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07.04.2008 10:23

ERASMUS-Dozenturen in Deutschland gefragt

Nora Neuwinger Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V.

    Deutschland als Entsende- und Gastland Spitze

    Bonn, 07.04.2008. Im Hochschuljahr 2006/2007 konnten 2.720 Dozentinnen und Dozenten aus Deutschland mit dem ERASMUS-Programm der Europäischen Union in Hochschulen von 30 anderen europäischen Ländern eine Kurzzeitdozentur (bis zu sechs Wochen) durchführen. Damit nimmt Deutschland im europäischen Vergleich Platz eins ein (vor Spanien: 2.537, Frankreich: 2.293 und Polen: 2.030). Dies ergab eine Auswertung des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD), der in Deutschland im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die Aufgabe einer Nationalen Agentur für ERASMUS wahrnimmt.

    ERASMUS ist eine der großen Erfolgsgeschichten der Europäischen Union und vor allem durch die Förderung des Studierendenaustauschs bekannt. Seit 1987 wurden bereits rund 1,7 Millionen Studierenden, darunter fast 265.000 aus Deutschland, ein Auslandsstudium in inzwischen 31 Teilnahmeländern (27 EU-Länder sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und Türkei) ermöglicht. Daneben unterstützt ERASMUS auch Kurzzeitdozenturen, die gerade von deutschen Hochschulen sehr nachgefragt sind. In Deutschland haben sich 2006/2007 rund 270 Hochschulen am Dozentenaustausch beteiligt. Spitzenreiter sind dabei die Humboldt-Universität zu Berlin (118 Geförderte), die Universität Leipzig (68), die Technische Universität Dresden (62) und die Universität Potsdam (49).

    Die gefragtesten Zielländer für deutsche ERASMUS-Dozenten waren Spanien (268 oder 9,8%), Frankreich (260 oder 9,6%), Polen (230 oder 8,4%) und Italien (227 oder 8,3%). Rund ein Drittel der deutschen Dozenten lehrten in Mittel- und Osteuropa. Besonders mobil zeigten sich die deutschen Dozenten der Sprachen (471 oder 17,3%), der Ingenieurwissenschaften (380 oder 14 %), der Betriebswirtschaftslehre (316 oder 11,6%) und Sozialwissenschaften (262 oder 9,6%).

    Deutschland ist in Europa nicht nur Spitze als Entsendeland, sondern auch als Gastland. 2006/2007 unterrichteten 2.870 europäische ERASMUS-Dozenten an deutschen Hochschulen und damit mehr als in Frankreich (2.454), Italien (2.384) und Spanien (2.138). Die meisten ausländischen Dozenten an deutschen Hochschulen kamen aus Polen (383), Spanien (278), Tschechien (275) und der Türkei (254).

    Ab dem Hochschuljahr 2007/2008 wird die Erfolgsgeschichte von ERASMUS unter dem Dach des neuen EU-Bildungsprogramms für lebenslanges Lernen (2007 - 2013) mit einem deutlich verbesserten Budget fortgeschrieben. Damit sollen bis 2012 die Zahl der ERASMUS-Studierenden auf 3 Millionen verdoppelt und auch die Zahl der geförderten Dozenten deutlich erhöht werden. Zudem können aus diesem Etat auch Intensivprogramme und die Mobilität von Verwaltungspersonal gefördert werden.

    Kontakt:
    Dr. Siegbert Wuttig
    Leiter der Nationalen Agentur für EU-Hochschulzusammenarbeit im DAAD
    Tel.: 0228 / 882-349, Mail: Wuttig@daad.de

    Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Francis Hugenroth
    Tel: 0228 / 882-454
    Fax: 0228 / 882-659
    Mail: presse@daad.de
    www.daad.de
    Kennedyallee 50
    D - 53175 Bonn


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Studium und Lehre
    Deutsch


     

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