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07.03.2008 15:02

Neuer Master in Luxemburg: Bio studieren mit 1500 Stunden Praxis inklusive

Britta Schlüter Campus Limpertsberg
Universität Luxemburg - Université du Luxembourg

    Seit der vollständigen Entschlüsselung des menschlichen Genoms - der Gesamtheit der 20000 menschlichen Gene - haben sich die Biowissenschaften drastisch gewandelt. Neue Technologien helfen, komplette biologische Systeme, wie zum Beispiel den menschlichen Körper, auf der Basis seiner Moleküle zu verstehen. Diese Technologien zu vermitteln, ist das Ziel eines neuen Masterstudiengangs an der Universität Luxemburg. "Master in Integrated Systems Biology" heißt der rein englischsprachige Studiengang, der im September 2008 startet. Am Tag der offenen Tür der Universität am 12. April 2008 wird der Master in Integrated Systems Biology um 11 Uhr auf Campus Limpertsberg vorgestellt.

    Das Lehrprogramm berücksichtigt die neuesten Erkenntnisse der Biowissenschaften: "Die Studenten sollen biowissenschaftliche Probleme, vor allem altersbedingte Erkrankungen wie Krebs, Typ-2-Diabetes oder Alzheimer auf der Basis Tausender von Genen, Proteinen und Metaboliten verstehen lernen", so Studiendirektor Prof. Dr. Carsten Carlberg. Mit Kursen in Bioinformatik, Molekular-, Zell- und Systembiologie wolle der Master auf die "Herausforderungen der Biowissenschaften des 21. Jahrhunderts" vorbereiten.

    Was theoretisch klingt, enthält im Studienalltag sehr viel Praxis: In den vier Semestern stehen fast 1500 Stunden in Nasslaboren und Computerräumen auf dem Programm. Dabei werden menschliche Zellkulturen als Modelle verwendet, die Daten liefern, um letztendlich eine Zelle im Computermodell zu darzustellen. Das dient dazu, die dem Leben zugrunde liegenden Prozesse und auch Krankheiten zu verstehen. Außerdem werden sich die Studierenden an den Forschungsprojekten der angegliederten "Life Sciences Research Unit" beteiligen.

    Zugute kommt den Studierenden auch die persönliche Betreuung an der kleinen Hochschule: Ein Team aus sechs Professoren und fünf Assistenten kümmert sich um die 18 Erstsemester. Auch die Ausstattung kann sich sehen lassen. So richtet die Universität auf Campus Limpertsberg in Kürze eigens für den Master ein neues Labor mit neuen Instrumenten ein. Je zwei Studierende teilen sich ein Set von Arbeitsmaterialien - Verhältnisse, von denen Studenten an anderen Hochschulen oft nur träumen können.

    Das Masterprogramm richtet sich an Studenten mit einem Bachelorabschluss in Biologie, Biochemie oder Bioinformatik. Bei Nachweis entsprechenden Vorwissens können auch Studenten mit Abschlüssen in Chemie, Informatik, Physik oder Mathematik zugelassen werden. Die Einschreibegebühr beträgt 100 Euro pro Semester (keine Studiengebühren). Einschreibungen erfolgen online bis Ende Mai über die Internetseite der Universität Luxemburg, www.uni.lu. Der Master startet im September 2008 mit vorerst 18 Studienplätzen. Das Studium dauert zwei Jahre und umfasst 120 ECTS.

    Mit dem hohem Praxisanteil und der Beteiligung an Forschungsprojekten bereitet der "Master in Integrated Systems Biology" auf Positionen in der Pharmaindustrie sowie auf Forscherkarrieren vor. Da die Systembiologie eine sehr zukunftsorientierte Disziplin der Biowissenschaften ist, hält Prof. Carlberg die Berufschancen für ausgezeichnet. Wegen der starken Forschungsorientierung geht er jedoch davon aus, dass die meisten Masterabsolventen eine Doktorarbeit anschließen werden.

    Die knapp fünf Jahre alte, mehrsprachige Universität Luxemburg versteht sich als Forschungsuniversität. Die Biowissenschaften, eines der vielversprechendsten Forschungsfelder der Zukunft, bilden die dritte von derzeit sieben Forschungsprioritäten der Hochschule. Mit dem neuen Bio-Master und der "Life Sciences"-Forschungseinheit zeigt sich die Universität in Einklang mit der Strategie der Luxemburger Regierung, die erst kürzlich Biotechnik und Biomedizin als einen der Schwerpunkte der öffentlichen Forschung bestimmt hat.

    Mehr Informationen für Studieninteressenten bei Studiendirektor Prof. Dr. Carsten Carlberg, im Internet unter http://misb.uni.lu, via E-Mail misb@uni.lu, Tel. + 352 46 66 44 6267 oder am Tag der offenen Tür der Universität am 12. April 2008 von 10-16 Uhr.

    Bildzeile: Forschungsarbeit im Biolabor der Universität Luxemburg.
    Foto: Universität Luxemburg

    Ansprechpartner für Interviews: Prof. Dr. Carsten Carlberg, E-Mail: carsten.carlberg@uni.lu, Tel. + 352 46 66 44 6267


    Weitere Informationen:

    http://misb.uni.lu: Seite des Biologie-Masters
    http://www.uni.lu - Homepage Universität Luxemburg


    Bilder

    Forschungsarbeit im Bio-Labor der Universität Luxemburg.
    Forschungsarbeit im Bio-Labor der Universität Luxemburg.
    Quelle: Foto: Universität Luxemburg


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Informationstechnik
    überregional
    Studium und Lehre
    Deutsch


     

    Forschungsarbeit im Bio-Labor der Universität Luxemburg.


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