutsch


     

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