3D-Visualisierungen und 3D-Modelle werden immer populärer und gewinnen auch im fachwissenschaftlichen Umfeld zunehmend an Bedeutung. Geologen der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) nutzen diese Möglichkeiten seit langem, um ihre Themen und Anwendungsfelder bekannt zu machen. Im internationalen Jahr "Planet Erde" präsentieren sie nun die Internetplattform http://www.3d-geology.de und wollen sie mit weiteren Forschungseinrichtungen gezielt thematisch ausbauen.
Die Präsentationen auf der neuen Plattform richten sich sowohl an Fachleute als auch die interessierte Öffentlichkeit, zum Beispiel Schüler und Studierende. "Die sich schnell entwickelnden Methoden der 3D-Modellierung und die Visualisierung von Modell-Prognosen ist eine Herausforderung für den Fachmann, bietet aber gleichzeitig auch dem interessierten Laien neuartige Einblicke in eine bisher verborgene Umwelt", erklärt Prof. Dr. Peter Wycisk, Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät III der MLU.
"Vor der Hacke ist es dunkel...", sagen die Geologen und Bergleute. Dieser Satz gilt künftig nicht mehr, denn regionale geologische 3D-Modelle schaffen einen gläsernen Untergrund und beantworten die Frage: "Wie sieht es unter unseren Füssen aus?" Einen ersten Eindruck über die unterschiedlichen Möglichkeiten komplexer 3D-Modellierungen und ihren Einsatz geben Projektbeispiele der MLU-Fachgruppe Hydro- und Umweltgeologie, die Professor Wycisk leitet. Dabei stehen neben allgemeinverständlichen Erläuterungstexten auch Bildbeispiele und Animationen im Download-Bereich zur Verfügung. Besondere Beachtung finden erste Anwendungen von Modellen als 3D-PDF-Dokumente und weitere interaktive Präsentationen im Geo-Bereich. Eine ungewöhnliche Darstellung von Untergrundstrukturen konnte mittels Laser-Gravur-Technologie als 3D-geologisches Raummodell in einem Glaskristallwürfel erzeugt werden.
Schulen und Bildungseinrichtungen wird in diesem Zusammenhang ein interaktives "Subsurface-Viewer-System" mit der Geologie des gesamten Stadtgebietes der Stadt Halle (Saale) zur Verfügung gestellt. Dieses Betrachtungssystem ist in der Lage, vertikale und horizontale virtuelle Schnitte sowie auch Bohrungen an beliebigen Stellen in "Echtzeit" zu erzeugen. Gleichzeitig können 3D-Ansichten einzelner geologischer Schichten in hoher Auflösung dargestellt werden. "Die neuartigen Darstellungsmöglichkeiten können bei Fragen des Grundwasser- und Umweltschutzes, der Geotechnik und der Stadtplanung eingesetzt werden und ermöglichen gleichzeitig eine Verbindung zu kulturhistorischen und touristischen Erlebnissen", erläutert Peter Wycisk.
"Mit den auf http://www.3d-geology.de präsentierten wissenschaftlichen 3D-Modellen werden neue Wege in Richtung virtuelle und erweiterte Realität möglich, die künftig in unseren Städten faszinierende Möglichkeiten der Umweltwahrnehmung eröffnen und modellierbasierte Analyse- und Prognosesysteme im Sinne eines innovativen Vorstoßes in die Unterwelt in Aussicht stellen", so Wycisk. "Damit schafft diese virtuelle Realität neue Möglichkeiten im internationalen Jahr 'Planet Erde'".
Ansprechpartner:
Prof. Dr. Peter Wycisk
Fachgruppe Hydro- und Umweltgeologie
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Tel.: 0345 55 26134
E-Mail: peter.wycisk@geo.uni-halle.de
3D-Raummodelle (Beispiel Bitterfeld) erlauben die integrierte Darstellung der Erdoberfläche mit dem ...
Quelle: Abbildung: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Geologisches 3D-Modell des Stadtgebiet Halle (Saale) mit virtuellen Schnitten und in unterschiedlich ...
Quelle: Abbildung: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Geowissenschaften
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Publikationen
Deutsch

3D-Raummodelle (Beispiel Bitterfeld) erlauben die integrierte Darstellung der Erdoberfläche mit dem ...
Quelle: Abbildung: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Geologisches 3D-Modell des Stadtgebiet Halle (Saale) mit virtuellen Schnitten und in unterschiedlich ...
Quelle: Abbildung: Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
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