idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
25.02.2008 17:20

Verkehrsunfallrisiko ist prognostizierbar - ARC science news

Mag. Michael Hlava Corporate Communications
Austrian Research Centers

    Österreichische Forscher haben eine innovative Verkehrssicherheitssoftware entwickelt, welche die Unfallzahlen in Zukunft deutlich verringern kann. Mit einem Spezialfahrzeug wurden alle österreichischen Straßen befahren, um Informationen über ihren Oberflächen-Zustand zu erhalten. Daten über die Griffigkeit, Spurrinnentiefe und Kurvenradien wurden erfasst und gespeichert, um eine virtuelle Karte des Straßennetzes zu erstellen. Durch das neu entwickelte Computerprogramm MARVin können diese Informationen nun mit der österreichischen Unfalldatenbank verknüpft werden. Die "Hot Spots" auf Österreichs Straßen werden damit schnell und verlässlich sichtbar. Der Verkehrsplanung steht nun ein einzigartiges Instrument zur Verfügung, um Österreichs Straßen in Zukunft wesentlich sicherer zu machen.

    Fast 40.000 Verkehrsunfälle pro Jahr, viele sind vermeidbar

    Jedes Jahr ereignen sich auf Österreichs Straßen rund 40.000 Verkehrsunfälle mit Personenschaden. Alkohol am Steuer, zu schnelles Fahren oder Müdigkeit erhöhen das Unfallrisiko. Aber nicht nur das Fehlverhalten des Fahrers, sondern auch die Beschaffenheit der Straße kann schuld an einem Unfall sein. Derartige Zusammenhänge liegen zwar oft auf der Hand, wurden aber bisher nicht systematisch erforscht. Forscher von arsenal research, einem Unternehmen der Austrian Research Centers, haben sich dieser Aufgabenstellung nun angenommen und ein Modell zur Abschätzung des Risikopotenzials von Verkehrsinfrastruktur erarbeitet. Dieses verbindet die Daten der Straßengegebenheiten mit den Unfalldaten und macht das Risikopotential von Straßen deutlich sichtbar. Dazu werden die Straßengegebenheiten bei Unfallstellen genau untersucht und Risikofaktoren im Bereich der Infrastruktur identifiziert. Aus den Prognosen lassen sich Präventivmaßnahmen ableiten und auch auf andere, ähnliche Straßenabschnitte übertragen.

    Anwendung von MARVin in Prävention und Ursachenforschung

    Die Verkehrssicherheitssoftware von arsenal research bietet eine Reihe innovativer Anwendungsmöglichkeiten für Verkehrsplaner. Bekannte Unfallstellen können nun genau analysiert werden, um die Risikofaktoren zu identifizieren und auszuschalten. Die geplanten Verbesserungsmaßnahmen können dann am Computermodell auf ihre Wirksamkeit geprüft werden. Aber auch im Neubau von Trassen kann die Technologie sinnvoll genutzt werden. MARVin vergleicht geplante Strecken mit dem vorhandenen Streckennetz und kann so das Unfallrisiko bereits in der Planungsphase objektiv beurteilen. Riskante Streckenplanungen können damit effektiv vermindert werden, das spart Kosten und rettet Menschenleben.

    Mag. Michael H. Hlava
    Austrian Research Centers GmbH - ARC
    Leiter Corporate Communications
    phone +43 (0)50550-2046
    mobile +43 (0)664 620 77 66
    mailto:michael.hlava@arcs.ac.at

    Veronika Handel, MSc.
    arsenal research
    Leiterin Marketing & Kommunikation
    phone +43 (0) 50 550- 6287
    mobile +43 (0)664 620 78 51
    mailto:veronika.handel@arsenal.ac.at


    Bilder

    Oft entscheidet der Straßenzustand über das Unfallrisiko. Auf der Abbildung sehen sie die "Korrelation Straßenparameter (Schattierung) und Unfälle (Kreise)."
    Oft entscheidet der Straßenzustand über das Unfallrisiko. Auf der Abbildung sehen sie die "Korrelati ...
    Quelle: arsenal research


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Informationstechnik, Verkehr / Transport
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Oft entscheidet der Straßenzustand über das Unfallrisiko. Auf der Abbildung sehen sie die "Korrelation Straßenparameter (Schattierung) und Unfälle (Kreise)."


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).