Zum Besuch eines Trainingsprogramms, das die Lebensmittelqualität in China nach deutschen Maßstäben sichern soll, kam eine fünfzehnköpfige chinesische Delegation nach Idstein. Maßgeblich an der Entwicklung des Programms, das unter Federführung des SGS Institut Fresenius durchgeführt wurde, war Professor Dr. Thomas Knepper, Dekan des Fachbereichs Chemie und Biologie und Leiter des Institute for Analytical Research (IFAR) an der Europa Fachhochschule Fresenius.
Die Schulungsmaßnahme wurde im Hinblick auf eine Stärkung des Exports von chinesischen Agrarerzeugnissen, Fleisch- und Fischereiprodukten in die EU durchgeführt, die besonders hohe Qualitätsansprüche an die Importwaren stellt. Ziel des Trainingsprogramms war daher die Schulung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus chinesischen Lebensmittelkontrollbehörden und Überwachungsämtern, die ihr erlerntes Wissen in China an ihre Kollegen weitergeben sollen. Im Mai vergangenen Jahres hatten die ersten Vorbesprechungen für das Programm mit Gästen aus der chinesischen Provinz Zhejiang stattgefunden. Die Schwerpunkte der Schulung lagen auf dem Nachweis verschiedener Rückstände in der Nahrung, wie beispielsweise Pestizidrückständen in Nahrungsmitteln wie Früchten, Gemüse, Getreide und Fleisch, Antibiotikarückständen und Medikamenten, die in der Fischzucht eingesetzt werden, sowie Hormone in Fisch und Shrimps. Außerdem lernten die Besucher, Lebensmittel auf Rückstände von Arzneimitteln, Antibiotika und Hormonen in tierischen Produkten zu untersuchen und Schwermetallrückstände in Nahrungsmitteln nachzuweisen.
Techniken der Probennahme, Probenteilung und Probenlagerung gehören ebenso zum Trainingsprogramm wie Qualitätskontrollen während der Nahrungsmittelherstellung, Schätzung der Messunsicherheit sowie Planung und Durchführung von Laborvergleichen und Ringversuchen.
Das Programm wurde an verschiedenen Standorten in Deutschland durchgeführt. In den Laboren des IFAR der Europa Fachhochschule Fresenius fanden Schulungen zur Lebensmitteluntersuchung von Pestiziden mittels GC/MS, LC/MS statt. Weitere Stationen des Programms waren der Landesbetrieb Hessisches Landeslabor mit seinen Standorten Kassel und Wiesbaden, die SGS (Deutschland) GmbH mit Standorten in Taunusstein, Hamburg und Berlin sowie das Zentrallabor der Hessenwasser GmbH & Co. KG in Darmstadt.
Die chinesischen Gäste beim Besuch an der EFF
Quelle: Foto: Europa Fachhochschule Fresenius
Praktisches Arbeiten im Chromatografie-Labor
Quelle: Bild: Europa Fachhochschule Fresenius
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Chemie
regional
Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch

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