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28.04.2008 14:07

Jacobs-Rettungsrobotik erzielt Doppelerfolg bei den RoboCup German Open 2008

Dr. Kristin Beck Corporate Communications & Media Relations
Jacobs University Bremen

    Die Jacobs-Robotik-Gruppe um Andreas Birk, Professor of Electrical Engineering & Computer Science, konnte sich bei den RoboCup German Open, die vom 21. bis 25. April 2008 auf der Hannover Messe stattfand, sowohl in der Liga der realen als auch der virtuellen Rettungsroboter gegen eine internationale Konkurrenz durchsetzen. Damit stellte der amtierende RoboCup-Vizeweltmeister einmal mehr seine technische Überlegenheit unter Beweis.

    Die Rettungsroboter müssen bei den RoboCup Rescue Wettbewerben komplexe Aufgaben erfüllen: In einem simulierten Katastrophenszenario müssen sie "Opfer" finden, Umgebungsdaten sammeln und Karten vom Katastrophenort erstellen. Bei den Wettbewerben für die realen Roboter wird zudem die Mobilität der Roboter gefordert. So sind Bodenhindernisse zu überwinden oder Treppen und Rampen zu erklimmen. In der simulierten Liga hingegen müssen die virtuellen Roboter in einer realistischen 3D Simulation ganze Gebäude, Stadtteile oder Areale wie beispielsweise Häfen erkunden. Die verwendeten Testmethoden stammen vom amerikanischen National Institute of Standards and Technology (NIST) und werden auch für kommerzielle Systeme im Bereich Safety, Security and Rescue Robotics (SSRR) verwendet.

    "Die diesjährigen German Open waren ein wichtiger Test für die RoboCup-Weltmeisterschaft in China in diesem Sommer", bewertete Andreas Birk den Erfolg seines Teams in Hannover. "Wir sind sehr zufrieden und rechnen uns gute Chancen aus, mindestens unseren Vizeweltmeistertitel zu verteidigen." Bei dem Wettbewerb der realen Robotern, bei dem fünf Teams aus Deutschland, Schweden und England am Start waren, erreichte das Jacobs-Team mit 902 Punkte und 26 lokalisierten Opfern doppelt so viele Punkte wie das zweitplazierte Team der Universität Koblenz mit 441 Punkten und 10 gefundenen Opfern. Noch klarer fiel das Ergebnis bei den virtuellen Roboter aus, bei denen vier Teams aus Deutschland, dem Iran und den Niederlanden antraten. Dort gewann das Jacobs-Team mit 318 Punkten vor der Universität Amsterdam mit 102 Punkten.

    Grund für die Überlegenheit der Jacobs-Rettungsroboter ist die weltweit einmalige Kombination von menschlicher Fernsteuerung und vollkommen autonom agierenden Roboter. Die Rettungsroboter der Jacobs University halten nicht nur bei der Mobilität mit vergleichbaren japanischen oder amerikanischen Robotern mit, sondern verfügen auch über ein hohes Maß an Künstlicher Intelligenz. Dadurch sind die Roboter in der Lage, ihre Aufgaben auch unter schwierigsten Bedingungen zu erfüllen, denn sie planen ihre Aktionen eigenständig, um kooperativ im Team ein Gebiet zu erkunden.

    Die Integration der RoboCup German Open in die Hannover Messe, eine der weltgrößten internationalen Industrieleistungsschauen, belegt das zunehmende industrielle Interesse an mobilen und autonom agierenden Robotern und den damit verbundenen neuen Anwendungsfeldern. Beleg für dieses Interesse ist auch der "Uni Projekt Award" der Firma Faulhaber, der an die Jacobs Robotics Gruppe im Rahmen der Messe verliehen wurde. Die Firma Faulhaber würdigte mit diesem Preis die innovativen Arbeiten der Jacobs-Robotik-Gruppe im Bereich der mechatronischen Entwicklung ihrer Schutz- und Rettungsroboter.

    Kontakt:
    Dr. Andreas Birk
    Professor of Electrical Engineering & Computer Science
    Tel.: 0421 200-3113
    Fax: 0421 200-49-3113
    E-Mail: a.birk@jacobs-university.de
    http://robotics.jacobs-university.de


    Bilder

    Ihre hohe Mobilität und Robustheit erlaubt den Jacobs-Rettungsrobotern auch den Einsatz in sehr unwegsamen Gelände (hier in der Wettkampfarena der German Open 2008).
    Ihre hohe Mobilität und Robustheit erlaubt den Jacobs-Rettungsrobotern auch den Einsatz in sehr unwe ...
    Quelle: Im RoboCup-Turnier wird der Roboter-Einsatz zur Rettung von Opfern in einem simulierten Unfall-/Katastrophengebiet geprobt.





    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Elektrotechnik, Energie, Informationstechnik, Maschinenbau
    überregional
    Forschungs- / Wissenstransfer, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Ihre hohe Mobilität und Robustheit erlaubt den Jacobs-Rettungsrobotern auch den Einsatz in sehr unwegsamen Gelände (hier in der Wettkampfarena der German Open 2008).


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