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22.02.2008 11:07

Interdisziplinäres Doktorandenkolloquium in der Villa Vigoni | 27. Februar-2. März 2008

Dr. Sybille Wüstemann Geschäftsstelle
Gerda Henkel Stiftung

    Mediale Kommunikation und Raum in der Vormoderne

    Die Villa Vigoni am Comer See befindet sich seit 1986 im Besitz der Bundesrepublik Deutschland, die hier gemeinsam mit der Republik Italien ein deutsch-italienisches Kulturzentrum unterhält. Dessen Hauptaufgabe besteht in der Konzeption und Vermittlung des wissenschaftlichen und politischen Gesprächs zwischen den europäischen Partnern. Seit einigen Jahren hat die Villa Vigoni - auch dank der Unterstützung der Gerda Henkel Stiftung - die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses verstärkt. Von Mittwoch, dem 27. Februar, bis Sonntag, dem 2. März 2008, widmet sich ein interdisziplinäres Doktorandenkolloquium dem Thema "Mediale Kommunikation und Raum in der Vormoderne". Nach einer öffentlichen Ausschreibung diskutieren zwanzig ausgewählte Doktoranden und Postdoktoranden unter der Leitung von Prof. Dr. Tonio Hölscher, Prof. Dr. Lieselotte E. Saurma (beide Heidelberg) und Prof. Dr. Klaus Krüger (Berlin) ihre Forschungsprojekte.

    Seit den späten 1980er Jahren ist mit dem so genannten "spatial turn" der Raum zu einer Schlüsselkategorie der Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften avanciert - selbst in Deutschland, wo die Raumforschung wegen des völkisch-ideologischen Missbrauchs während der NS-Zeit ursprünglich tabu war. Im Zentrum wissenschaftlichen Interesses steht heute vor allem die soziale Bedeutung von Raum: Räume dienen dem sozialen, politischen und kulturellen Austausch, sie ermöglichen und strukturieren soziale Praxis. Dass die heutigen, modernen Kommunikationstechnologien weite Distanzen überwinden und damit Räume "verkleinern", ist jedem bewusst. Aber wie erlebten Menschen in der Vormoderne den Zusammenhang von Kommunikation und Raum? Wie wurden vor der technologischen Revolution Medien - Texte, Bilder, Töne und Körper - eingesetzt, um Menschen als soziale Gruppen zu organisieren und zu inszenieren? Wie wurden zu diesem Zweck Räume gestaltet und auch wieder zerstört, wenn ihre symbolische Bedeutung ausgedient hatte?

    Diese Fragen im fächerübergreifenden Austausch zu erörtern und zu einem vertieften Verständnis des Verhältnisses von Raum, Medium und sozialer Praxis beizutragen, ist Ziel des Kolloquiums. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Heidelberger Graduiertenkolleg "Das Konzert der Medien in der Vormoderne" statt.

    Wissenschaftliche Betreuung:
    Prof. Dr. Tonio Hölscher, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Zentrum für Altertumswissenschaften, Institut für Klassische Archäologie
    Prof. Dr. Klaus Krüger, Freie Universität Berlin, Kunsthistorisches Institut
    Prof. Dr. Lieselotte E. Saurma, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Kunsthistorisches Institut, Europäische Abteilung

    Referenten:
    Dr. Stephan Günzel, Universität Potsdam, Institut für Künste und Medien
    Prof. Dr. Friedrich Vollhardt, Ludwig-Maximilians-Universität München, Institut für Deutsche Philologie

    Veranstaltungsort:
    Deutsch-Italienisches Zentrum Villa Vigoni
    Via Giulio Vigoni, 1
    22017 Loveno di Menaggio
    Italien

    Kontakt:
    Dr. Christiane Liermann, Research Executive
    Tel.: 0039 0344 361 237
    E-Mail: cliermann@villavigoni.de

    Kontakt Pressestelle der Gerda Henkel Stiftung:
    Dr. Sybille Wüstemann
    Telefon: 0211-93 65 24 0
    E-Mail: wuestemann@gerda-henkel-stiftung.de


    Weitere Informationen:

    http://www.villavigoni.it
    http://www.gerda-henkel-stiftung.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Philosophie / Ethik, Politik, Recht, Religion, Sprache / Literatur
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


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