Erster bundesweiter Vergleichstest zur Rettung verunfallter Atemschutzgeräteträger
An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg findet vom 3. bis 4. Mai 2008 ein praktischer Vergleichstest zur Rettung von Feuerwehrleuten unter Atemschutz statt. Experten des Studiengangs Sicherheit und Gefahrenabwehr proben gemeinsam mit Feuerwehrangehörigen aus dem gesamten Bundesgebiet den schwierigen Abtransport von verunfallten Einsatzkräften unter Atemschutz. In dem aufwändigen Praxistest wollen Brandschutzexperten erstmals alle möglichen Transportmethoden testen, um letztendlich die beste Strategie zur Rettung der eigenen Leute zu identifizieren. In fünf Szenarien werden typische Situationen an Einsatzstellen der Feuerwehr simuliert, wie zum Beispiel die Rettung der Einsatzkräfte über Treppen oder Leitern unter Nullsicht und Umgebungslärm. Diese groß angelegte Testreihe soll erstmals verbindliche und wissenschaftlich fundierte Konzepte zur optimalen Rettung verunfallter Einsatzkräfte mit angelegter Atemschutzausrüstung liefern und so tödliche Unfälle vermeiden.
Was: "Vergleichstest zur Rettung verunfallter Atemschutzgeräteträger" des Studiengangs Sicherheit- und Gefahrenabwehr mit Berufsfeuerwehren
Wann: 3. bis 4. Mai 2008, ab 8.30 bis 18.00 Uhr
Wo: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Wohnheim 10, Hohepfortestraße 40, 39106 Magdeburg
Vertreter der Medien sind herzlich zur Berichterstattung eingeladen! Ein Unfall von Atemschutzgeräteträgern bei der Brandbekämpfung ist trotz moderner Technik immer noch eine große Herausforderung, so Markus Held vom Studiengang Sicherheit und Gefahrenabwehr der Uni Magdeburg. Grund dafür sei der schwierige Transport der Opfer aus der Gefahrenzone, um dann lebensrettende Sofortmaßnahmen durchzuführen, so Held. Zum einen sind die empfindlichen Ventile der Atemschutzgeräte nicht belastbar, zum anderen darf die Maske nicht verrutschen oder abreißen.
Bisher gibt es aber für Einsatzkräfte der Feuerwehren europaweit keinen verbindlichen Notfallplan zur Rettung verunfallter Kollegen mit angelegtem Atemschutzgerät; ist nicht vorgeschrieben wie viel Rettungskräfte mit welcher Technik wann und wo eingesetzt werden müssen. Allein in Deutschland existieren 16 Methoden zum Abtransport. Jedoch steigt die Zahl der Einsätze, bei denen Rettungskräfte Atemschutzgeräte tragen müssen. Der Grund: in modernen Gebäuden wird ein ständig wachsender Anteil von Kunststoffen verbaut, die bei Bränden mehr Atemgifte produzieren.
Das Brandschutzforschungszentrum Karlsruhe, der Deutsche Feuerwehrverband e. V. (DFV) und die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) begleiten die Tests. Regionale Firmen und die Berufsfeuerwehr Magdeburg unterstützen diesen Großversuch mit Gerätschaften und Logistik.
Ansprechpartner: Markus Held, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik, Tel.: 01515-212162, E-Mail: markus.held@student.bw.hs-magdeburg.de
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Informationstechnik, Maschinenbau
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsprojekte
Deutsch

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