DIPF entwickelt Meta-Informationssystem für Bildungsinformationen auf Basis semantischer Wiki-Technologien
Frankfurt/Main. Über international verfügbare Informationssammlungen wie Datenbanken, oder Volltextsammlungen der Bildungsforschung zu informieren und Nutzern die Möglichkeit zu bieten, deren Qualität selbst zu bewerten, ist Aufgabe des im März 2008 begonnenen Projekts "Educational Resources Clearinghouse". Dazu soll auf der Basis semantischer Wiki-Technologien ein Meta-Informationssystem für Bildungsinformationen entwickelt werden. Das Projekt "Educational Resources Clearinghouse" wird im Rahmen des Pakts für Forschung und Innovation 2008 http://www.pakt-fuer-forschung.de/ der Leibniz-Gemeinschaft http://www.wgl.de/?nid=wet&nidap gefördert und hat eine Laufzeit von zwei Jahren.
Formale und inhaltliche Kriterien wie Art der Information, thematische Ausrichtung, Zugangsbedingungen/-restriktionen oder die Sprache, in der die Informationssammlung vorliegt, bilden den Kern der Beschreibungen der im "Educational Resources Clearinghouse" zusammengestellten Informationen. Aber Nutzer sollen sich nicht nur ein zuverlässiges Bild über derartige Sammlungen machen können - das Clearinghouse soll ihnen insbesondere auch als Ausgangspunkt für die kollektive Diskussion und Weiterentwicklung des Informationsangebots dienen. Im Sinne des so genannten "Kollaborativen Tagging" können sie Qualitätskriterien selbst benennen und deren Relevanz beurteilen. Die qualitative Beurteilung erfolgt also in einem offenen Informations- und Kommunikationsraum.
Mithilfe von Semantic MediaWiki, einer Erweiterung der MediaWiki-Software, werden die Beschreibungen und Beurteilungen der Informationssammlungen zu semantischen Analysen genutzt. Ziel ist es, die Informationen zueinander in Beziehung zu setzen und damit automatisch neues Wissen zu generieren.
Das Projekt wird begleitend evaluiert: Mithilfe von Befragungen und Usability-Tests sollen die Akzeptanz des Wikis und das Nutzerverhalten überprüft werden. Darüber hinaus wird die nutzerorientierte Taxonomie (Folksonomy) mit Thesauri im Bildungswesen verglichen.
Eine ausführlichere Darstellung des Projekts sowie eine Übersicht über alle Projekte der Bildungsinformation ist zu finden unter: http://www.dipf.de/bildungsinformation/projekte.htm.
Informationen und Kontakt
Anke Reinhold, Projekt Educational Resources Clearinghouse, Tel. 069/ 24708-339, E-Mail reinhold@dipf.de
Referat Kommuikation / Informationszentrum (IZ) Bildung, Christine Schumann, Tel. 0 69.24708-314; E-Mail: schumann@dipf.de, www.dipf.de/bildungsinformation.htm
Das DIPF gehört mit 83 anderen außeruniversitären Forschungseinrichtungen zur Leibniz-Gemeinschaft. Das Spektrum der Leibniz-Institute ist breit und reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften und Museen mit angeschlossener Forschungsabteilung. Die Institute arbeiten nachfrageorientiert und interdisziplinär. Sie sind von überregionaler Bedeutung, betreiben Vorhaben im gesamtstaatlichen Interesse und werden deshalb von Bund und Ländern gemeinsam gefördert. Näheres unter www.wgl.de.
http://www.dipf.de/bildungsinformation/bildungsinformation_clearinghouse.htm - Das Projekt "Educational Resources Clearinghouse"
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Medien- und Kommunikationswissenschaften, Pädagogik / Bildung
überregional
Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
Deutsch

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