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15.05.2008 10:16

Medienamateure erobern unsere Bildwelten

Dr. Christian Jung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
VolkswagenStiftung

    Interdisziplinäres und internationales Symposium "Wie verändern Laien unsere visuelle Kultur?" vom 5. bis 7. Juni 2008 in Siegen

    Im virtuellen Raum geht es geschäftig zu: Immer mehr Menschen fotografieren, filmen, bloggen, posten, taggen und spielen auf den verschiedensten Plattformen des Internets. Die Zeiten, in denen nur "Profis" bestimmten, was im World Wide Web zu sehen und zu lesen ist, sind längst passé. Menschen, die früher nur im privaten Kreis selbst gemachte Bilder zeigten, können sich nun öffentlich und global artikulieren. Im Dezember 2006 kürte etwa das Time Magazine das "Du" zur "Person des Jahres". - Du, also der Nutzer, ist nicht mehr nur Rezipient, sondern aktiver Gestalter und Produzent medialer Inhalte. Der Laie und Medienamateur formiert sich zur "fünften Gewalt" - in Wikis, Weblogs, Bild- und Videoportalen.

    Neben der Sprache spielen dabei Bilder eine zentrale Rolle. Bilder beherrschen unseren Alltag, unsere wissenschaftliche Arbeit, sie beeinflussen unsere Meinungen und prägen unser Bewusstsein. Dabei wurden die Möglichkeiten der Bilderzeugung seit dem 19. Jahrhundert immer weiterentwickelt: von der Fotografie, über Film und Video bis hin zu den Bildproduktionen des Internets. Wie nun verändern Laien unsere visuelle Kultur?

    Dieser Frage widmet sich eine durch die VolkswagenStiftung geförderte wissenschaftliche Tagung, die vom 5. bis zum 7. Juni 2008 in Siegen stattfindet. Initiatorin ist Professorin Dr. Susanne Regener, Lehrstuhl Mediengeschichte der Universität Siegen, die rund 25 (Bild-) Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den Bereichen Kunstgeschichte, Geschichtswissenschaft, Ethnologie, Film- und Theaterwissenschaft sowie Politik- und Sozialwissenschaft, Medientheoretiker und -praktiker ins Siegener Museum für Gegenwartskunst geladen hat. Diskutiert werden soll nicht zuletzt über das Verhältnis von Kunst und Alltag sowie Kunst, Populärkultur und Wissenschaft - auch aus kulturhistorischer Sicht: In welchem Bezug stehen etwa die Produktionen des Internetusers zu denen des historischen Amateurs im 19. und 20. Jahrhundert? Wie wird das Selbst im digitalen Raum konstruiert? Können Produkte des Amateurs und ihre Ästhetik auf die professionelle (hohe) Kultur rückwirken?

    Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind herzlich zu der Veranstaltung eingeladen. Sie finden das Programm auf der Homepage zur Tagung unter http://www.medienamateure.de. Bitte melden Sie sich bei Interesse an unter der E-Mail info@medienamateure.de, da die Zahl der Teilnehmer begrenzt ist. Die Tagung findet statt im Museum für Gegenwartskunst Siegen. Start ist am Donnerstag, dem 5. Juni, um 15 Uhr.

    Tagungsort
    Museum für Gegenwartskunst Siegen
    Unteres Schloss 1
    57072 Siegen

    Kontakt Projekt
    Universität Siegen
    Lehrstuhl für Mediengeschichte
    Prof. Dr. Susanne Regener
    Telefon: 0271 740 2046
    E-Mail: regener@medien-wissenschaft.uni-siegen.de

    Kontakt
    VolkswagenStiftung
    Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
    Dr. Christian Jung
    Telefon: 0511 8381 - 380
    E-Mail: jung@volkswagenstiftung.de

    Der Text der Presseinformation sowie ein Foto stehen im Internet zur Verfügung unter http://www.volkswagenstiftung.de/service/presse.html?datum=20080515.


    Weitere Informationen:

    http://www.medienamateure.de - Programm


    Bilder

    Was Medienamateure auslösen
    Was Medienamateure auslösen
    Quelle: Foto: Universität Siegen


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Geschichte / Archäologie, Gesellschaft, Kunst / Design, Medien- und Kommunikationswissenschaften, Musik / Theater, Sprache / Literatur
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

    Was Medienamateure auslösen


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