Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie und der Friedrich-Schiller Universität Jena ermitteln die Funktionsweise des exemplarischen Geruchsrezeptors Or22a/Or83b der Fruchtfliege
Flüchtige Moleküle, die Duftsignale darstellen, werden an Rezeptoren gebunden, die sich in tierischen Zellmembranen befinden. Vom Rezeptor aus nimmt das Signal einen mehrstufigen Weg: Über G-Proteine wird in der Zelle der Botenstoff cAMP gebildet, welcher dann an einer anderen Stelle in der Membran Ionenkanäle öffnet - es entsteht ein elektrischer Impuls, der im Gehirn des Tieres weiterverarbeitet wird. Jenaer Wissenschaftler haben nun herausgefunden, dass die Fruchtfliege dieses aus mehreren Komponenten bestehende System im Verlauf der Evolution "zusammengeschaltet" hat. Rezeptor und Ionenkanal bilden einen integrierten Schaltkreis, der auch ohne Umwege ein Duftsignal von außen in einen Reiz umwandeln kann. Vorteil: Duftmoleküle können sicher und schnell wahrgenommen werden - für Leben und Fortpflanzung des Insekts in vielerlei Hinsicht ein evolutionärer Vorteil. (NATURE, Advanced Online Publication,
13. April 2008)
http://www.mpg.de/pdf/misc/wicher.pdf
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Informationstechnik, Meer / Klima, Tier / Land / Forst, Umwelt / Ökologie
überregional
Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Publikationen
Deutsch

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