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13.03.2008 10:25

Prof. Dr. Lutz Lachenmayer verstorben

Jens Oliver Bonnet Zentrale Dienste Presse und Kommunikation
Asklepios Kliniken Hamburg GmbH

    Hamburg, 13. März 2008. Am Montag verstarb überraschend der ehemalige Chefarzt der Neurologischen Abteilung der Asklepios Klinik Barmbek, Prof. Dr. Lutz Lachenmayer (67). Der bei Patienten wie Mitarbeitern überaus beliebte Mediziner und bekannte Parkinson-Experte leitete die Abteilung von 1990 bis 2006, arbeitete aber auch nach seiner Pensionierung bis zum Schluss an internationalen Forschungsprojekten wie der telemetrischen Videodiagnostik von Gang- und Bewegungsbildern bei Patienten mit Morbus Parkinson (Schüttellähmung) sowie als Fachredakteur für Neurologie in der Redaktion der Asklepios-Ärztezeitschrift "medtropole".

    Lachenmayer wurde 1941 in Göppingen (Baden-Württemberg) geboren, studierte Medizin in Tübingen und Hamburg, wo er 1969 approbiert wurde. Seine wissenschaftliche Laufbahn begann Lachenmayer als wissenschaftlicher Assistent am Anatomischen Institut des Universitätskrankenhauses Eppendorf (UKE), wo er zwei Jahre tätig war, bevor er 1972 in die Neurologie des UKE wechselte. 1974 wurde er für Arbeiten zum zentralen Serotoninsystem mit dem Martini-Preis ausgezeichnet, 1977 trat er der New York Academy of Science bei. 1980 habilitierte sich Lachenmayer mit "Untersuchungen zur Anatomie und Physiologie des zentralen Serotoninsystems". 1985 wurde er Oberarzt der Neurologischen Klinik, 1990 folgte der Ruf zum C3-Professor. Im November 1990 übernahm Lachenmayer die Leitung der Neurologischen Abteilung des damaligen Allgemeinen Krankenhauses Barmbek (heute Asklepios Klinik Barmbek), die er 2006 an seinen Nachfolger Prof. Dr. Peter-Paul Urban übergab. Besondere Schwerpunkte seiner Arbeit waren extrapyramidale motorische Syndrome, besonders die Parkinson Krankheit, sowie die Muskelschwächeerkrankung Myasthenia gravis.

    Lachenmayer galt bei Kollegen, Mitarbeitern und Patienten als beispielhafter Chefarzt. Sie sahen in ihm ein fachliches wie menschliches Vorbild. Er verstand es, sein Team zu motivieren und für die gemeinsame Arbeit zu begeistern. "Er konnte Mitarbeiter und Studenten gleichermaßen faszinieren für das Fach Neurologie, das er als höchst anspruchsvolle intellektuelle Aufgabe verstand, und in der die Analyse des Krankheitsbildes durch Zuhören und Fragen immer den größten Raum einnahm", erinnert sich Lachenmayers langjähriger Oberarzt Prof. Dr. Christian Arning, inzwischen selbst Chefarzt der Neurologie in der Asklepios Klinik Wandsbek: "Seine Mitarbeiter denken mit großer Dankbarkeit zurück an die Zusammenarbeit mit einer großen Persönlichkeit." Die gründliche Ausbildung des ärztlichen Nachwuchses lag Lachenmayer besonders am Herzen, erinnert sich der ehemalige Ärztliche Direktor Dr. Lutz Hoffmann: "Lachenmayer gab seinen Mitarbeitern den nötigen Freiraum, verstand es auch, durch Lob und Gerechtigkeit zu motivieren. Vor allem das schwierige Feld der Differentialdiagnose hatte es ihm angetan." Darüber hinaus war Lachenmayer begehrt als Redner, der seine Zuhörer, Fachleute wie Laien, begeistern konnte. Bis zum Schluss hielt er Vorträge zu den Themen Parkinson, Schwindel und Schlaganfall. Im Privatleben interessierte er sich für die Bildende Kunst und unterstützte das Schleswig-Holstein Musikfestival. Lachenmayer hinterlässt eine Ehefrau und zwei Söhne im Alter von 30 und 33 Jahren.


    Weitere Informationen:

    http://www.asklepios.com/barmbek
    http://www.medtropole.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    regional
    Personalia
    Deutsch


    Prof. Dr. Lutz Lachenmayer


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