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05.06.2008 14:41

Grundschüler im Chemielabor an der Hochschule Reutlingen

Rita Maier Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Hochschule Reutlingen

    Zum 15. Mal fand das Schülerlabor statt, für das die Grundschulen Schlange stehen, um einen Termin zu bekommen. Professorin Dr. Petra Groß-Kosche bietet seit Herbst 2005 ein auf Grundschulkinder abgestimmtes Versuchsprogramm zum Thema Kohlenstoffdioxid an, um den Kindern, die in diesem Alter noch sehr begeisterungsfähig sind, schon frühzeitig die Naturwissenschaften näher zu bringen. Dass das funktioniert, zeigt das Schülerverhalten im Labor. Interessiert und gleichzeitig diszipliniert erforschen sie eine für die meisten unbekannte Welt.

    Die Grundschüler arbeiten in kleinen Gruppen unter Betreuung von Chemiestudierenden, die ihrerseits auch ihren Spaß dabei haben. So auch Patrick Hitzer, Chemiestudent im 2. Semester, der seinen Schützlingen aus der vierten Klasse der Grund- und Hauptschule Bad Urach freundlich und geduldig bei den Versuchen zur Seite steht. Das schätzen die Kinder sehr, wie das Feedback der Schüler zeigt. "Nebenbei ist dies auch eine praktikable Chance, soziale Kompetenzen zu erwerben und zu verfeinern, die in dieser Form ein Chemiestudium nicht vermitteln kann", so Prof. Dr. Gerhard Schulz, Dekan der Fakultät Angewandte Chemie.

    Mit neugieriger Begeisterung gehen die Kinder ans Werk. Apparaturen werden aufgebaut, Versuche durchgeführt, der Verlauf genauestens beobachtet und die Ergebnisse protokolliert. Daniel sagte im Anschluss: "Ich wusste gar nicht, dass Kohlenstoffdioxid so ein spannendes Thema ist. Es hat mir gefallen, dass man Kohlenstoffdioxid einfrieren kann". Wieder zurück in der Schule schrieb Rebekka für ihre Lehrerin Theresia Gesler: "Ich fand es ganz toll, dass die Studenten viele Experimente mit uns gemacht haben, dass sie Zeit für uns hatten und dass sie uns alles gezeigt haben. Mir hat es Spaß gemacht und ich hoffe, dass wir da wieder hingehen. Mein allerbester Versuch war das mit der Kerze und mit dem Trockeneis".

    Die Fakultät Angewandte Chemie bot in der Vergangenheit nicht nur für Grundschulen sondern auch für Schüler an Gymnasien Aktivitäten an. Mit der Laura-Schradin Schule, dem Ernährungswissenschaftlichen Gymnasium in Reutlingen, wurden bereits seit 2004 25 kleinere, auf Schüler zugeschnittene Forschungsprojekte durchgeführt. Des Weiteren durfte im Mai eine Schülergruppe des Graf-Eberhard Gymnasiums Bad Urach eine Forschungswoche in den Chemielaboren verbringen, mit ausgesprochen positiver Resonanz seitens der Schüler. Zusätzlich ergeben sich immer wieder Einzelprojekte wie kürzlich das gemeinsame Bierbrauen im Labor, oder auch vereinzelt mehrwöchige Schülerpraktika. Die Fakultät Angewandte Chemie will mit diesem Engagement das Interesse für Chemie wecken und vor allem den Schülern ein Bewusstsein dafür vermitteln, dass die Chemie ein Teil ihres täglichen Lebens ist.


    Bilder

    Chemiestudent Patrick Hitzer erklärt Daniel, wie aus CO2-Gas ein Feststoff wird.
    Chemiestudent Patrick Hitzer erklärt Daniel, wie aus CO2-Gas ein Feststoff wird.


    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Biologie, Chemie
    überregional
    Buntes aus der Wissenschaft, Studium und Lehre
    Deutsch


     

    Chemiestudent Patrick Hitzer erklärt Daniel, wie aus CO2-Gas ein Feststoff wird.


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