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27.03.2008 11:16

Frankfurter Studie: "Economy-class-Syndrom" zweithäufigste Ursache von Lungen-Embolien

Christiane Limberg Pressestelle
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.

    74. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie; 27. bis 29. März 2008, Mannheim

    Mannheim, Donnerstag, 27. März 2008 - Lungenembolien als Folge einer Flugreise kommen häufiger vor als solche "Verstopfungen" der Lungenarterie infolge von Gerinnungsstörungen, Krebs, Schwangerschaft oder dauerhafter Bettlägrigkeit - häufiger sind nur Lungenembolien unbekannter Ursache. Lungenembolien bei Flugreisen sind zwar gemessen an der Zahl von Passagieren relativ selten, doch ist bei Flugreisen von mehr als 5000 Kilometern das Risiko etwa 20 Mal höher als bei kürzeren Flügen. Das sind die Ergebnisse einer Studie von Dr. Ralf Lehmann (Frankfurt), die 257 Krankengeschichten von Patienten mit akuter Lungenarterienembolie untersuchte. Präsentiert wurde diese auf der 74. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim, auf der mehr als 6.000 Teilnehmer aus 25 Ländern erwartet werden.

    Eine Lungenembolie ist potenziell immer lebensbedrohlich und muss sofort behandelt werden. Patienten mit Reise-assoziierter Lungenembolie haben einen akuteren Verlauf als Menschen mit Embolien anderer Ursachen, was sich in der Tendenz zur Reanimation oder Beatmungspflichtigkeit sowie der Sterblichkeit im Krankenhaus widerspiegelt, berichtet Dr. Lehmann. Allerdings ist die Langzeitprognose nach Entlassung für diese Patienten signifikant besser als nach Lungenembolien anderer Ursachen.

    Neben dem verkrampften Sitzen auf Flügen in der Economy-Class können auch die speziellen Bedingungen an Bord beitragen, vor allem der niedrige Luftdruck. Als vorbeugende Maßnahmen bei Flugreisen werden häufig eine Reihe von Maßnahmen empfohlen, zum Beispiel der Verzicht auf Schlaftabletten oder starken Alkoholkonsum, damit man nicht zu lange einschläft und sich deshalb kaum bewegt. Regelmäßiger Wechsel der Körperposition, häufiges Aufstehen und Herumgehen und das Tragen elastischer Stützstrümpfe gelten als sinnvoll.

    Kontakt:
    Prof. Dr. Eckart Fleck, Berlin (Pressesprecher der DGK)
    Christiane Limberg, Düsseldorf (Pressereferentin der DGK), Tel.: 0211- 600 692 - 61; Fax: 0211- 600 692 - 67; limberg@dgk.org ; Tel. im Kongresszentrum 0621-41065002
    Roland Bettschart, B&K Medien- und Kommunikationsberatung, 0043 676 6356775

    Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz und Kreislaufforschung e.V. (DGK) mit Sitz in Düsseldorf ist eine wissenschaftlich medizinische Fachgesellschaft mit heute mehr als 6450 Mitgliedern. Ihr Ziel ist die Förderung der Wissenschaft auf dem Gebiet der kardiovaskulären Erkrankungen, die Ausrichtung von Tagungen und die Aus-, Weiter- und Fortbildung ihrer Mitglieder. 1927 in Bad Nauheim gegründet, ist die DGK die älteste kardiologische Gesellschaft in Europa. Weitere Informationen unter www.dgk.org.


    Weitere Informationen:

    http://www.dgk.org


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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