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21.05.2008 14:33

Studie: Deutliche Wettbewerbsvorteile für nachhaltig wirtschaftende Unternehmen

Torben Trupke M. A. Stach's Kommunikation & Management GmbH
WHU - Otto Beisheim School of Management

    Unternehmen, die ökologisch und sozial nachhaltig wirtschaften, haben einen
    deutlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz. Zu diesem Schluss
    kommt eine neue Studie der WHU - Otto Beisheim School of Management.
    Für 70 Prozent der befragten Top-Manager ist Nachhaltigkeit außerdem die
    Grundvoraussetzung für die Profitabilität ihres Unternehmens. Die Studie wird
    auf der Tagung "Campus for Strategy-Sustainability is Strategy" am 28./29. Mai
    an der WHU in Vallendar vorgestellt.

    Das Thema "Nachhaltigkeit" wird für Unternehmen weltweit immer wichtiger.
    Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie der WHU - Otto Beisheim
    School of Management. Sie wird auf der deutschsprachigen Tagung
    "Campus for Strategy - Sustainability is Strategy" am 28./29. Mai
    an der WHU vorgestellt. Zu der Konferenz werden hochkarätige
    Vertreter der deutschen Wirtschaft erwartet.

    Anlass für die WHU-Studie war die Tatsache, dass viele Unternehmen ihre
    Produktion in kostengünstigere Schwellenländer auslagern, deren soziale und
    ökologische Standards meist weit unter den westlichen liegen. "Für viele Firmen
    stellt sich deshalb die Frage: Zahlt es sich aus, in die Verbesserung der
    Wertschöpfungsbedingungen zu investieren?", sagt Studienleiter Prof. Dr. Lutz
    Kaufmann. Er hat an der WHU den Lehrstuhl für Internationales Management
    und Beschaffung inne.

    Kaufmann und seine Mitarbeiter wollten von Top-Managern wissen, ob ihre
    Unternehmen im Ausland sozial und ökologisch nachhaltig wirtschaften
    und inwieweit sich das im Wettbewerb auszahlt. Nach Auswertung der Studien-
    ergebnisse ist die Antwort eindeutig: "Die weltweit erfolgreichsten Unternehmen
    nutzen soziale und ökologische Nachhaltigkeit als strategischen Wachstumsmotor
    entlang der gesamten Wertschöpfungskette", so Kaufmann. Dabei habe die
    Konsumgüterindustrie eindeutig die Nase vorn.

    Wie wichtig das Thema inzwischen für die Wirtschaft ist, zeigt folgende Zahl:
    70 Prozent aller antwortenden Top-Manager bewerten soziale und ökologische
    Nachhaltigkeit als Grundvoraussetzung für die Profitabilität ihres
    Unternehmens. Befragt wurden die regionalen Führungskräfte in China, Indien,
    Brasilien, Ungarn und Tschechien sowie die Chefs des Zentraleinkaufs von
    mehr als 200 Großunternehmen der wichtigen produzierenden Branchen, des
    Baugewerbes sowie des Groß- und Einzelhandels.

    Kaum Unterschiede gab es in der Bewertung der Bedeutung von sozialer und
    ökologischer Nachhaltigkeit.
    So stimmen 58 Prozent der befragten lokalen Geschäftsführer der Aussage zu,
    dass Bemühungen um ökologische Nachhaltigkeit unentbehrlich für die
    langfristige Existenz ihres Unternehmens sind. Fast zwei Drittel (63 Prozent)
    stufen Bemühungen um soziale Nachhaltigkeit als überlebenskritischen Faktor
    ein.

    Dass "Nachhaltigkeit" viel mehr ist als nur ein Schlagwort, belegt auch eine
    andere Erkenntnis der Studie: Unternehmen, die in sozialer und ökologischer
    Hinsicht überdurchschnittliche Ansprüche stellen, haben greifbare
    Wettbewerbsvorteile. Sie sind beliebtere Arbeitgeber und haben bessere
    Lieferantenbeziehungen als die Konkurrenz.

    Und es gibt einen deutlichen Zusammenhang zwischen einem nachhaltigen
    Lieferantenmanagement und dem finanziellen Erfolg eines Unternehmens.
    Lieferanten, die nachhaltig wirtschaften, sind meist effektiver als andere -
    weil Nachhaltigkeit eine starke Kontrolle aller Geschäftsprozesse voraussetzt.
    Das ist wiederum ein unmittelbarer Vorteil für Unternehmen, die mit diesen
    Lieferanten zusammenarbeiten.

    Beim diesjährigen "Campus for Strategy" am 28. und 29. Mai in Vallendar lautet
    das Thema "Sustainability is Strategy". Weitere Informationen gibt es unter
    www.campusforstrategy.com.

    Die WHU - Otto Beisheim School of Management ist eine international
    ausgerichtete, privat finanzierte Wirtschaftshochschule. Seit ihrer Gründung ist
    die WHU Vorbild für zukunftsorientierte Forschung und Lehre auf dem Gebiet
    der Betriebswirtschaft.
    Das Studienangebot umfasst ein Bachelor- und Masterprogramm,
    ein Vollzeit MBA-Studium, das Kellogg-WHU Executive MBA-Programm
    und den Bucerius/WHU Master of Law and Business (MLB).
    Damit werden etwa 500 Programmteilnehmer jährlich erreicht.
    Hinzu kommen maßgeschneiderte Programme für Führungskräfte, die sich den
    individuellen Bedürfnissen der Unternehmen anpassen.

    Die WHU besitzt das Promotions- und Habilitationsrecht. Ihr internationales
    Netzwerk umfasst über 150 Partnerhochschulen zum Austausch von Dozenten
    und Studenten sowie Forschungskooperationen auf allen Kontinenten.
    Die WHU lässt sich regelmäßig durch EQUIS und FIBAA zertifizieren und ist
    Mitglied der renommierten Akkreditierungsinstitution AACSB - das garantiert
    eine exzellente Qualität der Studiengänge und einen hohen Grad an Internationalisierung.

    Als einzige deutsche Privathochschule gehört die WHU außerdem der Deutschen
    Forschungsgemeinschaft (DFG) an. In nationalen wie internationalen
    Ranglisten nimmt die WHU - Otto Beisheim School of Management stets
    Spitzenplätze ein - zuletzt beim CHE-Ranking 2008.

    Für die Zukunft verfolgt die WHU eine konsequente Wachstumsstrategie. Die
    Zahl der Lehrstühle wird sich bis 2011 auf 30, die der Studenten von 500 auf
    800 erhöhen. Ziel der WHU ist es, sich unter den Top-Hochschulen Europas zu
    etablieren.

    Pressekontakt:
    Stach's Kommunikation & Management GmbH
    Daniela Naar; Torben Trupke
    Tel.: + 49 69 976713-40/-15
    Fax: +49 69 976713-33
    E-Mail: daniela.naar@stach-s.de
    torben.trupke@stach-s.de


    Weitere Informationen:

    http://www.campusforstrategy.com
    http://www.whu.edu


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Gesellschaft, Meer / Klima, Umwelt / Ökologie, Wirtschaft
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Forschungsergebnisse, Wissenschaftliche Tagungen
    Deutsch


     

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