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08.05.2008 16:46

Visuelle Spezialeffekte aus Braunschweig - TU-Wissenschaftler verbessern "Freeze Shot"-Kameratechnik

Ulrike Rolf Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Technische Universität Carolo-Wilhelmina zu Braunschweig

    Wissenschaftler des Instituts für Computergraphik der Technischen Universität Braunschweig entwickeln eine neue Methode, den Rundum-Kamerafahrt-Effekt (Freeze Shot) mit Hilfe von 3-D-Modellierung und modernen Algorithmen zu vereinfachen.

    Bekannt wurde diese Aufnahmetechnik durch die Szenen in dem Film "Matrix", in dem die Kamera während der Bewegung des Schauspielers um ihn herum fährt. Die Software erzeugt ein einwandfreies, dreidimensionales Modell der Schauspieler am Computer, das abschließend mit Computerkameras aus allen Positionen gefilmt werden kann und ist zeit- und Kosten sparend. Bislang muss die Kameraführung unter erheblichen Aufwand im Vorhinein genau geplant sein: Bis zu 160 Kameras müssen exakt positioniert und ausgerichtet werden.

    Mit der Methode der TU-Wissenschaftler Martin Eisemann, Marcus Magnor und Anita Sellent werden nur eine Handvoll Kameras benötigt. Der größte Vorteil ist, dass die Kamerafahrt und Geschwindigkeit frei zu wählen sind. Die Szenen müssen nur ein Mal aufgenommen werden - auch wenn die Einstellung von der anderen Seite benötigt wird. Der Trick ist, dass die Personen in Echtzeit als 3-D-Modell rekonstruiert werden. Danach kann von jeder Richtung aus die Szene im Computer "nachgefilmt" bzw. der Blickwinkel verändert werden. Der größte Vorteil ist, dass die Kamerafahrt und die Geschwindigkeit frei zu wählen sind.

    Bislang gab es bei dieser Technik unschöne Nebeneffekte. Durch falsche Berechnungen des 3-D-Modells wurden oft Farben verschoben und verschwommen dargestellt. Die Braunschweiger Wissenschaftler, die mit dem Max-Plank-Institut und der Universität Hasselt in Belgien kooperieren, konnten durch einen neuen Algorithmus das Problem lösen. Ein weiterer Vorteil: Die neue Software ist universell einsetzbar und kann auch in anderen Bereichen der 3-D-Modellierung Anwendung finden.

    Die Wissenschaftler der TU Braunschweig wurden auf der Computergraphik-Tagung "Eurographics" in Kreta mit dem "Best Student Paper Award" für diese Arbeit ausgezeichnet.

    Kontakt:
    Institut für Computergraphik
    Martin Eisemann
    Tel.: 0531/391-2104
    E-Mail: eisemann@cg.cs.tu-bs.de
    Yasemin Yüksel-Glogowski
    Tel.: 0531/391-2102
    E-Mail: y.yueksel@cg.cs.tu-bs.de
    http://graphics.tu-bs.de


    Bilder

    Um das 3D-Modell der Schauspielerin realistisch zu texturieren (rechts), berechnet der Algorithmus die benötigte Verzerrung der aufgenommenen Bilder auf der Oberfläche (links).
    Um das 3D-Modell der Schauspielerin realistisch zu texturieren (rechts), berechnet der Algorithmus d ...
    Quelle: TU Braunschweig


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Gesellschaft, Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

    Um das 3D-Modell der Schauspielerin realistisch zu texturieren (rechts), berechnet der Algorithmus die benötigte Verzerrung der aufgenommenen Bilder auf der Oberfläche (links).


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