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03.03.2008 14:14

Interkultureller "come-IN"-Computerclub in Siegen

Kordula Lindner-Jarchow M.A. Presse- und Informationsstelle
Universität Siegen

    Durch gemeinsames Lernen am Computer die Integration türkisch-stämmiger und deutscher Familien zu befördern, mit dieser Themenstellung ist an einer Schule in der Bonner Altstadt 2004 eine Internet- und Computer-Begegnungsstätte mit dem Namen "come_IN" gegründet worden. Von Anfang an war dabei geplant, ähnliche Einrichtungen auch in an-deren Städten aufzubauen, seit 2006 gibt es an der Obenstruthschule in Siegen einen weiteren "come_IN"-Club.

    Dass die Wahl für einen zweiten Standort auf Siegen fiel, ist nicht weiter überraschend, liegt die wissenschaftliche Begleitung des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes doch bei Prof. Dr. Volker und seinem Team von der Fachgruppe Wirtschaftsinformatik der Universität Siegen.
    Die "come_IN"-Clubs folgen einem interkulturellen Ansatz und sind deshalb jeweils an Schulen eingerichtet worden, die einen hohen Anteil an Schülern mit Migrationshintergrund aufweisen. Die Angebote für Schüler und Eltern gehen über das klassische Modell von Computerclubs weit hinaus. Gemeinsame Projektarbeiten mithilfe moderner Medien sollen helfen, sprachliche und kulturelle Differenzen zu überbrücken und den Teilnehmern Wege zur Identitätsbildung zu weisen. Oberste Priorität hat dabei, die Beteiligten bei ihren Interessen "zu packen". So erst entsteht die Motivation, Computerkompetenzen zu erlangen, die wichtig für die Zukunft der Kinder, aber auch deren Eltern sind.
    Aus der projektbezogenen Zusammenarbeit von Kindern und Eltern ergeben sich auch neue Formen, die nicht nur die Grenzen zwischen den Generationen und Kulturen überschreiten, sondern auch die traditionelle Rollenverteilung zwischen Lehrenden und Lernenden umkehren oder gar aufheben.
    Gemeinsame Projekte und Aktivitäten können darüber hinaus ein neues Bewusstsein für das Stadtviertel und die Art und Weise, wie man dort miteinander lebt, schaffen. So soll "come_IN" zur Keimzelle eines Dialogs zwischen den Generationen und Kulturen, unterstützt durch moderne Medien, werden. Bei den wöchentlichen Sitzungen werden die Teilnehmer von Lehrern, Tutoren und den Wissenschaftlern der Universität Siegen betreut. Prof. Dr. Volker Wulf und seine Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Neue Medien werden dabei von dem Grundschulpädagogen Prof. Dr. Hans Brügelmann unterstützt. Aufbauend auf den Erfahrungen mit den Clubs in Bonn und Siegen wollen die Wissenschaftler mit dem Transfer in andere Schulen fortfahren, um so zu einem Netzwerk zu gelangen, in welchem die einzelnen "come_IN"-Clubs miteinander agieren können.
    An der Obenstruthschule ist am Schaltjahrstag 2008 ein neuer Raum für den "come_IN"-Club im Rahmen einer Feierstunde mit Grußworten von Siegens Bürgermeister Steffen Mues, Dr. Gisela Steffens, Referatsleiterin im BMBF und Prorektor Dr. Christian Uebing von der Universität Siegen eröffnet worden. Christine Henze-Afrahi, die Schulleiterin der Obenstruthschule und Prof. Wulf erläuterten den Gästen das Konzept des interkulturellen Computerclubs und die Teilnehmer, Kinder, Eltern und Tutoren gaben Einblicke in die praktische Arbeit.


    Weitere Informationen:

    http://come-in.wineme.fb5.uni-siegen.de/


    Bilder



    Quelle: Pressestelle Universität Siegen



    Quelle: Pressestelle Universität Siegen


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Pädagogik / Bildung
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


     


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