idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
01.04.2008 16:37

Angst vor dem Auslandseinsatz: Neue Konzepte für die Militärseelsorge zur Begleitung von Soldaten und Familien

Dipl.-Journ. Constantin Schulte Strathaus Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

    Gemäß dem Weißbuch der Bundeswehr, in dem deren sicherheitspolitische Rolle definiert wird, sollen deutsche Soldaten einen Beitrag zur Stabilität in Europa und in globalem Rahmen leisten. Welche Auswirkungen haben Auslandseinsätze deutscher Soldaten und die daraus entstehenden Ängste auf Partnerschaft und Familie? Dieser Frage geht das Zentralinstitut für Ehe und Familie in der Gesellschaft (ZFG) der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt in Kooperation mit dem Katholischen Militärbischofsamt nach. Das auf drei Jahre angelegte Projekt hat zum Ziel, für die katholische Militärseelsorge Konzepte zu entwickeln, mit denen Partner und Familien schon im Vorfeld auf die neue Situation vorbereitet und darin begleitet werden sollen.

    In empirischen Untersuchungen will das ZFG zunächst erfassen, wie die Betroffenen bislang mit existentiellen Ängsten umgehen: Werden sie verschwiegen, um - so die Annahme - sich nicht gegenseitig zu belasten? "Wenn ja, resultiert daraus die Frage, ob diese Ängste - unabhängig vom tatsächlichen Gefahrenpotential - enttabuisiert werden können", erklärt der wissenschaftliche Projektleiter am ZFG, Dr. Peter Wendl. Eine Schlüsselstellung werde der so genannten Resilienz-Forschung (engl. resilience = Widerstandsfähigkeit) zukommen. Resilienz umschreibe die Fähigkeit des Menschen, die Folgen belastender Lebensumstände zu meistern, Kompetenzen zu deren Bewältigung zu entwickeln und diese in das eigene Leben zu integrieren. "Resilienz ist nicht angeboren, sondern kann erworben werden", erläutert Wendl. Dies solle im Rahmen eines pastoralen Konzeptes unter anderem mit Intensivveranstaltungen erfolgen, in denen neben Partnern, Kindern und Angehörigen auch Freunde berücksichtigt werden.

    Das ZFG und die katholische Militärseelsorge kooperieren bereits seit längerem bei der Entwicklung und Anwendung von wissenschaftlichen und praktischen Maßnahmen zur Bewältigung von Fernbeziehungen.

    Hinweis an Medienvertreter: Für Fragen rund um dieses Projekt steht Ihnen Dr. Peter Wendl (peter.wendl@ku-eichstaett.de) zur Verfügung.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Philosophie / Ethik, Psychologie, Religion
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).