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09.05.2008 11:37

Wissenschaftsrat: Ergebnisse der Frühjahrssitzugen des Wissenschaftsrates in Rostock (7./8. Mai 2008)

Dr. Christiane Kling-Mathey Geschäftsstelle
Wissenschaftsrat

    Das Forschungsrating, ein neuartiges, differenziertes und methodisch sehr anspruchsvolles Verfahren zum Leistungsvergleich in der Forschung an Hochschulen und außeruniversitären Einrichtungen, hat sich in der Praxis erfolgreich bewährt. In einer 2005 durch den Wissenschaftsrat in Auftrag gegebenen und durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanzierten Pilotstudie sind mit der Chemie und der Soziologie bewusst zwei sehr unterschiedliche Fächer als erste Disziplinen untersucht worden. In der Erprobungsphase hat sich das Forschungsrating als durchführbares und aussagekräftiges Instrument mit hohem Zukunftspotenzial erwiesen. Empfohlen wird daher, das Verfahren schrittweise weiterzuentwickeln, um zu prüfen, ob mittelfristig eine alle geeigneten Fächer erfassende, turnusmäßige Durchführung möglich ist. In einem nächsten Schritt sollen je ein geistes- und ein technikwissenschaftliches Fach untersucht werden.

    In seiner Stellungnahme zur aktuellen Denkschrift der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) zur weiteren Entwicklung ihres Förderhandelns und zu ihrem künftigen Finanzbedarf stellt der Wissenschaftsrat die bedeutende Leistung der DFG bei der qualitätsorientierten Weiterentwicklung des Forschungssystems in Deutschland heraus. Die Förderprinzipien und Entscheidungsverfahren der Deutschen Forschungsgemeinschaft haben wesentlich zur Ausbildung von Qualitätsstandards auch bei anderen wettbewerblichen Verfahren der Forschungsfinanzierung beigetragen.

    Mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (Braunschweig/Berlin), dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (Hamburg/Rostock) sowie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (Köln) hat der Wissenschaftsrat drei weitere Ressortforschungseinrichtungen des Bundes evaluiert. Die durchweg positiven Evaluationsergebnisse basieren insbesondere auf den breiten und sehr guten Forschungs- und Entwicklungsgrundlagen in diesen Einrichtungen, deren auch international anerkannte Arbeit von nicht zu unterschätzender Bedeutung für das Gemeinwohl bzw. den Wirtschaftsstandort Deutschland ist.

    Im Rahmen der institutionellen Akkreditierung hat der Wissenschaftsrat drei Einrichtungen akkreditiert: Die Bucerius Law School in Hamburg hat in den acht Jahren seit ihrer Gründung im Jahr 2000 ein unverwechselbares Profil entwickelt, das durch einen wissenschaftlichen Schwerpunkt im Wirtschaftsrecht mit internationalen Bezügen gekennzeichnet ist. In der juristischen Ausbildung hat die Bucerius Law School mit der Einführung eines grundständigen Bachelor-Programms neue Wege beschritten. Aufgrund der insgesamt positiven Entwicklung hat der Wissenschaftsrat die Bucerius Law School für zehn Jahre akkreditiert.

    Die Freie Theologische Akademie Gießen (FTA) wurde 1974 mit dem Ziel gegründet, einen achtsemestrigen theologischen Ausbildungsgang für Bewerber aus evangelikalen Gemeinschaften, Freikirchen und unabhängigen Gemeinden anzubieten. In den zurückliegenden Jahren hat die FTA ihre Praxis und im Laufe des Akkreditierungsverfahrens auch ihre formalen Bekenntnisgrundlagen geändert. Damit erfüllt sie die Mindestanforderungen, die an eine theologische Ausbildungs- und Forschungsstätte zu stellen sind. Die Akkreditierung wird für fünf Jahre ausgesprochen.

    Die Business and Information Technology School (BiTS) in Iserlohn bietet fünf Bachelor-Studiengänge und einen Master-Studiengang im betriebswirtschaftlichen Bereich an. Sie punktet mit einem gut durchdachten Studienangebot, einem guten Ruf in der regionalen Wirtschaft, einer angemessenen personellen Ausstattung sowie mit einer soliden Finanzierung. Die Akkreditierung wird für fünf Jahre ausgesprochen.

    Hinweis: Die Empfehlungen und Stellungnahmen werden im Netz als Volltext (www.wissenschaftsrat.de) veröffentlicht, sie können aber auch bei der Geschäftsstelle des Wissenschaftsrates per E-Mail (post@wissenschaftsrat.de) angefordert werden.


    Weitere Informationen:

    http://www.wissenschaftsrat.de


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    fachunabhängig
    überregional
    Wissenschaftspolitik
    Deutsch


     

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