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09.04.2008 16:30

Neuer Direktor der Universitäts-Kinderklinik in Mannheim

Klaus Wingen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universitätsklinikum Mannheim

    Die Mannheimer Universitäts-Kinderklinik hat einen neuen Direktor: Zum 1. März 2008 hat Professor Dr. med. Horst Schroten diese Aufgabe am Mannheimer Universitätsklinikum übernommen. Mit der Klinikleitung verbunden ist der Lehrstuhl für Allgemeine Kinderheilkunde an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg. Professor Schroten kommt vom Klinikum der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

    Zu den fachlichen Schwerpunkten des 50-jährigen Arztes und Wissenschaftlers gehört neben einer ausgeprägten, sehr breit angelegten Sachkunde in der Allgemeinen Pädiatrie (Kinderheilkunde) insbesondere die Infektiologie - dabei gehen Ärzte der Frage nach, wie schnell sich Infektionskrankheiten ausbreiten, wie ansteckend sie sind, und wie man sich am besten vor ihnen schützen kann. Dazu gehört auch die fachliche Auseinandersetzung mit möglichen Schutzimpfungen, der Auswahl des bestgeeigneten Therapieverfahrens oder auch mit Resistenzen gegen bestimmte Medikamente. "Hier in Mannheim übernehme ich eine ganz hervorragende Kinderklinik," fasst der neue Klinikdirektor seinen ersten Eindruck zusammen. "Ich habe mir unter anderem zum Ziel gesetzt, die wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Kinderheilkunde weiter zu stärken und aus Drittmitteln einen Schwerpunkt für pädiatrische Infektiologie aufzubauen. Und selbstverständlich liegt mir die unmittelbare Krankenversorgung unserer jungen Patienten ausgesprochen am Herzen." Professor Schroten ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Fachartikel und Buchbeiträge, außerdem Mitglied in Fachgesellschaften aus dem Bereich der Kinderheilkunde. Er ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

    Horst Schroten wurde am 12. Juni 1957 geboren. Von 1976 bis 1982 studierte er an der Universität Düsseldorf Humanmedizin. Nach der ersten Berufstätigkeit als Truppenarzt bei der Bundeswehr und als Assistenzarzt an einem Krankenhaus in Solingen ging er als junger Arzt und Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für ein Jahr an das Institut für Immunbiologie der Universität Köln, um dort rein wissenschaftlich zu arbeiten. Im Juni 1986 wechselte er an die Universitäts-Kinderklinik Düsseldorf; damit ging der lang gehegte Wunsch in Erfüllung, sich beruflich auf die Pädiatrie konzentrieren zu können. Parallel zu erfolgreichen Zusatzqualifikationen, etwa in der Allergologie und der Neugeborenen-Notfallmedizin, erfolgten in der Krankenversorgung die Ernennung zum Oberarzt (1992) und zum Leitenden Oberarzt (1997) sowie in der Wissenschaft die Habilitation (1992) und die Verleihung einer C-3 Professur (2004). In Düsseldorf arbeitete Professor Schroten bis zu seinem Wechsel nach Mannheim als stellvertretender Klinikdirektor an der Klinik für Allgemeine Pädiatrie, für einen Zeitraum von zwei Jahren außerdem als kommissarischer Leiter der dortigen Neonatologie und Kinder-Intensivmedizin.

    Langjähriger Klinikdirektor und Lehrstuhlinhaber in Mannheim war Professor Dr. Karl-Heinz Niessen, der die hiesige Universitäts-Kinderklinik von 1985 bis zu seinem plötzlichen Tod im Jahr 2003 leitete und zu hohem Ansehen führte. Zeitgleich mit der Eröffnung des Neubaus Ende 2003 nahm Professor Dr. Walter Nützenadel seine Arbeit als kommissarischer Direktor dieser Einrichtung auf und lenkte ihre Geschicke bis zu seinem Ausscheiden Ende Februar 2008 in ganz hervorragender Weise.

    Zum stellvertretenden Klinikdirektor und Leitenden Oberarzt ist Privat-Dozent Dr. med. Matthias Dürken ernannt worden. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die Pädiatrische Onkologie und Hämatologie, vereinfachend ausgedrückt: Er ist ein Experte für die Diagnostik und Therapie von Krebserkrankungen bei Kindern. In seinen Aufgabenbereich fallen aber beispielsweise auch kindliche Rheumaerkrankungen und Immundefekte. Dr. Dürken ist im Jahr 2003 als Oberarzt und Leiter der Pädiatrischen Onkologie an das Mannheimer Universitätsklinikum gekommen, zuvor war er zwölf Jahre in der Kinderklinik des Universitätsklinikums Eppendorf (UKE) in Hamburg tätig.

    Die Kinderklinik verfügt über fünf Stationen mit unterschiedlichen medizinischen Schwerpunkten. Pro Jahr werden hier etwa 5.000 junge Patienten stationär oder teilstationär behandelt. Sie kommen zur Hälfte aus Mannheim, aber auch zu etwa gleichen Teilen aus dem Rhein-Neckar-Kreis, aus Rheinland-Pfalz und aus Hessen. Die enge Anbindung an die Universitäts-Frauenklinik sichert erkrankten Neugeborenen eine sofortige medizinische Versorgung, diesem Zweck dient in der Kinderklinik eine Fachabteilung für Neonatologie - beide Kliniken zusammen bilden damit ein sogenanntes Perinatalzentrum. Weithin einzigartig ist die Kompetenz der Klinik auf dem Gebiet der ECMO-Therapie - hinter dieser Abkürzung verbirgt sich eine intensivmedizinische Behandlung von Patienten mit sehr gravierenden Erkrankungen der Lunge; ein ausgewiesener Spezialist auf diesem Gebiet ist Oberarzt Dr. Thomas Schaible, Leiter der Neonatologischen Intensivstation. Bei der ECMO, der "extra-korporalen Membran-Oxygenierung", übernimmt eine Maschine die Anreicherung des Blutes mit Sauerstoff, damit sich die Lunge über mehrere Tage hinweg erholen oder - häufig bei Frühgeborenen - überhaupt erst richtig entfalten kann.


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    Prof. Dr. med. Horst Schroten
    Prof. Dr. med. Horst Schroten

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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Organisatorisches, Personalia
    Deutsch


     

    Prof. Dr. med. Horst Schroten


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