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06.03.2008 11:00

Martin-Luther-Universität kooperiert mit Keio-Universität Tokio

Dipl.-Journ. Carsten Heckmann Öffentlichkeitsarbeit
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

    Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) hat einen Kooperationsvertrag mit der Keio-Universität Tokio geschlossen, einer großen japanischen Privatuniversität. Es handelt sich um die 44. Partnerschaft der MLU mit einer ausländischen Hochschule. Sie wird von der Haniel-Stiftung mit 225.000 Euro unterstützt.

    "Die Keio-Universität ist ohne Zweifel ein sehr attraktiver Partner für uns", erklärte MLU-Rektor Prof. Dr. Wulf Diepenbrock anlässlich der Vorstellung der Kooperation. "Die bestehende Zusammenarbeit erreicht nun eine neue Qualität. Profitieren können davon neben dem Institut für Politikwissenschaft und Japanologie auch viele weitere Bereiche der Martin-Luther-Universität. Neue Möglichkeiten ergeben sich zum Beispiel für die Wirtschaftswissenschaften."

    Eingefädelt hat den Kooperationsvertrag der hallesche Japanologie-Professor Christian Oberländer. "Wir machen mit japanischen Kollegen aus drei Fakultäten - Policy Management, Environmental Information und Nursing & Medical Care - seit drei Jahren gemeinsame Lehrveranstaltungen, und zwar online, per Videokonferenz", sagte Oberländer. "Nun wollen wir den Austausch von Studierenden und Lehrkräften vorantreiben." Darüber hinaus sind gemeinsame wissenschaftliche Tagungen und Forschungsprojekte geplant, darunter eines zum Thema nationale Feindbilder. Kulturelle Veranstaltungen sollen die Partnerschaft unterstreichen.

    Bis zu sechs hallesche Japanologie-Studierende werden noch 2008 zu einem Studienaufenthalt an die Keio-Universität aufbrechen. "Der Kooperationsvertrag garantiert, dass unsere Studierenden in Japan keine Studiengebühren zahlen müssen", führte Professor Oberländer aus. "Regulär kostet ein Studium an der japanischen Privathochschule rund 7000 Euro pro Jahr."

    Die Partnerschaft zwischen der Martin-Luther- und der Keio-Universität wird von der Duisburger Haniel-Stiftung mit 225.000 Euro unterstützt. Sie wurde 1988 als gemeinnützige Stiftung des privaten Rechts von der Franz Haniel & Cie. GmbH gegründet. Das Stifterunternehmen ist seit mehr als 250 Jahren im Besitz der Familie Haniel, eine der großen Gründerfamilien im Ruhrgebiet. Zu den Zielen der Stiftung zählt die Förderung der Aus- und Weiterbildung von Führungsnachwuchs in Deutschland und auf internationaler Ebene.

    Die Keio-Universität in Tokio wird in diesem Jahr 150 Jahre alt. Sie zählt derzeit 28.000 Studierende. Einer ihrer bekanntesten Absolventen ist der ehemalige japanische Ministerpräsident Junichiro Koizumi.

    Die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg kooperiert mit drei weiteren Partneruniversitäten in Japan: der Senshu-Universität Kawasaki, der Sophia-Universität Tokio und der Waseda-Universität Tokio. An der MLU gibt es fast 200 Japanologie-Studierende.

    Ansprechpartner:
    Prof. Dr. Christian Oberländer
    Tel.: 0345 55 24337
    E-Mail: christian.oberlaender@japanologie.uni-halle.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Organisatorisches, Studium und Lehre
    Deutsch


     

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