idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
01.04.2008 11:24

Ungewöhnliches Projekt zur Formentwicklung: Was Deutsche und Finnen eint oder unterscheidet

Rudolf Haupt M.A. Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Niederrhein - Niederrhein University of Applied Sciences

    Angehende Designer für kulturelle Unterschiede in globalisierten Märkten zu sensibilisieren ist heutzutage eine wichtige Aufgabe. Studenten der Hochschule Niederrhein in Krefeld und der University of Art and Design in Helsinki mit ihren Professoren Gerhard Hahn und Tapio Yli Viikari gingen dabei ganz neue, ungewöhnliche Wege. Nach einem Kick-Off-Meeting in Helsinki, bei der sich gemischte deutsch-finnische Teams formierten, wurde das Projekt "cultureXchange" über das Internet und simultane Ton-Bild-Konferenzen in englischer Sprache vorangetrieben. Dabei entwickelte sich ein sehr inspirierender interkultureller Dialog über die gegenseitigen Auffassungen von "Innovation und Tradition". Durch Vergleich kultureller Gepflogenheiten zeigen die 18 finnischen und deutschen Studenten ab dem 24. April individuelle künstlerische und gestalterische Arbeitskonzepte und Designlösungen mit den Materialien Keramik, Porzellan und Glas.

    Dabei entstand unter anderem "Blind Date", ein variables Tisch-Tableware-Instrumentarium. Hier fungiert die entsprechend präparierte Tischplatte als "Benutzeroberfläche", auf der verschiedene Geschirrteile positioniert werden können. Denn immer häufiger essen junge Deutsche und auch Finnen vor dem Fernsehapparat und nicht mehr ausschließlich am festen Tisch. Eine andere Arbeit wird unter dem Titel "Ceno" gezeigt. Ausgehend von einer Internetumfrage zu aktuellen Essgewohnheiten in den beteiligten Kulturen wurde ein möglichst einfaches, aber variables, dabei mobiles und multifunktionales Geschirrset zwischen Slow- und Fastfood entwickelt. Ein weiteres Team setzte in künstlerischer Form die Ergebnisse von assoziativen Interviews zum Thema Erinnerung in zwei Arbeiten um. So sind die "Memory Boxes" auf Tisch und Raum verteilte Kästen mit geschichteten Glasflächen, in die Erinnerungen grafisch eingearbeitet sind. Durch punktuelle Benetzung der sandgestrahlten Oberfläche mit einem Pinsel kann der Besucher sich Fragmente der Erinnerungen sichtbar machen. Diese und weitere Arbeiten werden ab dem 24. April in einer Ausstellung im Rahmen des Krefelder Pottbäckermarkts in der Shedhalle der Hochschule am Frankenring 20 gezeigt. Die Studenten der University of Art and Design Helsinki sowie Prof. Tapio Yli Viikari werden während der Ausstellung bis zum 30. April anwesend sein.

    Weil "cultureXchange" auch ein kommunikatives Experiment ist, wurden die Produkt-Designer bei den fachlichen Dialogen und der Konzeptions- und Entwurfsentwicklung von Kommilitonen des Kommunikations-Design mit Prof. Nora Gummert-Hauser mit Video- und Fotokamera begleitet. Diese Videos werden ebenfalls während der Ausstellung gezeigt. Im Oktober erscheint ein Katalog.


    Bilder

    Junge deutsche und finnische Designstudenten erkundeten ihre kulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede
    Junge deutsche und finnische Designstudenten erkundeten ihre kulturellen Gemeinsamkeiten und Untersc ...

    Als Materialien bei der Produktentwicklung vorgegeben waren Glas, Porzellan und Keramik
    Als Materialien bei der Produktentwicklung vorgegeben waren Glas, Porzellan und Keramik


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Kunst / Design, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Musik / Theater
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Studium und Lehre
    Deutsch


     

    Junge deutsche und finnische Designstudenten erkundeten ihre kulturellen Gemeinsamkeiten und Unterschiede


    Zum Download

    x

    Als Materialien bei der Produktentwicklung vorgegeben waren Glas, Porzellan und Keramik


    Zum Download

    x

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).