Regionalkonferenz der Internationalen Gesellschaft für Ingenieurpädagogik erfolgreich abgeschlossen
An der Hochschule Mittweida - University of Applied Sciences fand vom 3. bis zum 5. April 2008 unter der Schirmherrschaft der Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst des Freistaates Sachsen, Dr. Eva-Maria Stange, die 3. Regionalkonferenz der Internationalen Gesellschaft für Ingenieurpädagogik statt. In ihrem Auftrag trug Ministerialrat Hermann Jäkel ein Grußwort vor und betonte, dass die Ministerin selbst und das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst der Didaktik und Pädagogik in der akademischen Lehre unter den neuen Bedingungen große Bedeutung zumessen. Im Verlauf der Konferenz konnten zwischen ihm und einigen Teilnehmern erste Vereinbarungen erzielt werden. Der Einladung folgten mehr als 30 Wissenschaftler aus vier europäischen Ländern, die zumeist auch als Referenten auftraten. Die Bedeutung dieser Konferenz wurde auch durch die Anwesenheit von drei Mitgliedern des Vorstandes der IGIP unterstrichen. Unterstützt wurde die Tagung von der Landesarbeitsgemeinschaft Hochschuldidaktik Sachsen e. V., vom Arbeitskreis "Studium generale Sachsen" dem VDE und dem VDI.
Das Leitthema der Konferenz lautete:
Perspektiven im zusammenwachsenden Europa
Erste Erfahrungen mit der Bachelor- und Masterausbildung in den Ingenieurwissenschaften trugen Dr. Bernd Lübben, Prof. Dr. Jutta Blin und Prof. Dr. Hanno Hortsch vor. In den ersten beiden Beiträgen dominierten die internationalen Erfahrungen mit dieser Reform des Studiums, im zuletzt genannten die Erfahrungen an der TU Dresden. In allen Beiträgen verdeutlichten die Redner, dass es auf dem Gebiet der Didaktik großer Anstrengungen bedarf, um die vorgegebenen Studienziele zu erreichen.
Ein bedeutender Teil der Vorträge war der Herausbildung von sozialer Kompetenz in der akademischen Ausbildung gewidmet. Mit grundsätzlichen Problemen beschäftigte sich Prof. Dr. Hannelore Küpers, während Dr. Helmut Adelhofer die Praxis-Phasen in der Ausbildung an Fachhochschulen analysierte. Die Referenten Dr. Steffen Kersten, Dr. Stefan Stankowski und Dr. Ivana Šimonova gingen insbesondere auf eine die soziale Kompetenz fördernde Unterrichtsgestaltung ein. Die innovative Lehr- und Unterrichtsgestaltung an Hochschulen wurde in einem weiteren Schwerpunkt erörtert. Dr. Rainer Helmig, Dr. Ralph Dreher und Andreas Weiner sprachen zur Bedeutung der interdisziplinären Projektarbeit, zur Didaktik des informellen Lernens und zum Wissensmanagement im Unterricht an berufsbildender Schulen. In allen drei Beiträgen stand im Vordergrund, wie durch geeignete Methoden die Berufsfähigkeit nach dem Studium auch unter den neuen Bedingungen gesichert werden kann.
Der zweite Konferenztag begann mit dem Schwerpunkt "Interkulturelle Bildung und soziale Kompetenz". Prof. Dr. Robert Ruprecht betonte in seinem Referat, dass Bildung mehr ist als Berufsausbildung und die Humboldtsche Idealvorstellung noch immer ihren Wert besitze. Prof. Dr. Josef Schlattmann, Dr. Ilona Semrádová und Prof. Dr. Monika Häußler-Sczepan folgten dieser Intention und zeigten an Modellprojekten, dass die interkulturelle Bildung auch unter den neuen Bedingungen realisierbar bleibt. Im Anschluss an diese Beiträge standen die Hochschulen als Ort des interkulturellen Dialogs zur Diskussion. Prof. Dr. Gudrun Kammasch und Prof. Dr. Joachim Hoefele gingen zum einen der Frage nach, wie die Multinationalität der Studentenschaft für den interkulturellen Dialog genutzt werden kann, zum anderen verwies Joachim Hoefele auf das Verhältnis von Mehrsprachigkeit und Interkulturalität im Zusammenhang mit den Hochschulentwicklungen in Europa. Prof. Dr. Hans-Bernhard Woyand und Prof. Dr. Helmut Barthel thematisierten in ihren Beiträgen die Bedeutung der modernen Medien für das Studium, insbesondere dem berufsbegleitenden und der Weiterbildung. Sie betonten, dass die Computertechnik als modernes Hilfsmittel unverzichtbar, aber nicht Ersatz für die Lehrerpersönlichkeit sein kann.
Prof. Dr. Jan-Peter Domschke, der die Konferenz leitete, sprach zur Bedeutung des "Studium generale". Dieser Beitrag bildete gleichzeitig den Übergang zur Frühjahrstagung des Arbeitskreises Studium generale im Freistaat Sachsen, die im Anschluss stattfand. Die Teilnehmer der Konferenz vereinbarten, dass die Beiträge in einer gemeinsamen Publikation mit der TU Dresden in der zweiten Jahreshälfte 2008 veröffentlicht werden. Nach den guten Erfahrungen mit den beiden bisherigen Regionaltagungen in Hamburg und in Wuppertal sollen derartige Treffen nunmehr zu einer Tradition werden.
Links: Prof. Dr. Jan-Peter Domschke - Leiter der Konferenz und weitere Teilnehmer
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Pädagogik / Bildung
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

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