Gemeinsame Standards in der Forschung zu entwickeln, hochschulübergreifend zusammenzuarbeiten und Forschungsergebnisse in die Wirtschaft zu bringen: Diese Ziele haben die NRW-Fachhochschulen durch die strategische Neuausrichtung ihrer Forschungsprofile bereits erreicht. Die nächsten Aufgaben sehen die Rektoren vor allem in personellen und organisatorisch-institutionellen Entwicklungen. So lauten einige Punkte der Erklärung, die die Landesrektorenkonferenz der Fachhochschulen des Landes NRW (LRK) am Dienstag (8. April) in der Katholischen Fachhochschule NW in Köln beschlossen hat.
"Wir haben unsere ersten Ziele erreicht, auf denen wir nun aufbauen wollen", sagte LRK-Vorsitzender Prof. Dr. Joachim Metzner. Forschungsschwerpunkte seien an allen Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen eingerichtet, ebenso wie viele Kompetenzplattformen. Nach einer ersten positiven Evaluation gehe es nun darum, den wissenschaftlichen Mittelbau zu stärken. "Vor allem bei der Qualifizierung des Forschungsnachwuchses wollen wir mit den Universitäten zusammernarbeiten und fordern dabei deren Kooperationsbereitschaft", sagte Metzner. "Wir beanspruchen kein eigenes Promotionsrecht", betonte er dabei nochmals, "aber wir wollen für die Fachhochschulabsolventen, die promovieren möchten, eine gewisse Verlässlichkeit schaffen." Gemeinsame Graduiertenkollegs wären dabei ein Beispiel möglicher Zusammenarbeit.
Im Blickpunkt der Diskussion um die Weiterentwicklung des Forschungsprofils steht auch eine Profilierung der Berufungspolitik: Neben dem Praxisbezug, den Professoren an Fachhochschulen mitbringen sollten, sollen die Neuberufenen auch über Kompetenzen in der Forschung verfügen.
Weitere Möglichkeiten, die Forschung an Fachhochschulen zu stärken, sehen die Rektoren unter anderem darin, die Regelung der Lehrdeputate für Forschung zu flexibilisieren oder Personalressourcen gemeinsam zu nutzen, beispielsweise in den Kompetenzplattformen. Auch das Ausweisen spezieller Forschungsprofessuren wollen die Rektoren prüfen.
Qualitativ erfolge der Wissenstransfer aus der Hochschule in die Wirtschaft bereits zufriedenstellend. Aber das starke Interesse an Forschungsergebnissen - vor allem aus klein- und mittelständischen Unternehmen - zeige, dass die Quantität der Transferleistungen noch erhöht werden muss. Die Nachfrage aus Verbänden und Kommunen im Bereich sozialpolitischer Fragen nehme ebenfalls zu. "Anwendungsbezogene Forschung, das ist unser Markenzeichen", sagte Metzner. Anwendungsbezogen, bedarfsgerecht und lösungsorientiert seien die Eigenschaften, die die Forschung an Fachhochschulen auszeichnen, während die Grundlagenforschung ein Merkmal der Universitäten sei.
Anmerkung: Das Forschungspapier der LRK finden Sie als pdf auf der Internetseite http://www.kfhnw.de (Startseite/Service/Presseinformationen/"Transferorientierte Forschung und anwendungsbezogene Lehre").
Weitere Informationen: Prof. Dr. Joachim Metzner, Vorsitzender der LRK/Rektor der FH Köln, Tel. 0221/8275-3100, rektorat@fh-koeln.de
Redaktion: Julia Harzendorf, Pressereferentin Katholische Fachhochschule Nordrhein-Westfalen (KFH NW), Tel. 0221/7757-508, j.harzendorf@kfhnw.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
fachunabhängig
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftspolitik
Deutsch

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