Bei einer Auftaktveranstaltung an der Universität Konstanz wurde gestern der Grundstein für ein Netzwerk zur Förderung dualer Karrieren gelegt. Sieben deutsche und Schweizer Hochschulen kooperieren ab sofort grenzüberschreitend als Projekt des Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg und der Internationalen Bodensee-Hochschule (IBH) miteinander. Ziel ist, neu ankommende Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen und ihre Familien in die Region zu integrieren, um ihnen eine langfristige Perspektive zu geben.
"Wir erwarten, dass mit hervorragenden Wissenschaftlern auch ihre hoch qualifizierten Partner in die Region kommen", so Julika Funk, Projektkoordinatorin an der Universität Konstanz. Hauptbestandteil des Projekts ist die Einrichtung von Servicestellen an den Hochschulen. Dort sollen Angehörige beraten werden, die ihre eigene berufliche Karriere am neuen Wohnort weiterverfolgen. Bislang musste meist einer von beiden berufliche Zugeständnisse machen oder die Neuanstellung führte zu einer Pendelbeziehung. "Diese Unterstützung ist nicht nur ein Gewinn für den Einzelnen, sondern auch für die Hochschulen und andere Arbeitgeber der Region", äußerte Prof. Dr. Dr. h.c. Gerhart von Graevenitz, Rektor der Universität Konstanz und Vorsitzender der IBH.
An der grenzüberschreitenden Kooperation beteiligen sich drei Universitäten (Konstanz, Tübingen und Zürich) und vier Hochschulen (HTWG Konstanz, Hochschule Ravensburg-Weingarten, Pädagogische Hochschule Weingarten, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften).
Die Hochschulen versprechen sich auch einen Effekt für ihre Gleichstellungsarbeit: "Sogar die gut ausgebildeten Frauen verzichten nach wie vor in der Familiengründungsphase auf eine Karriere in der Wissenschaft oder in anderen akademischen Berufen", so Marion Woelki, die als Leiterin des Gleichstellungsreferats der Universität Konstanz dem Projekt vorsteht.
Klaus Tappeser, Ministerialdirektor im Wissenschaftsministerium sagte: "80 Prozent aller Wissenschaftlerinnen haben einen Partner, der auch in der Wissenschaft tätig ist. Die Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Karriere ist eine der Hauptsäulen unserer Gleichstellungspolitik. In Konstanz startet ein Pilotprojekt mit dem Ziel, in den nächsten Jahren ein landesweites Doppel-Karriereprogramm zu entwickeln. Damit wollen wir die Hochschulen dazu motivieren, gezielt Wissenschaftlerpaare zu berufen. Aus diesem Grund unterstützt das Wissenschaftsministerium das Projekt mit insgesamt rund 400 000 Euro über einen Zeitraum von drei Jahren."
http://www.bodenseehochschule.org - Internationale Bodensee-Hochschule
http://www.uni-konstanz.de/dcc - Projektwebseite Dual Career Couples
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftspolitik
Deutsch

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