Die DECHEMA veranstaltet zusammen mit den drei bundesweiten GenoMik-Plus Genomforschungsnetzwerken sowie dem Verbund GenoMik plus Industrie am 5. und 6. Juni 2008 im DECHEMA-Haus in Frankfurt/Main einen Statusworkshop zum Thema: "Mikrobielle Genomforschung im Zeitalter ultraschneller Sequen-ziertechnologien". Revolutionäre Sequenziertechnologien ermöglichen heute die Entschlüsselung der genetischen Information von Organismen in einer bisher unerreichten Schnelligkeit und Kosteneffizienz. Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht eine kritische Betrachtung des aktuellen Standes und der Zukunft der mikrobiellen Genomforschung in Deutschland.
Die Organisatoren laden am 5. Juni 2008 um 11 Uhr zu einem Pressegespräch im DECHEMA-Haus in Frankfurt/Main, Theodor-Heuss-Allee 25 im Alfred-Pott-Raum ein.
Hauptziel des diesjährigen Statusworkshops ist es, einerseits ein Resümee über die in den vergangenen zehn Jahre erreichten Ziele zu ziehen und andererseits eine neue Zielbestimmung für die Zukunft der mikrobiellen Genomforschung in Deutschland zu formulieren. Im Mittelpunkt des Workshops stehen neue, ultraschnelle Hochdurchsatztechnologien auf dem Gebiet der DNA-Sequenzierung, die gerade die biologische Forschung revolutionieren sowie ihre Implikationen auf den verschiedenen Feldern der Genomforschung. Anwendungsbeispiele auf dem Gebiet der Genomforschung an Mikroorganismen betreffen dabei Bakterien, die eine wichtige Rolle in Medizin, Landwirtschaft und Biotechnologie spielen. Die im Rahmen des GenoMik-Plus Förderprogramms eingerichtete Technologieplattform für mikrobielle Genomforschung (TPMG) mit ihren Zentren in Bielefeld (Bioinformatik), Göttingen (DNA-Sequenzanalyse) und Greifswald (Proteomik) wird ebenfalls präsentiert. Weitere zukunftsweisende Themen betreffen die Systembiologie sowie die Synthetische Biologie. Als Vortragende wurden international renommierte Wissenschaftler eingeladen.
Im Rahmen des Workshops werden alle gegenwärtig auf dem Markt erhältlichen ultraschnellen Hochdurchsatz-Sequenziersysteme präsentiert sowie ihre Einsatzmöglichkeiten bei verschiedenen biologischen Fragestellungen diskutiert. Die von den Firmen Roche Diagnostics, Applied Biosystems und Illumina Inc. angebotenen Sequenzierautomaten werden von Firmenvertreten interessierten Wissenschaftlern vorgestellt.
Der Statusworkshop knüpft an das Statusseminar "Mikrobielle Genomforschung in Deutschland" an, das vor zehn Jahren in Frankfurt abgehalten wurde und Ausgangs-punkt für die Veröffentlichung verschiedener Förderinitiativen des BMBF auf dem Gebiet der mikrobiellen Genomforschung war.
Ziel des damaligen Statusseminars war eine Bestandsaufnahme des Standes der mikrobiellen Genomforschung in Deutschland. Wichtigstes Ergebnis dieser Veranstaltung war die Erkenntnis, dass die deutsche Forschung den Anschluss an die internationale Spitze auf dem Gebiet der mikrobiellen Genomforschung zu verlieren drohte und daher eine umfassende Förderung dieses Forschungszweiges dringend geboten sei. Rückblickend betrachtet erwies sich das Statusseminar als die Initialzündung für verschiedene BMBF-Aktivitäten auf dem Gebiet der mikrobiellen Genomforschung während der vergangenen Jahre. Nun, nach einer Dekade ist es an der Zeit, die Wirksamkeit dieser Fördermaßnahmen einer kritischen Betrachtung zu unterziehen und den Stand der deutschen Forschung auf diesem Sektor im internationalen Vergleich zu beleuchten. Gleichzeitig soll die Veranstaltung dazu dienen, über die Zukunft der mikrobiellen Genomforschung in Deutschland zu diskutieren.
Weitere Informationen:
Prof. Dr. Alfred Pühler
Universität Bielefeld, Lehrstuhl für Genetik
Postfach 100131, 33501 Bielefeld
Tel. 0521-106-5607
Fax: 0521-106-5626
E-Mail : puehler@genetik.uni-bielefeld.de
Dr. Karsten Schürrle
DECHEMA e.V.
60486 Frankfurt am Main
Tel. 069 7564 162
E-Mail : schuerrle@dechema.de
Oder im Internet unter: http://www.dechema.de/ultrafast
Merkmale dieser Pressemitteilung:
Biologie, Chemie, Ernährung / Gesundheit / Pflege, Informationstechnik, Medizin, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie
überregional
Buntes aus der Wissenschaft, Forschungs- / Wissenstransfer, Wissenschaftliche Tagungen
Deutsch

Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.
Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).
Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.
Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).
Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).