idw – Informationsdienst Wissenschaft

Nachrichten, Termine, Experten

Grafik: idw-Logo
idw-Abo

idw-News App:

AppStore

Google Play Store



Instanz:
Teilen: 
09.06.2008 14:40

Leichter Publizieren und Recherchieren - OPUS 4 geht an den Start

Ursula Zitzler Referat für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Universität Stuttgart

    Eine an der Uni Stuttgart entwickelte Software mit dem Namen OPUS (Online-Publikationsverbund Universität Stuttgart) ist heute mit circa 60 Installationen die in Deutschland am weitesten verbreitete Software für Hochschulschriftenserver beziehungsweise digitale Repositorien(Sammlungen). Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat nun einen Antrag genehmigt, mit dem OPUS als Baustein nationaler und internationaler Netzwerke (OPUS 4) weiterentwickelt werden soll. Dadurch soll es einfacher werden, Forschungsergebnisse und Publikationen für die Wissenschaftsgemeinschaft und die Öffentlichkeit sichtbar zu machen beziehungsweise diese zu recherchieren. Die Federführung für das Projekt hat die Universitätsbibliothek Stuttgart.

    Repositorien sind ein wesentlicher Baustein der elektronischen Forschungsinfrastruktur, die auch unter dem Namen e-Science bekannt ist. Mit ihrer Hilfe können Wissenschaftler Publikationen und Arbeitsergebnisse ablegen und verwalten. OPUS-Repositorien dienen auch der besseren Sichtbarkeit der wissenschaftlichen Ergebnisse, da sie von allgemeinen und wissenschaftlichen Suchmaschinen indexiert werden und sehr gute Ranking-Ergebnisse in den entsprechenden Trefferlisten (zum Beispiel bei Google, Yahoo, Scirus oder BASE) aufweisen. Im Zeitalter des verstärkten Wettbewerbs der Hochschulen dienen Repositorien dazu, das gesamte Spektrum wissenschaftlicher Veröffentlichungen einer Einrichtung in digitaler Form nach außen darzustellen. In der Regel gehorchen Repositorien dabei dem Open Access Prinzip der freien Zugänglichkeit wissenschaftlicher Literatur und wissenschaftlicher Materialien, da dies die Sichtbarkeit maximiert.
    Die Entwicklung von OPUS 4 orientiert sich an den entstehenden Netzwerken qualifizierter Open Access-Repositorien und den damit verbundenen Qualitätsstandards (Open Access-Netzwerk, Serviceorientierte Infrastruktur für elektronische Publikation beziehungsweise DRIVER, einer Infrastruktur für die europäische Forschung). Darüber hinaus sollen OPUS-Repositories mit Forschungsinformationssystemen (wie zum Beispiel PURE) und mit Primärdatenspeichern (wie zum Beispiel den World Data Centers) als Bestandteil der Forschungsinfrastruktur gekoppelt werden.
    Projektpartner sind neben der Universitätsbibliothek Stuttgart das Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg (BSZ), der Kooperative Bibliotheksverbund Berlin-Brandenburg, die Saarländische Universitäts- und Landesbibliothek Saarbrücken, die Universitätsbibliothek Bielefeld und die Universitätsbibliothek der Technischen Universität Hamburg-Harburg unter Mitwirkung der Sächsischen Landesbibliothek - Staats- und Universitätsbibliothek Dresden. Die DFG gewährt die Projektunterstützung im Rahmen der Programme zur Förderung der wissenschaftlichen Literaturversorgungs- und Informationssysteme >www.dfg.de/lis> für zunächst zwölf Monate. Projektbeginn ist der 1. Juli 2008.
    Die Projektpartner engagieren sich aktiv in der Arbeitsgruppe "Elektronisches Publizieren" der Deutschen Initiative für Netzwerkinformation (DINI), die das elektronische Publizieren an deutschen Hochschulen durch die Erarbeitung von Empfehlungen für Dokumentenserver und durch die Organisation von Schulungen und Veranstaltungen unterstützt. Die Nachhaltigkeit der Entwicklung ist durch die bereits existierende Struktur der Entwicklergemeinschaft mit dem BSZ als Geschäftsstelle gegeben.

    Weitere Informationen bei Werner Stephan, Tel. 0711/685-82222 beziehungsweise unter http://www2.bsz-bw.de/cms/digibib/opus/.


    Bilder

    Merkmale dieser Pressemitteilung:
    Informationstechnik, Medien- und Kommunikationswissenschaften
    überregional
    Organisatorisches
    Deutsch


     

    Hilfe

    Die Suche / Erweiterte Suche im idw-Archiv
    Verknüpfungen

    Sie können Suchbegriffe mit und, oder und / oder nicht verknüpfen, z. B. Philo nicht logie.

    Klammern

    Verknüpfungen können Sie mit Klammern voneinander trennen, z. B. (Philo nicht logie) oder (Psycho und logie).

    Wortgruppen

    Zusammenhängende Worte werden als Wortgruppe gesucht, wenn Sie sie in Anführungsstriche setzen, z. B. „Bundesrepublik Deutschland“.

    Auswahlkriterien

    Die Erweiterte Suche können Sie auch nutzen, ohne Suchbegriffe einzugeben. Sie orientiert sich dann an den Kriterien, die Sie ausgewählt haben (z. B. nach dem Land oder dem Sachgebiet).

    Haben Sie in einer Kategorie kein Kriterium ausgewählt, wird die gesamte Kategorie durchsucht (z.B. alle Sachgebiete oder alle Länder).