Darmstadt, 16.4.2008. In einem einzigartigen und erst seit wenigen Jahren verfolgten Forschungsansatz arbeiten Wissenschaftler der TU Darmstadt daran, verzweigte technische Bauteile mit einem neuen Verfahren herzustellen: dem sogenannten "Spaltprofilieren". Auf der diesjährigen Hannover Messe präsentiert die TU Darmstadt nun den derzeitigen Stand des von Forschern der TU entwickelten Verfahrens.
Die Festigkeit etwa eines Buchenblattes wird durch die Blattrippen auf der Unterseite bewirkt. In der Technik, etwa im Flugzeugbau, müssen Festigkeitsprobleme bisher meist durch das Anbringen von verfestigenden Elementen z.B. durch Schweißen gelöst werden. Das Spaltprofilieren, das an der TU Darmstadt im Rahmen eines Sonderforschungsbereichs erforscht wird, könnte das ändern.
Beim Spaltproflieren wird die Kante eines durch Hilfswalzen fixierten Blechs durch eine spezielle Spaltwalze so bearbeitet, dass die Kante nach und nach im Querschnitt zu einer Y-Form aufgeweitet wird. Das Blech wird dadurch verzweigt, wodurch sich insbesondere seine Eigenschaften als Trägerelement drastisch verändern. Die TU-Forscher erhoffen sich durch das neuartige Verfahren Bauteile leichter, fester, und zuverlässiger herstellen zu können als mit bisherigen Fertigungsweisen.
In dem Sonderforschungsbereich 666 "Integrale Blechbauweisen höherer Verzweigungsordnung" der TU arbeiten seit 2005 Maschinenbauer, Materialwissenschaftler und Mathematiker interdisziplinär zusammen. Beteiligt an dem SFB ist auch das Darmstädter Fraunhofer-Institut Betriebsfestigkeit Systemzuverlässigkeit. Mit dem Aufbau und der Einrichtung einer kontinuierlichen Fertigungsstraße an der TU Darmstadt können nun beidseitig spaltprofilierte Halbzeuge hergestellt und auf einer nachfolgenden Walzprofilieranlage zu geschlossenen Mehrkammerprofilen eingeformt werden.
Die Präsentation der TU Darmstadt ist auf dem Messestand des TechnologieTransferNetzwerks Hessen (TTN) auf der Hannover Messe vom 21. bis 25. April in Halle 2, Stand C45, zu finden.
he
http://www.sfb666.tu-darmstadt.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Maschinenbau, Werkstoffwissenschaften
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer
Deutsch

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