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14.03.2008 15:06

Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung (LQW), Beirat nimmt seine Arbeit auf

Dipl.-Päd. Jörg Angermüller Pressestelle
ArtSet Institut

    Schon während des BLK-Verbundprojektes "Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung" LQW2 gab es einen Beirat, dessen Aufgabe es war, die Arbeit von LQW beratend zu begleiten. Diese wertvolle Unterstützung sollte dem Modell auch weiterhin zur Verfügung stehen, deshalb wurde im Verwertungsplan mit dem Bundesminsiterium für Bildung und Forschung (BMBF) festgelegt, nach Abschluss des Projektes erneut einen Beirat einzusetzen. Am 20.02.2008 traf sich der neue LQW-Beirat zu seiner konstituierenden Sitzung.

    Die Lernerorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung (LQW®) wurde von 2000 bis 2005 im Rahmen mehrerer Projekte der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung mit Mitteln des BMBF und des Europäischen Sozialfonds gefördert. Ein wesentlicher Grund für diese Förderung war das Interesse, ein Verfahren zur Qualitätsentwicklung und -testierung zu entwickeln, das den besonderen Anforderungen der Bildungsarbeit und der Organisation von Bildung gerecht werden kann. Um die spezifische Herausforderung von Bildungsorganisationen optimal zu unterstützen, stellt LQW die Lernenden ins Zentrum der Qualitätsentwicklung. Mit inzwischen gut 600 Anwenderorganisationen gilt LQW über die Grenzen Deutschlands hinaus als anerkanntes Qualitätstestierungsverfahren.

    Schon während des LQW2-Projektes gab es einen Beirat, dessen Aufgabe es war, die Arbeit von LQW beratend zu begleiten. Diese wertvolle Unterstützung sollte dem Modell auch weiterhin zur Verfügung stehen, deshalb wurde im Verwertungsplan mit dem BMBF festgelegt, nach Abschluss des Projektes erneut einen Beirat einzusetzen. Am 20.02.2008 traf sich der LQW-Beirat zu seiner konstituierenden Sitzung. Der Beirat setzt sich aus persönlich berufenen Mitgliedern zusammen und seine Aufgabe besteht darin, die Lernerorientierte Qualitätstestierung umfassend zu beraten. Deshalb wurden Personen aus allen Bereichen der Weiterbildung ausgewählt. Es sind Persönlichkeiten aus der Praxis der Weiterbildung und der Weiterbildungswissenschaft vertreten, aus den Verbänden und den Länderministerien sowie ein Vertreter einer Fachkundigen Stelle. Alle Beiratsmitglieder haben in ihrer Funktion einen Bezug zu LQW. Für den Vorsitz, der aus der Mitte des Beirats bestimmt wurde, konnte Herr Dr. Peter Krug gewonnen werden.

    In seiner ersten Sitzung diskutierte der Beirat die positive Entwicklung der LQW-Anmeldungen, die seit Beginn der Arbeit im Jahr 2002 kontinuierlich gestiegen sind. Das erste Projekt (LQW1) startete 2002 mit 106 Anmeldungen, am Projekt LQW2 (2003) beteiligten sich weitere 248 Organisationen und seit der Marktöffnung im Jahr 2004 haben sich 231 Organisationen neu zur LQW-Testierung angemeldet, so dass Ende 2007 insgesamt 585 Organisationen in Deutschland und Österreich offiziell LQW anwenden. Seit 2005 gibt es die ersten Retestierer; auch hier gibt es einen sehr guten Anmeldestand. Herr Krug machte deutlich, dass die Länder schon lange ein Interesse an einer stärkeren Berücksichtig von TQM in der Weiterbildung haben, weshalb es aus seiner Sicht sinnvoll ist, LQW als allgemeines Referenzsystem für die Weiterbildung in allen Ländern noch stärker voranzubringen. Der Beirat war sich einig, dass LQW die Qualität fördert - im Sinne einer Professionalisierung der Weiterbildung.

    Insgesamt konnte der Beirat feststellen, dass LQW in der Weiterbildung angekommen und fest verankert ist: Es gibt es viele Universitäten, die LQW in ihre entsprechenden Studiengänge eingebunden haben. In der relevanten wissenschaftlichen Literatur kommt man kaum noch ohne Zitat oder Verweis auf LQW aus. Bildungsberatungsstellen haben erfolgreich mit einer Testierung nach LQW experimentiert. Auch in Österreich ist LQW zum Marktführer geworden. Andere europäische Länder (z.B. Bulgarien, Polen, Litauen) haben ihr Interesse angemeldet, LQW zu übernehmen.

    Außerdem beschäftigte sich der Beirat mit der Verbindung von LQW und AZWV. Herr Kurpiela von Cert-IT stellte in seinem Vortrag die Fachkundige Stelle Cert-IT, die Vergabepolitik der Agentur für Arbeit sowie Verbesserungsvorschläge für LQW-Organisationen bei der AZWV-Prüfung vor. Bei der Cert-IT sind die LQW-Organisationen in den besten Händen, denn hier werden für die AZWV-Zulassungsprüfungen nur Auditoren mit fundierten LQW-Kenntnissen eingesetzt, sodass die Vorarbeiten im Rahmen der LQW-Testierung weitgehende Berücksichtigung finden können. Als Konsequenz aus diesen Erfahrungen wird es - in Zusammenarbeit mit der Cert-IT - eine Überarbeitung der AZWV-Arbeitshilfe für die LQW-Organisationen geben. Außerdem ist eine Qualifizierung der LQW-Gutachter geplant, und auf der LQW-Internetseite wird es Informationen zur AZWV-Prüfung und der Kooperation mit Cert-IT geben. So können die Weiterbildungsorganisationen mit erheblichen Synergieeffekten und preislichen Rabatten rechnen, wenn sie die AZWV-Prüfungen beim Kooperationspartner Cert-IT vornehmen lassen.

    Weitere Informationen erhalten Sie bei:
    Friederike Erhart
    ArtSet
    Forschung Bildung Beratung Qualitätstestierung
    Ferdinand-Wallbrecht-Str. 17, D-30163 Hannover
    Tel.:+49 (0)511 - 90 96 98 30
    Fax: +49 (0)511 - 90 96 98 55
    E-Mail: erhart@artset.de ; kontakt@artset.de


    Weitere Informationen:

    http://www.artset.de
    http://www.artset-lq.de


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Organisatorisches
    Deutsch


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