Für die Entwicklung neuer Medikamente und medizinischer Diagnostika werden biotechnologische Verfahren immer wichtiger, doch bislang stammen nur wenige Biotech-Präparate aus Deutschland. Hier setzt der Strategiewettbewerb BioPharma an, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) ausgeschrieben hat. Unternehmerisch geführte Konsortien aus Wissenschaft und Wirtschaft waren aufgerufen, Ideen für neuartige strategische Konzepte vorzulegen, die die Entwicklung von Medikamenten effizienter machen. Die Konzepte sollen Lücken in der Wertschöpfungskette schließen - vom Forschungslabor, dem Einsatz in der Klinik bis zur Produktion neuer Medikamente.
Von insgesamt 37 Bewerbungen konnten sich die zehn Konsortien mit den besten Konzeptideen für die entscheidende zweite Runde des Wettbewerbs durchsetzen. Das Universitätsklinikum Freiburg ist mit einem Konsortium unter der Leitung von Professor Dr. Roland Schüle, Universitäts-Frauenklinik und der Firma targos - molecular pathology GmbH in der zweiten Runde vertreten. Das Konsortium wurde für ihren Beitrag zur Entdeckung neuer Biomarker für die Prognose bei Prostatakarzinomen ausgewählt. Diese Biomarker sind sowohl für die Pharmatherapie als auch für das gesamte klinische Management von Patienten mit aggressiven Prostatakarzinomen von großer Bedeutung.
Bei diesen Biomarkern handelt sich um Androgenrezeptor-Koaktivatoren, deren Expressionsniveau in Prostatakarzinomen aussagenden Charakter hat. Bislang war man für die Prognose auf eine morphologische Charakterisierung der Gewebsarchitektur angewiesen, die sich nur schwer normieren ließ. Die Auswahl des Freiburger Projekts unterstreicht die erfolgreichen Bemühungen des Universitätsklinikums Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in klinisch-pharmakologische Forschung umzusetzen.
Die in die zweite Runde gekommenen Konsortien können in den kommenden vier Monaten vollständige Konzepte ausarbeiten. Das Bundesforschungsministerium wird bis zu fünf Konsortien bei der Umsetzung ihrer Ideen in den nächsten fünf Jahren fördern und stellt dafür insgesamt 100 Millionen Euro bereit. Im Herbst sollen die Gewinner des Wettbewerbs feststehen
Kontakt:
Prof. Dr. Roland Schüle
Universitäts-Frauenklinik
Tel.: 0761/ 270 - 6310
E-Mail: roland.schuele@uniklinik-freiburg.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin
regional
Personalia
Deutsch

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