idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
Thema Corona

Imagefilm
Science Video Project
idw-News App:

AppStore



Teilen: 
19.04.2008 17:44

Sieben Schätze: Öffentliche Vorlesungsreihe von Felicitas Hoppe im Rahmen ihrer Augsburger Brecht-Gastprofessur

Klaus P. Prem Presse - Öffentlichkeitsarbeit - Information
Universität Augsburg

    Mit der Einführung von Studienbeiträgen zum Wintersemester 2007/08 hat die Philologisch-Historische Fakultät der Univrsität Augsburg beschlossen, eine aus diesen Beiträgen finanzierte Bertold-Brecht-Gastprofessur zu Bereicherung des Lehrangebots in den Literaturwissenschaften einzurichten (siehe http://idw-online.de/pages/de/news223187). Als erste Augsburger Brecht-Gastprofessorin bietet im Sommersemester 2008 nun die Berliner Schriftstellerin Felicitas Hoppe in der Germanistik zwei Seminare für Studentinnen und Studenten an - das eine zum Thema "Sieben auf einen Streich: Märchen weitererzählen", das andere über "Sieben Schätze: Literatur, Geschichte, Wissenschaft". Mit "Sieben Schätze" ist darüber hinaus auch Hoppes siebenteilige (Vor-)Lesung betitelt, die nicht nur für die Studierenden zugänglich ist. Sie findet an verschiedenen Orten in der Augsburger Innenstadt, und alle Interessierten sind zu diesen sieben Abenden eingeladen, an denen Felicitas Hoppe nicht nur ihr eigenes Werk, sondern auch ihre Lieblingsbücher vorstellen wird - Bücher, in denen es um Entdecker, Schatzsucher und Schatzwächter geht.

    Schätze sind, was wir suchen und niemals finden, was wir haben und ängstlich bewachen, was wir verlieren, weil wir zu sehr daran hängen. Lauter unerfüllbare Wünsche. Aber Schätze sind mehr als Symbole und Bilder, sie sind handfest, materiell und real. Es geht also nicht nur um Märchen, sondern um Entdeckungsreisen durch die Geschichte, die zugleich Reisen durch unsere Gegenwart sind. Und nicht zuletzt um die praktische Frage: Wie leben, was machen Schriftsteller wirklich? Brauchen wir Schatzmeister für unsere Wörter?

    Im Kleinen Goldenen Saal, in der Stadtsparkasse, in der Buchhandlung Pustet, in der Komödie, in der St. Moritzkirche, in der Puppenkiste und zuletzt dann auf dem Campus verspricht die erste Augsburger Brecht-Gastprofessorin Felicitas Hoppes sieben spannende, von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Disziplinen moderierte Abende über Wünsche und Wirklichkeit, Geschichte und Gegenwart, Literatur und Wissenschaft und über die Aktien an der Börse von Kunst und Kultur.

    Das Programm:

    22. April 2008, 19.15 Uhr, Kleiner Goldener Saal, Jesuitengasse 12
    Ungehobene Schätze: Ein Ausflug in die Welt der Wünsche
    (mit einem Grußwort von Bürgermeisterin Eva Leipprand und moderiert von Prof. Dr. Mathias Mayer, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft)

    6. Mai 2008, 19.15 Uhr, Stadtsparkasse Augsburg, Halderstraße 3
    Stroh zu Gold: Die verkaufte Aura. Über den literarischen Markt
    (Moderation: Prof. Dr. Peter Welzel, Volkswirtschaftslehre)

    20. Mai 2008, 20.00 Uhr, Buchhandlung Pustet, Karolinenstr. 12
    Wunderkammern: Zwerge mit großen Ohren. Felicitas Hoppe liest eigene und andere Reisetexte aus aller Welt
    (Moderation Dr. Friedmann Harzer, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft)

    3. Juni 2008, 19.15 Uhr, Komödie, Vorderer Lech 8
    Der Schatz bin ich: Glückliche Kindheiten. Über ehrliche Erfindung und Autobiographie
    (Moderation: Prof. Dr. Eva Matthes, Pädagogik)

    17. Juni 2008, 19.15 Uhr, St. Moritz, Moritzplatz 5
    Schatzsucher: Wir sind nur Gast auf Erden. Über Literatur und Religion
    (Moderation: Prof. Dr. Georg Langenhorst, Religionspädagogik)

    1. Juli 2008, 19.15 Uhr, Augsburger Puppenkiste, Spitalgasse 15
    Schatzjäger: Abenteuer - was ist das? Über Ritter und Ungeheuer
    (Moderation: Prof. Dr. Sabine Doering-Manteuffel, Europäische Ethnologie/Volkskund

    15. Juli 2008, 19.30 Uhr, Universität, Hörsaalzentrum, Universitätsstr. 10, HS III
    Schatzwächter und Zauberworte: Flucht ins Archiv. Über Literatur und Wissenschaft, Sammelwahn und Kanonbildung
    Moderation: Prof. Dr. Joachim Jacob, Neuere Deutsche Literaturwissenschaft mit Schwerpunkt Ethik

    Felicitas Hoppe: Werke und Auszeichnungen

    Von Felicitas Hoppe bislang erschienen sind "Picknick der Friseure" (1996), "Pigafetta" (1999), "Paradiese, Übersee" (2003), "Verbrecher und Versager" (2004), "Johanna" (2006) und "Iwein Löwenritter" (2008).

    Zu ihren Auszeichnungen zählen u. a. der Aspekte-Literaturpreis (1996), der Ernst-Willner-Preis im Bachmann-Literaturwettbewerb (1996), der Rauriser Literaturpreis (1997), der Spycher Literaturpreis Leuk (2004), der Nicolas Born-Preis (2004), der Heimito von Doderer-Literaturpreis (2004), der Brüder Grimm-Preis der Stadt Hanau (2005), eine Max Kade Visiting Professorship am Dartmouth College, Hanover, New Hampshire, der Bremer Literaturpreis (2007) und der Roswitha Preis der Stadt Bad Gandersheim (2007).
    ________________________________

    Die öffentliche Vorlesungsreihe "Sieben Schätze" wird unterstützt von der Gesellschaft der Freunde der Universität Augsburg e. V.
    ________________________________

    Kontakt:

    Prof. Dr. Mathias Mayer
    Lehrstuhl für Neuere Deutsche Literaturwissenschaft
    Universität Augsburg
    86135 Augsburg
    Telefon 0821/598-2781
    mathias.mayer@phil.uni-augsburg.de


    Weitere Informationen:

    http://www.uni-augsburg.de/brecht-professur


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Sprache / Literatur
    regional
    Buntes aus der Wissenschaft, Studium und Lehre
    Deutsch


    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).