Neun Fachbereiche als Drittmittel-Millionäre der Uni Dortmund

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04.05.1998 00:00

Neun Fachbereiche als Drittmittel-Millionäre der Uni Dortmund

Ole Lünnemann Referat Hochschulkommunikation
Universität Dortmund

    DFG war 1997 der wichtigste Geldgeber der Universitaet Dortmund

    Neun Fachbereiche und Fakultaeten waren 1997 die Drittmittel-Millionaere der UniDO

    Etwas mehr als 48 Millionen Mark hat die Universitaet Dortmund im vergangenen Jahr fuer die Abwicklung von Forschungsauftraegen ausgegeben. Die Gelder, die von den Auftraggebern in Ministerien, Behoerden, Wissenschaftsinstitutionen und Wirtschaftsunternehmen bereitgestellt werden, flossen vor allem in die technisch-naturwissenschaftlichen Fachbereiche und Fakultaeten. In der Lehrerausbildung kommt eine derartige "Drittmittelforschung" dagegen - mangels Auftraggeber - kaum vor. Dieses Bild ergibt sich aus der Tabelle "Drittmittelausgaben fuer Forschungszwecke", die das Rektorat den Konvent jetzt mit dem Jahresbericht 1997 vorgelegt hat. Demnach ist die Summe der Drittmittelausgaben von 45.459 Mio. DM im Jahr 1996 auf 48.140 Mio. DM im Jahr 1997 gestiegen.

    Grundsaetzlich laesst sich feststellen, dass der Loewenanteil der Forschungsmittel in Bereichen umgesetzt wird, in denen neben den Personalkosten auch der Einsatz teurer technischer Geraete, aufwendiger Computer oder hochspezialisierter Laborleistungen zu Buche schlaegt. Die "Buchwissenschaften", zu denen nicht nur die Geistes- und Planungswissenschaften, sondern auch Bereiche der Mathematik zaehlen, moegen nicht weniger eifrig forschen - Forschung ist in diesen Bereichen erfreulicherweise schlicht preiswerter.

    Spitzenreiter beim Einsatz von Drittmitteln ist mit knapp 14,9 Millionen Mark die Fakultaet Maschinenbau, gefolgt von der Physik mit 7,1 Mio. DM, der Informatik und der Chemietechnik mit jeweils 4,9 Mio. DM. Mit je 4,1 Mio. DM liegt auch die Elektrotechnik noch vorn. Die Reihe der Drittmittel-Millionaere schliesst sich mit dem Bauwesen (2,3 Mio.), der Raumplanung (2 Mio.), der Chemie (1,8 Mio.) und der Statistik (1,2 Mio.), waehrend die Erziehungswissenschaften des FB 12 mit 996 TDM die Millionengrenze ganz knapp verfehlten.

    In den Fachbereichen 12 bis 16 konnten Forschungsauftraege von Seiten Dritter nur in Grundwissenschaften wie der Sonderpaedagogik (328 TDM) und dem Bereich Soziologie/Politikwissenschaft (95 TDM) oder den nicht am Lehrerberuf orientierten Wissenschaften wie Organisationsspychologie (828 TDM) und Journalistik (150 TDM) in groesserem Umfang eingeworben werden. Tatsaechlich gibt es im Bereich der didaktischen Faecher der Lehrerausbildung kaum Geldgeber. Die Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultaet engagierte sich mit 424 TDM im Auftrag Dritter, die Mathematik war mit 186 TDM dabei.

    Fachbereichsunabhaengige oder -uebergreifende Institutionen wie das Institut fuer Roboterforschung (852 TDM) , das Hochschuldidaktische Zentrum (488 TDM) und das Institut fuer Umweltforschung (378 TDM) zeigen Kontobewegungen im sechsstelligen Bereich.

    Der groessere Teil Drittmittel wurde mit 34,7 Mio. DM fuer Personalkosten aufgewendet, 13,4 Mio. DM wurden fuer Sachmittel eingesetzt. Wie Haushaltsdezernent Groh unlaengst im Senat mitteilte, liegen die Verwaltungskosten bei der Bewirtschaftung der Fremdmittel mit 5 Prozent an der UniDO guenstiger als bei vergleichbaren Hochschulen.

    Die Tabelle nennt im Detail 12 Institutionen oder Gruppen von Drittmittelgebern. Das meiste Geld investierte demnach im vergangenen Jahr die Deutsche Forschungsgemeinschaft mit 16,3 Mio. DM, darunter 4,1 Mio. fuer die Sonderforschungsbereiche. Das Bundesministerium fuer Bildung, Wissenschaft, Forschung und Technologie steuerte 8,5 Mio. DM bei, darunter die Foerderung des DELTA-Projekts. Private Institutionen ohne Erwerbszwecke setzten 7,1 Mio DM ein, die gewerbliche Wirtschaft 5 Mio. DM. Das Duesseldorfer Wissenschaftsministerium war Auftraggeber fuer 4,6 Mio. DM, die Europaeische Union fuer 2,3 Mio. DM, ebensoviel zahlten die Stiftungen. Mit kleineren Auftraegen waren sonstige Einrichtungen des Landes, des Bundes und andere Auftraggeber beteiligt. Null Auftraege erteilte das Bundesministerium fuer Verteidigung.

    Diese Medien-Information der Universitaet Dortmund kann von Agenturen, Presse- und Funk-Medien honorarfrei genutzt werden.

    Copyright: Pressestelle der Universitaet Dortmund, D 44221 Dortmund

    Ihr Ansprechpartner: Klaus Commer, Telefon: 0231-755-4811, Fax: 0231-755-4819, Mail: commer@verwaltung.uni-dortmund.de, Internet: http://www.uni-dortmund.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Es wurden keine Sachgebiete angegeben
    überregional
    Forschungsprojekte
    Deutsch


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