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07.03.2008 09:40

Leopoldina-Meeting "Analogien in Naturwissenschaft, Medizin und Technik", Stuttgart, 17.-20.3.2008

Prof.Dr. Jutta Schnitzer-Ungefug Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina

    Michael Faraday und James Clark Maxwell suchten im 19. Jahrhundert erfolgreich nach Analogien zwischen Magnetismus und Elektrizität. Analogien machen auch die Lehre der Naturwissenschaften kürzer und klarer, und ihre Verwendung zählt bis heute zu den interessantesten Strukturaspekten der Naturforschung, gleichermaßen aktuell für aktive Naturwissenschaftler, Wissenschafts-, Medizin­ und Kulturhistoriker, Wissenschaftstheoretiker und Kognitionswissenschaftler. Für einen disziplinenübergreifenden Dialog führt die Tagung "Analogien in Naturwissenschaft, Medizin und Technik" alle diese Gebiete zusammen. Sie wird gemeinsam von der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina und der Abteilung für Geschichte der Naturwissenschaften und Technik der Universität Stuttgart ausgerichtet und findet vom 17. bis 20. März 2008 in Stuttgart statt.

    Mitglieder der Leopoldina-Sektionen Wissenschafts- und Medizingeschichte, Wissenschaftstheorie und mehrerer naturwissenschaftlichen Sektionen sowie weitere Experten aus Deutschland, der Schweiz und Frankreich werden Fallstudien aus ihren Arbeitsbereichen vorstellen; darunter finden sich mit Bionik, einer Denk- und Vorgehensweise, die Technik, Mensch und Umwelt stärker zusammenbringt (Werner Nachtigall, Saarbrücken), und Synergetik, der "Lehre vom Zusammenwirken" (Hermann Haken ML, Stuttgart), auch Beispiele aus der rezenten Forschung. Unter den historischen Fallbeispielen werden Johannes Kepler, James Clerk Maxwell und Niels Bohr analysiert. Daneben werden auch einige weniger bekannte Fälle diskutiert, bei denen Analogiebildung mitunter in die Irre geführt hat, damit auch die Schattenseiten heuristischer Analogien nicht zu kurz kommen. Von Wissenschaftstheoretikern und Technikphilosophen (etwa Helmut Pulte, Bochum, Gerhard Vollmer ML, Braunschweig, oder Christoph Hubig, Stuttgart) werden allgemeinere Modelle von Analogien (z. B. als "structure mapping" im Sinne der US-amerikanischen Psychologin Dedre Gentner) vorgestellt. Abschließend werden am Beispiel der Mathematik auch eine breitere kulturhistorische Einbettung und der Vergleich zu außereuropäischen Kulturen (Altes China) erfolgen.

    Organisator des Symposiums ist Klaus Hentschel ML, Stuttgart. Die Tagung wendet sich an Naturwissenschaftler und Mediziner sowie an die interessierte Öffentlichkeit.

    Anmeldungen
    Prof. Dr. Klaus Hentschel
    Universität Stuttgart
    Historisches Institut, Abt. für Geschichte der Naturwissenschaften und Technik
    Heilbronner Str. 7, 70174 Stuttgart
    Tel.: 0711/685-82312, Fax: 0711/685-82767
    E-Mail: sekretariat.gnt@po.hi.uni-stuttgart.de

    Veranstaltungsort
    Internationales Begegnungszentrum der Universität Stuttgart "Eulenhof"
    Robert-Leicht-Straße 161
    70569 Stuttgart
    Tel.: 0711/685-66698, Fax: 0711/6772515

    Internet
    http://www.uni-stuttgart.de/hi/gnt/hentschel/analogientagung.html und
    http://www.leopoldina-halle.de/cms/de/veranstaltungen/veranstaltungsdetails/article/32/leopoldina-m.html

    Die Tagung wird großzügig unterstützt durch die Gerda-Henkel-Stiftung, Düsseldorf.

    Zur Akademie Leopoldina
    Die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina (gegründet 1652 in Schweinfurt) mit Sitz in Halle an der Saale (seit 1878) ist eine überregionale Gelehrtengesellschaft mit gemeinnützigen Aufgaben und Zielen. Sie fördert inter- und transdisziplinäre Diskussionen durch öffentliche Symposien, Meetings, Vorträge, die Arbeit von Arbeitsgruppen, verbreitet wissenschaftliche Erkenntnisse, berät die Öffentlichkeit und politisch Verantwortliche durch Stellungnahmen zu gesellschaftlich relevanten Themen, fördert junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, und sie betreibt wissenschaftshistorische Forschung.
    Der Leopoldina gehören zurzeit etwa 1 300 Mitglieder in aller Welt an. Drei Viertel der Mitglieder kommen aus den Stammländern Deutschland, Schweiz und Österreich, ein Viertel aus 30 weiteren Ländern. Zu Mitgliedern werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus naturwissenschaftlichen und medizinischen Disziplinen sowie aus den Kultur-, Technik-, empirischen Geistes-, Verhaltens- und Sozialwissenschaften gewählt, die sich durch bedeutende Leistungen ausgezeichnet haben. Unter den derzeit lebenden Nobelpreisträgern sind 32 Mitglieder der Leopoldina.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie, Elektrotechnik, Energie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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