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04.06.2008 10:42

Rettende Transplantation: Bedarf an Spenderherzen steigt stetig

Pierre König Öffentlichkeitsarbeit
Deutsche Herzstiftung e.V./Deutsche Stiftung für Herzforschung

    Neuer Organspendeausweis bei der Deutschen Herzstiftung anzufordern

    (Frankfurt am Main, 4. Juni 2008) Bei Menschen, die auf eine Herztransplantation warten, geht es um Leben oder Tod. Denn sie haben nur eine Chance, wenn sie rechtzeitig ein Spenderherz erhalten. Doch der jährliche Bedarf ist weit größer als die Zahl der verfügbaren Organe. Zum Tag der Organspende am 7. Juni ruft die Deutsche Herzstiftung deshalb dazu auf, anderen Menschen Leben zu schenken und sich für eine Organspende zu entscheiden. Die Bereitschaft dazu kann man im neuen Organspendeausweis erklären, den es kostenlos bei der Herzstiftung gibt.

    In Deutschland waren es vergangenes Jahr knapp 400 Menschen, die eine rettende Herz- oder Herz-Lungentransplantation erhalten konnten. Die meisten von ihnen, weil sie zuvor an einer schweren Herzmuskelerkrankung oder massiven Durchblutungsstörungen in den Herzkranzgefäßen litten. "Der Bedarf an Spenderherzen ist jedoch jetzt schon mindestens doppelt so hoch und wird in Zukunft noch deutlich steigen", prognostiziert Prof. Dr. med. Friedhelm Beyersdorf, Leitender Herzchirurg im Universitätsklinikum Freiburg und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Deutschen Herzstiftung. Die Gründe dafür: "Die Menschen werden immer älter und Herzkrankheiten werden in einigen Jahren weltweit an der Spitze der Krankheitsstatistik stehen, während gleichzeitig die Transplantationsmedizin immer besser wird."

    Weil nicht genügend Spenderherzen zur Verfügung stehen, müssen herzkranke Patienten, die eine Transplantation brauchen, zurzeit zwischen zwei und vier Jahre darauf warten. Für rund ein Viertel von ihnen ist diese Zeit jedoch zu lang, und sie sterben, während sie auf der Warteliste stehen. Auch sogenannte Kunstherzen können bisher nur für einen begrenzten Zeitraum das Warten auf die Transplantation überbrücken. "Um möglichst viele Patienten zu retten, brauchen wir dringend mehr Spenderorgane und damit mehr Menschen, die zu einer Organspende bereit sind", so Prof. Beyersdorf. Jeder sollte sich deshalb einmal fragen "Will ich nach meinem Tod noch anderen Menschen helfen?" oder auch "Was wäre, wenn ich selbst das Organ eines anderen zum Überleben bräuchte?"

    Organspende und Transplantation sind klar im deutschen Transplantationsgesetz geregelt. Die persönliche Entscheidung zur Organspende sollte mit den Angehörigen besprochen und im Organspendeausweis dokumentiert werden. Der neue Ausweis im Scheckkartenformat kann bestellt werden bei: Deutsche Herzstiftung e.V., Stichwort "Organspendeausweis", Vogtstraße 50, 60322 Frankfurt am Main. Außerdem ist er unter www.herzstiftung.de als Download verfügbar.

    Hinweis für Redaktionen: Gerne stellen wir Ihnen Bildmaterial zur Verfügung. Deutsche Herzstiftung e.V., Pressestelle, Pierre König, E-Mail: koenig@herzstiftung.de

    10/2008

    Informationen:
    Deutsche Herzstiftung e.V.
    Pressestelle
    Dr. Klaus Fleck / Pierre König
    Tel. 069/955 128-119
    Fax: 069/955 128-313
    koenig@herzstiftung.de


    Weitere Informationen:

    http://www.herzstiftung.de
    http://www.organspende-info.de (Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung)
    http://www.dso.de (Deutsche Stiftung Organtransplantation)
    http://www.eurotransplant.nl (Eurotransplant)


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    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Ernährung / Gesundheit / Pflege, Medizin
    überregional
    Forschungsergebnisse, Forschungsprojekte
    Deutsch


     

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