Nachwuchswissenschaftler diskutieren mit internationalen Experten neueste Befunde
Das Promotionsprojekt, die ersten Befunde und die eigenen Zukunftspläne mit internationalen Experten zu diskutieren - das ist für die meisten Nachwuchswissenschaftler ein Wunsch, der sich nur schwer umsetzen lässt. Nun aber haben 32 ausgewählte Doktoranden aus ganz Deutschland die Gelegenheit dazu: Im Rahmen der Spring-School "Biopsychology of Emotions", die vom 27. bis 30. März 2008 im Kloster Seeon am Chiemsee stattfindet und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird, können sie mit 16 international führenden Emotionsforschern ihre Arbeiten diskutieren. Einmalig ist daran auch, dass die Spring-School auf eine Initiative von Doktorandinnen und Doktoranden zurückgeht, unterstützt vom Präsidenten der Deutschen Gesellschaft für Psychophysiologie und ihre Anwendung e.V. (DGPA), Professor Paul Pauli von der Universität Würzburg.
Die Tagung soll einen Überblick über den aktuellen Stand der Emotionsforschung geben. Die Schwerpunkte, die intensiver diskutiert werden, reichen von Fragen der Methodik der Emotionsforschung über die Emotionsregulierung und unbewusste und bewusste emotionale Vorgänge bis hin zu philosophischen Aspekten. Dabei werden jeweils zwei Experten - darunter so namhafte Wissenschaftler wie Arne Öhman vom schwedischen Karolinska Institutet und Christian Grillon vom National Institute of Mental Health Bethesda, USA - zunächst zu jedem Thema divergierende Positionen vertreten. Sodann stellen die Doktoranden ihre Position in Form von Kurzreferaten dar. Zu den Diskussionen und Posterpräsentationen sind alle Tagungsteilnehmer eingeladen. Außerdem soll es viel Raum für informelle Gespräche und Diskussionen geben. Weitere Informationen zum Tagungsprogramm siehe unter: http://www.dgpa_springschool.psychologie.uni-wuerzburg.de
Ausgangspunkt der Initiative war der Jahreskongress "Gehirn und Psychologie" der DGPA im Juni 2006 in Dresden. Dort diskutierten junge Wissenschaftler aus ganz Deutschland mit Professoren und einer Vertreterin der DFG Möglichkeiten, die eigenen Forschungsbedingungen zu verbessern und die eigene berufliche Zukunft in Deutschland zu gestalten. Als großes Defizit wurde dabei gesehen, dass deutschen Doktoranden oft internationale Kontakte und die Vernetzung mit internationalen Arbeitsgruppen fehlen. Ein Hinweis der DFG Vertreterin, dass eine Förderung von exzellenten Anträgen für Expertenworkshops für Doktoranden möglich sein sollte, brachte die Initiative auf den Weg.
Mit Unterstützung des DGPA Präsidenten, Professor Paul Pauli von der Universität Würzburg, formulierten fünf Doktorandinnen und Doktoranden der Biopsychologie - Antje Gerdes, Hedwig Eisenbarth und Matthias Wieser von der Universität Würzburg, Bernadette von Dawans (Universität Zürich) und Nadine Külzow (Technischen Universität Berlin) - einen Antrag an die DFG. Nach einer Begutachtung stellte die DFG Euro 60.000 an Fördermitteln bereit. Damit werden die Tagung und Stipendien der 32 Nachwuchswissenschaftler finanziert, die zur Teilnahme an der Spring-School ausgewählt worden sind.
Die Medienvertreter sind herzlich eingeladen, an der Tagung teilzunehmen. Nähere Auskünfte über Professor Paul Pauli, Universität Würzburg: (Tel.) 0931 31-2843
http://www.dgpa_springschool.psychologie.uni-wuerzburg.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin, Psychologie
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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