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22.02.2008 11:02

Bundesverdienstkreuz für Honorarprofessor der JLU

Meike Mossig Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Justus-Liebig-Universität Gießen

    Prof. Dr. Rudolf Grulich vom Institut für Katholische Theologie erhält Auszeichnung am Dienstag, 26. Februar 2008, in Königstein im Taunus

    Für seine besonderen Verdienste wurde dem Honorarprofessor für Kirchengeschichte vom Institut für Katholische Theologie der Justus-Liebig-Universität Gießen, Prof. Dr. Rudolf Grulich, das Bundesverdienstkreuz verliehen.
    Die Auszeichnung überreicht ihm der Landrat des Hochtaunuskreises, Urich Krebs, am Dienstag, 26. Februar 2008, 18 Uhr, im Rathaus der Stadt Königstein, Magist-ratssaal, Burgweg 5, 61462 Königstein im Taunus.

    Prof. Grulich hat sich als Kirchenhistoriker in vielfältiger Weise engagiert. Sein Ein-satz für die Kirchen in Osteuropa, aber auch sein Eintreten für Völkerverständigung in Ost und West soll durch die Verleihung des Bundesverdienstkreuzes gewürdigt werden.

    Geboren wurde Prof. Rudolf Grulich am 16. April 1944 in Runarz in der Sprachinsel Deutsch-Brodek in Mähren und im September 1946 mit seiner Mutter nach Ober-franken vertrieben. Der Vater war damals noch in französischer Kriegsgefangen-schaft. Nach dem Besuch der Volksschule in Creussen und des Gymnasiums in Bayreuth studierte er Katholische Theologie und slawische Sprachen in Königstein, Agram (Kroatien) und Augsburg. Er arbeitete an der Akakademie für Politik und Zeitgeschehen der Hanns-Seidel-Stiftung in München und als Wissenschaftlicher Assistent an den Theologischen Fakultäten in Bochum und Regensburg, später als Leiter der Informationsabteilung des Hilfswerkes Kirche in Not/Ostpriesterhilfe und des Institutum Baltikum in Königstein. Die Promotion erfolgte 1976, die Habilitation im Jahre 1980. Seit 1988 ist Prof. Grulich Wissenschaftlicher Direktor des Institutes für Kirchengeschichte von Böhmen-Mähren-Schlesien in Königstein, das im Januar 2007 nach Nidda umgezogen ist. Seit 1990 lehrt er als Honorarprofessor für Kir-chengeschichte an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Zudem berät er seit 2006 den deutschen Zweig des weltweiten katholischen Hilfswerks Kirche in Not in Tür-keifragen.

    Der 63-jährige Wissenschaftler hat bisher über ein Dutzend Bücher verfasst und ebenso viele herausgegeben sowie Hunderte von Artikeln und Beiträgen publiziert. Seine Schwerpunkte sind die Geschichte und Kultur der böhmischen Länder, die Kirchen im Osten sowie Volksgruppen und Minderheiten in Europa.

    1977 gründete Prof. Grulich auf der Bildungsstätte Heiligenhof in Bad Kissingen den Arbeitskreis für Volksgruppen- und Minderheitenfragen. Im selben Jahr wurde er Mitglied im Gründungskuratorium des INTEREG - Internationales Institut für Natio-nalitätenrecht und Regionalismus in München. Er ist Mitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Schönen Künste in München, der Sudetendeut-schen Rates und des Bundesvorstandes der Sudetendeutschen Landsmannschaft sowie der Arbeitsgruppe Vertriebenenseelsorge der Deutschen Bischofskonferenz.

    1990 erhielt Prof. Grulich den Wissenschaftspreis der Sudetendeutschen Landsmannschaft, 1996 zwei hohe kroatische Orden und 2004 den Schönhengster Kul-turpreis. Seit 2005 ist er mitverantwortlich für ein Projekt der Prager Karlsuniversität Kirche und Nationalismus im 19. und 20. Jahrhundert in den böhmischen Ländern. Seit Jahren führt er Studienreisen durch die östlichen Länder durch.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Philosophie / Ethik, Religion
    überregional
    Personalia
    Deutsch


    Prof. Rudolf Grulich (Bild: "Kirche in Not"


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