idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
29.04.2008 16:01

"Young Minds in Psychiatry Award" geht an Frankfurter Mediziner

Ricarda Wessinghage Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Klinikum der Johann Wolfgang Goethe-Universität, Frankfurt a. M.

    Für sein Forschungsprojekt im Bereich der bipolaren Störungen bei Kindern und Jugendlichen erhält Dr. Florian D. Zepf den mit US$ 45.000 dotierten Preis der American Psychiatric Association und AstraZeneca.

    Dr. med. Florian D. Zepf (30), Arzt an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters des Klinikums der J.W. Goethe-Universität, wird mit dem "Young Minds in Psychiatry Award" ausgezeichnet. Der von der American Psychiatric Association (APA) und von AstraZeneca gestiftete Preis wird am 6. Mai 2008 im Rahmen der Jahrestagung der 38.000 Mitglieder zählenden American Psychiatric Association in Washington D.C. verliehen.

    Mit seinem Forschungsvorhaben zur Funktion des Botenstoffes Serotonin bei Kindern und Jugendlichen mit bipolaren Störungen (manisch-depressiven Erkrankungen) konnte Dr. Zepf die Jury überzeugen. Serotonin ist ein Neurotransmitter, der bei der Erforschung bipolarer Störungen eine zentrale Rolle einnimmt. Die organische Verbindung steuert unter anderem den Gemütszustand des Menschen und spielt bei stimmungsbezogenen Symptomen eine Rolle. Kinder und Jugendliche mit einer Symptomatik aus dem diagnostischen Spektrum bipolarer Störungen zeigen häufig Probleme bei der Affektregulation, haben aber auch oftmals deutliche kognitive Defizite. Dr. Zepfs Forschungsprojekt untersucht, welche Hirnareale bei Patienten mit bipolaren Störungen von einem Mangel an Serotonin betroffen sein können. "Das Forschungsprojekt ist von Bedeutung, um die nach wie vor nicht sicher aufgeklärte Pathophysiologie von bipolaren Störungen genauer zu verstehen und neue Behandlungsansätze für diesen Störungskomplex entwickeln zu können", erklärt Dr. Zepf.

    Grundlage der Untersuchung ist ein an der Frankfurter Uniklinik entwickeltes Verfahren, mit dessen Hilfe die Serotonin-Synthese bei Kindern und Jugendlichen physiologisch beeinflusst werden kann. Eine bisher nur an Erwachsenen verwendete Methode wurde an der Frankfurter Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters (Direktor: Prof. Dr. med. F. Poustka) erstmalig für Kinder und Jugendliche modifiziert. Hierbei konnte gezeigt werden, dass eine bestimmte Gruppe von Patienten mit der Diagnose ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom) unter einer verminderten Serotonin-Verfügbarkeit anfälliger für aggressives Verhalten war.

    Bei Menschen mit bipolaren Störungen wechseln sich Phasen der Hochstimmung mit solchen der Depression ab. Diese Zyklen sind von den Betroffenen nicht kontrollierbar und haben Auswirkungen auf deren soziales Leben und Umfeld.

    Mit dem "Young Minds in Psychiatry Award" sollen führende Forscher im Bereich der Psychiatrie ausgezeichnet werden. Es werden jährlich neben Nachwuchsforschern aus den USA auch vier junge ausländische Wissenschaftler ausgezeichnet. Mit dem Preis wollen die Stifter Anreize für eine stärkere Forschung im Bereich der psychischen Erkrankungen setzen.

    Frankfurt am Main, 29. April 2008

    Für weitere Informationen:

    Ricarda Wessinghage
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Klinikum der J.W. Goethe-Universität Frankfurt/ Main
    Fon (0 69) 63 01 - 77 64
    Fax (0 69) 63 01 - 8 32 22
    E-Mail ricarda.wessinghage@kgu.de
    Internet www.kgu.de


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungsprojekte, Personalia
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).