Für sein Forschungsprojekt im Bereich der bipolaren Störungen bei Kindern und Jugendlichen erhält Dr. Florian D. Zepf den mit US$ 45.000 dotierten Preis der American Psychiatric Association und AstraZeneca.
Dr. med. Florian D. Zepf (30), Arzt an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters des Klinikums der J.W. Goethe-Universität, wird mit dem "Young Minds in Psychiatry Award" ausgezeichnet. Der von der American Psychiatric Association (APA) und von AstraZeneca gestiftete Preis wird am 6. Mai 2008 im Rahmen der Jahrestagung der 38.000 Mitglieder zählenden American Psychiatric Association in Washington D.C. verliehen.
Mit seinem Forschungsvorhaben zur Funktion des Botenstoffes Serotonin bei Kindern und Jugendlichen mit bipolaren Störungen (manisch-depressiven Erkrankungen) konnte Dr. Zepf die Jury überzeugen. Serotonin ist ein Neurotransmitter, der bei der Erforschung bipolarer Störungen eine zentrale Rolle einnimmt. Die organische Verbindung steuert unter anderem den Gemütszustand des Menschen und spielt bei stimmungsbezogenen Symptomen eine Rolle. Kinder und Jugendliche mit einer Symptomatik aus dem diagnostischen Spektrum bipolarer Störungen zeigen häufig Probleme bei der Affektregulation, haben aber auch oftmals deutliche kognitive Defizite. Dr. Zepfs Forschungsprojekt untersucht, welche Hirnareale bei Patienten mit bipolaren Störungen von einem Mangel an Serotonin betroffen sein können. "Das Forschungsprojekt ist von Bedeutung, um die nach wie vor nicht sicher aufgeklärte Pathophysiologie von bipolaren Störungen genauer zu verstehen und neue Behandlungsansätze für diesen Störungskomplex entwickeln zu können", erklärt Dr. Zepf.
Grundlage der Untersuchung ist ein an der Frankfurter Uniklinik entwickeltes Verfahren, mit dessen Hilfe die Serotonin-Synthese bei Kindern und Jugendlichen physiologisch beeinflusst werden kann. Eine bisher nur an Erwachsenen verwendete Methode wurde an der Frankfurter Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters (Direktor: Prof. Dr. med. F. Poustka) erstmalig für Kinder und Jugendliche modifiziert. Hierbei konnte gezeigt werden, dass eine bestimmte Gruppe von Patienten mit der Diagnose ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom) unter einer verminderten Serotonin-Verfügbarkeit anfälliger für aggressives Verhalten war.
Bei Menschen mit bipolaren Störungen wechseln sich Phasen der Hochstimmung mit solchen der Depression ab. Diese Zyklen sind von den Betroffenen nicht kontrollierbar und haben Auswirkungen auf deren soziales Leben und Umfeld.
Mit dem "Young Minds in Psychiatry Award" sollen führende Forscher im Bereich der Psychiatrie ausgezeichnet werden. Es werden jährlich neben Nachwuchsforschern aus den USA auch vier junge ausländische Wissenschaftler ausgezeichnet. Mit dem Preis wollen die Stifter Anreize für eine stärkere Forschung im Bereich der psychischen Erkrankungen setzen.
Frankfurt am Main, 29. April 2008
Für weitere Informationen:
Ricarda Wessinghage
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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Fon (0 69) 63 01 - 77 64
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Merkmale dieser Pressemitteilung:
Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
überregional
Forschungsprojekte, Personalia
Deutsch

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